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Die Zeit des billigen Öls ist mittel- und langfristig vorbei.

Chávez setzte auf Sozialprogramme


Die gezielte Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen bezeichnet man als geophysikalische Prospektion. Das sichere Aufspüren im Untergrund verborgener Strukturen, in denen sich Öl und oder Erdgas angesammelt haben können, ist in den letzten Jahrzehnten zur wichtigsten Voraussetzung einer erfolgreichen Suche nach Kohlenwasserstoffen Sammelbegriff für Erdöl und Erdgas geworden.

So tritt aus seicht liegenden Lagerstätten ständig Erdöl in geringen Mengen aus. Ein Beispiel dafür ist die seit dem Jahrhundert bekannte, aber mittlerweile versiegte St. Die Suche nach tief liegenden Ölvorkommen erfolgte früher durch eine eingehende Analyse der geologischen Verhältnisse eines Landstrichs. In der Folge wurden dann an ausgewählten Orten Probebohrungen niedergebracht, von denen ca.

Am Beginn der Erkundung steht das Auffinden von Sedimentbecken. Das geschieht häufig durch gravimetrische oder geomagnetische Messungen. Im nächsten Schritt kommt die Reflexionsseismik zum Einsatz. Dabei werden an der Erdoberfläche akustische Wellen erzeugt, die an den unterschiedlichen Bodenschichten reflektiert werden.

Je nach Einsatz an Land oder im Wasser werden unterschiedliche Verfahren verwendet. In der marinen Seismik werden die seismischen Wellen mit Airguns erzeugt. Die Aufzeichnung der Wellen erfolgt mit Hydrophonen , die entweder am Meeresboden ausgelegt oder hinter einem Schiff an der Meeresoberfläche im Schlepp gezogen werden.

Aus den Laufzeiten und Charakteristiken der reflektierten Signale lassen sich Schichtenprofile errechnen. In der frühen Phase der Prospektion werden 2-D-Messungen durchgeführt, in deren Ergebnis man Schichtenprofile entlang von sich kreuzenden Messlinien erhält. Basierend auf den seismischen Daten werden nun auch erste Erkundungsbohrungen getätigt.

Im nächsten Schritt werden in ausgewählten Gebieten seismisch 3-D-Messungen durchgeführt. Hierbei werden die Punkte zum Erzeugen und Messen seismischer Wellen so ausgelegt, dass man ein dreidimensionales Bild der Gesteinsschichten erhält.

In Kombination mit bohrlochgeophysikalischen Messdaten kann nun ein quantitatives Modell der Erdöl- oder Erdgasreserven sowie ein Plan für weitere Bohrungen und zur Förderung erstellt werden. Befindet sich eine Erdöllagerstätte nahe der Erdoberfläche, so kann das darin enthaltene, zu Bitumen verarmte Öl im Tagebau gewonnen werden. Aus tieferen Lagerstätten wird Erdöl durch Sonden gefördert, die durch Bohrungen bis zur Lagerstätte eingebracht werden.

Nach Abschluss der Bohrarbeiten kann auch eine reine Förderplattform eingesetzt werden, Beispiel: Hierbei lösen sich Isotope des Radiums zusammen mit anderen Elementen im Tiefengrundwasser, das u. Das Lagerstättenwasser steigt bei der Erdölförderung zusammen mit Öl und Gas in den Förderleitungen zur Erdoberfläche auf. In den dabei entstehenden Krusten, die als engl. In anderen zur Ölförderung eingesetzten Gerätschaften, z.

Wasserabscheidern , finden sich die ausgefallenen Sulfate und Karbonate in Schlämmen, die überwiegend aus Schweröl und ungewollt mitgeförderten, feinen mineralischen Bestandteilen des Speichergesteins bestehen. In Ländern, in denen deutlich mehr Öl oder Gas gefördert wird als in Deutschland, entstehen auch deutlich mehr Abfälle, jedoch existiert in keinem Land eine unabhängige, kontinuierliche und lückenlose Erfassung und Überwachung der kontaminierten Rückstände aus der Öl- und Gasproduktion.

