Online-Kriminalität: Das Millionen-Geschäft der Kreditkarten-Mafia

 


Prepaid-Karten — speziell für den Online-Einkauf Prepaid-Kreditkarten wurden ursprünglich für denjenigen Personenkreis geschaffen, der aufgrund einer schwachen Schufa keine Möglichkeit hatte, eine klassische Kreditkarte zu nutzen. Nachrichten Netzwelt Web Kreditkartenbetrug Kreditkartenbetrug:

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Ein schnelles, automatisiertes System, das Informationen über illegal kursierende Ausgabefirmen, Kreditkartendaten an Händler, Banken und Kunden verteilen würde. Der Fraud Alert soll die verschiedenen Marktpartner miteinander verbinden und als zentrale Meldestelle fungieren, die dann wiederum die Informationen an die angeschlossenen Partner verteilt. Erstmals soll es dabei auch zu einer direkten Benachrichtigung betroffener Kreditkartenbesitzer kommen. Entwickelt wurde das Meldesystem von Microsoft.

Das alles ist die konsequente Fortführung von Ansätzen, die die meisten Finanzfirmen seit Jahren, aber meist getrennt voneinander forcieren: Sie - oder Servicefirmen wie die Netz-Fahnder von CardCops - beobachten nicht nur ungewöhnliche Karten-Transaktionen und reagieren präventiv in einem abgestuften Alarmsystem. Sie überwachen auch Warez-Seiten, P2P-Börsen und einschlägige "Shops", über die Listen mit gestohlenden Kreditkartendaten verkauft und verteilt werden.

Genau das soll Internet Fraud Alert intensivieren und Erkenntnisse daraus firmenübergreifend verteilen. Wie effektiv das alles ist, bleibt abzuwarten: Das Gros der kursierenden geklauten Daten wird wohl nie benutzt, weil die Datensätze dafür nicht vollständig genug sind.

In einem automatisierten Meldesystem, in dem der Fund eines kursierenden Datensatzes zu Sperrung und Kartenaustausch führen mag, stünden womöglich erhöhte Kartenaustausch-Kosten Ersparnissen durch die Verhinderung von Kreditkartenmissbrauch gegenüber. Dass sich das unter dem Strich auszahlt, ist trotzdem wahrscheinlich: Wenn eine andere Person mit der Karte bezahlen will, haftet nun die Kreditkartengesellschaft.

Selbst für bereits getätigte Zahlungen haftet man nur mit einer Selbstbeteiligung, wenn man den Verlust zeitnah meldet. Rechtlich ist diese Haftung auf Euro beschränkt, viele Banken beschränken sie sogar auf 50 Euro, wenn man nicht grob fahrlässig gehandelt hat.

Finden sich dagegen Buchungen auf der Abrechnung, die man nicht selbst vorgenommen hat, kann man einen sog. Chargeback , also eine Rückbuchung, veranlassen. Bei diesem Verfahren wird die jeweilige Kreditkartenbuchung storniert , der Betrag wird dem Konto wieder gutgeschrieben. Für den Aufwand bei diesem Verfahren werden Gebühren fällig. Wer unberechtigt die Kreditkartenrückbuchung veranlasst, macht sich durchaus strafbar. So kann ein Kreditkartenmissbrauch auch aus Sicht der Kreditkarteninhaber entstehen.

Aus Händlersicht sollten eventuelle Streitigkeiten mit dem Käufer nicht per Chargeback gelöst werden, da durch eine steigende Chargebackquote auch der Vertrag mit der Acquirer Bank ins Wanken gerät. Händler müssen dafür sorgen, dass es so wenig wie möglich Rücklastschriften gibt und können folglich stets nur versuchen, den Kundenservice so gut wie nur möglich zu organisieren. Ein Kreditkartenmissbrauch kann nicht ausgeschlossen werden, jedoch sind Kreditkarteninhaber aufgrund der Rückbuchungsmöglichkeit des entstandenen Schadens besser abgesichert als mit manch anderen Zahlungskarten.

Ebenso sind Banken und Kreditkartenanbieter in der Lage, einen Missbrauch bereits schon im frühen Stadium zu entdecken. Deshalb ist eine Kreditkarte weiterhin uneingeschränkt zu empfehlen.