Die Industrie geht mit dem Material unterschiedlich um: Dort hatte das Unternehmen Ashland Inc. An einigen dieser zum Bau von Zäunen oder Klettergerüsten genutzten Rohre traten Strahlendosen von bis zu Mikroröntgen pro Stunde auf, so dass die Grundschule und einige Wohnhäuser nach Entdeckung der Strahlung sofort geräumt werden mussten. So wurde sie jeweils unmittelbar nach den beiden Weltkriegen auf 20 Jahre geschätzt. Trotz erheblich höherem Verbrauch und einer sehr dynamischen Wirtschafts- und Technikentwicklung ist sie danach jeweils angestiegen.

Nach einer Krise in den er Jahren wurde sie auf 25 Jahre angesetzt. Diese Konstanz der Reichweite wird auch mit dem Stichwort Erdölkonstante benannt. Weil aber mittlerweile die Kosten für die Förderung unkonventioneller Erdöllagerstätten, wie Ölsand oder Schweröl, so weit gesunken sind, dass sie annähernd im Bereich der Kosten der konventionellen Erdölförderung liegen, werden solche unkonventionellen Lagerstätten nunmehr den Ölreserven eines Landes hinzugerechnet.

Reserven nach Ländern für eine genaue Tabelle. Laut einem Arbeitsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aus dem Jahr bzw. Dies sei an einer veränderten Preiselastizität der Förderung ablesbar. Die Reserven, die geortet sind und mit der heute zur Verfügung stehenden Technik wirtschaftlich gewonnen werden können, haben in den letzten Jahren trotz der jährlichen Fördermengen insgesamt leicht zugenommen.

Während die Reserven im Nahen Osten , Ostasien und Südamerika aufgrund der Erschöpfung von Lagerstätten und unzureichender Prospektionstätigkeit sanken, stiegen sie in Afrika und Europa leicht an. Für diesen Preissturz wurde von Fachleuten ein Angebotsüberhang verantwortlich gemacht. Nach der Rückkehr Irans auf den Markt im Januar und dem Kampf um die regionale Vormacht durch Saudi-Arabien in diesem Zusammenhang sowie wegen der nicht gedrosselten Förderung Russlands war absehbar, dass das Überangebot bei einem Preis um mittlerweile 50 Dollar noch eine gewisse Zeit vorhalten würde.

In Österreich obliegt der Erdöl-Lagergesellschaft diese Aufgabe. Bei einem täglichen Verbrauch auf dem gegenwärtigen Niveau von ca. Barrel [40] ergibt sich bei ,9 Mrd. Barrel eine Laufzeit von etwa 51 Jahren. Denn anders als aus einem Tank können den Erdöllagerstätten nicht beliebige Mengen an Öl pro Tag Förderrate entnommen werden. Vielmehr gibt es eine maximal mögliche Förderrate, die häufig dann erreicht ist, wenn die Quelle etwa zur Hälfte ausgebeutet ist.

Danach sinkt ihre Förderrate physikalisch bedingt ab. Ein ähnliches Verhalten wird von vielen Experten auch für die Ölförderung der Welt angenommen: Rein rechnerisch ist zu diesem Zeitpunkt zwar noch genug Öl vorhanden , um den jeweils aktuellen Tagesverbrauch zu decken, auch wenn dieser im Vergleich zu heute sogar noch steigt, doch das Öl kann nicht hinreichend schnell aus den Lagerstätten gefördert werden und steht somit der Wirtschaft nicht zur Verfügung.

Die Endlichkeit der Ressource Erdöl macht sich bereits lange vor dem Ablauf ihrer Reichweite bemerkbar. Daher unterstellen Kritiker diesen Zahlen eine Verfälschung. Vielen OPEC -Förderländern wird auch unterstellt, die Reserven zu optimistisch anzugeben, da die zugeteilten Förderquoten abhängig von den gemeldeten Reservemengen sind. Die wichtigsten Erdölförderländer sind gegenwärtig Stand Saudi-Arabien Die meisten Reserven wurden in den er-Jahren entdeckt.

Ab Beginn der er-Jahre liegt die jährliche Förderung bei 30,4 Milliarden Barrel 87 Millionen Barrel pro Tag Verbrauch im Jahr [45] — über der Kapazität der neu entdeckten Reserven, sodass seit dieser Zeit die vorhandenen Reserven abnehmen.

Deshalb wird von einigen Experten mit einem globalen Fördermaximum zwischen und gerechnet. Kenneth Deffeyes , Colin J. Campbell und Jean Laherrere befürchten, das Maximum sei bereits vor erreicht worden.

Zunehmend kritische Analysen gab es von der Britischen Regierung, [46] vom U. Joint Forces Command, [48] in denen schon kurzfristig drohende Mangelszenarien geschildert wurden. Die britische Regierung reagierte damit offensichtlich auf die Tatsache, dass Englands Ölreichtum seit ständig zurückging und vom Erdölexporteur zum Importeur wurde.

Während in den er Jahren private westliche Ölkonzerne noch knapp 50 Prozent der weltweiten Ölproduktion kontrollierten, [52] hat sich dieser Anteil auf weniger als 15 Prozent verringert. Experten [52] halten einen Mangel an Öl nicht für gegeben, es handele sich um eine Krise im Zugang zu fortgeschrittener Technologie der Multis bzw.

Erdöl wird weltweit über weite Entfernungen transportiert. Der Transport von den Förderstätten zu den Verbrauchern geschieht auf dem Seeweg mit Öltankern , über Land überwiegend mittels Rohrleitungen Pipelines.

Bekannt wurde vor allem die Havarie der Exxon Valdez vor Alaska. Über mehrere Monate trat Rohöl aus, insgesamt über Auch das Mississippi-Delta war davon betroffen. Der Anteil des Erdöls am Primärenergieverbrauch liegt bei ca. Verbrauch für detaillierte Angaben. Die Steigerung ist auf einen stark zunehmenden Ölverbrauch in den aufstrebenden Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien zurückzuführen.

In den Industrieländern ist der Verbrauch dagegen trotz eines weiter wachsenden Bruttoinlandsprodukts seit langem rückläufig, d. Dennoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industrieländern immer noch deutlich höher als in den Schwellenländern. Über den stetigen Rohölzufluss hinaus wurden allerdings zusätzlich nochmals 29,1 Millionen Tonnen Ölfertigprodukte insbesondere aus Rotterdam importiert.

Energieeinsparverordnung , teils wegen eines Wechsels zu Erdgas oder alternativen Energiequellen wie Biodiesel , Solarthermie , Holzpellets , Biogas und Geothermie. Die erste Erdölraffinerie entstand Die Erdölpreise sanken deutlich und die Zahl der Raffinerien nahm zu. Leuchtöle, besonders Petroleum, ermöglichten neue Lichtquellen. Nach der Einführung des elektrischen Lichts war Erdöl zunächst nicht mehr attraktiv, doch bald nach der Entwicklung des Automobils setzte die Familie Rockefeller als Mitbegründerin der Standard Oil Company die Verwendung des Erdölprodukts Benzin als Ottokraftstoff durch, statt des von Henry Ford zunächst vorgesehenen Ethanols.

In der Erdölraffinerie wird das Erdöl in seine unterschiedlichen Bestandteile wie leichtes und schweres Heizöl , Kerosin sowie Benzin unter anderem in Destillationskolonnen aufgespalten. In weiteren Schritten können aus dem Erdöl die verschiedensten Alkane und Alkene erzeugt werden. In der chemischen Industrie nimmt das Erdöl eine bedeutende Stellung ein. Die meisten chemischen Erzeugnisse lassen sich aus ca. Diese Molekülverbindungen werden heute zu ca.

Aus der weltweiten Fördermenge des Erdöls werden ca. Die Wichtigkeit dieser Erdölerzeugnisse liegt auf der Hand: Gibt es kein Erdöl mehr, müssen diese Grundchemikalien über komplizierte und kostenintensive Verfahren mit hohem Energieverbrauch hergestellt werden. Aus Erdöl kann fast jedes chemische Erzeugnis produziert werden.

Erdöl ist hauptsächlich ein Gemisch vieler Kohlenwasserstoffe. Die am häufigsten vertretenen Kohlenwasserstoffe sind dabei lineare oder verzweigte Alkane Paraffine , Cycloalkane Naphthene und Aromaten. Jedes Erdöl hat je nach Fundort eine spezielle chemische Zusammensetzung, die auch die physikalischen Eigenschaften wie Farbe und Viskosität bestimmt. Farbe und Konsistenz variieren von transparent und dünnflüssig bis tiefschwarz und dickflüssig.

Farbe, Konsistenz und Geruch sind sehr stark von der geografischen Herkunft des Erdöls abhängig. Manche Erdölsorten fluoreszieren unter ultraviolettem Licht auf Grund von unterschiedlichen Beistoffen, wie Chinone oder Polyaromaten. Unraffiniertes Erdöl Rohöl ist mit mehr als Der Anteil der reinen Kohlenwasserstoffe variiert erheblich.

Der im Rohöl und in den Raffinationsprodukten enthaltene Schwefel wird durch Verbrennung zum Gas Schwefeldioxid SO 2 oxidiert, das zu einem geringen Teil durch Reaktion mit Luftsauerstoff, katalysiert durch atmosphärischen Staub, in Schwefeltrioxid SO 3 umgewandelt wird.

Schweröl , das als Treibstoff auf Hochseeschiffen genutzt wird, war anfangs noch davon ausgenommen. Der bei der Entschwefelung gewonnene Schwefel ersetzt als Grundstoff für die chemische Industrie kostengünstig den durch Bergbau gewonnenen mineralischen Schwefel.

Laut einer Studie des britischen Overseas-Development-Instituts subventionieren die führenden Industrie- und Schwellenländer die Erkundung von Ölvorkommen mit 71 Milliarden Euro pro Jahr — und untergraben damit ihre eigene Klimapolitik. Für die Bestrebungen eines Staates, völlig unabhängig von Erdöl zu werden, wird die Bezeichnung Erdölausstieg verwendet.

Im Zuge des allmählich stattfindenden globalen Umdenkens in dieser Hinsicht setzte die Familie Rockefeller , deren Vermögen in erster Linie auf die Förderung von Erdöl im frühen Jahrhundert zurückgeht, im März ein Zeichen: Alle fossilen Brennstoffe sind Kohlenwasserstoffe und enthalten Kohlenstoff und Wasserstoff.

Kohlendioxid ist neben Wasser das Hauptprodukt bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen. Kohlendioxid steht im Verdacht, für die globale Erderwärmung mit verantwortlich zu sein. Die Reduzierung der Kohlendioxidemission ist das Ziel zahllosen Bemühungen und wird als Entkarbonisierung bezeichnet. Bei der Verbrennung von Kohle wird also viel Kohlendioxid frei. Manche Kohlenwasserstoffe enthalten viel Kohlenstoff im Verhältnis zu Wasserstoff, z.

Bei deren Verbrennung wird entsprechend auch viel Kohlendioxid frei. Andere Kohlenwasserstoffe enthalten weniger Kohlenstoff pro Wasserstoff, z. Butan, Propan, Erdgas oder Methanol. Bei deren Verbrennung wird entsprechend weniger Wasserstoff frei.

Der einzige "Kohlenwasserstoff" ohne Kohlenstoff ist Wasserstoff. Bei der Verbrennung von Wasserstoff wird demnach kein Kohlendioxid frei.

Dieses Kohlendioxid wurde aber beim Wachstum der Pflanzen durch die Photosynthese der Umgebung entzogen. Damit ist die Verbrennung von Biomasse bezüglich Kohlendioxids global emissionsneutral. Auch fossile Rohstoffe haben irgend wann einmal Kohlendioxid aus der Umgebung entnommen, aber das ist viele Millionen Jahre her.

Das Problem ist, dass die Menschheit in den letzten Jahren so viel fossile Rohstoffe verbrannt hat, dass das natürliche Gleichgewicht nicht mehr gewährleistet ist. Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden, sondern lediglich von einer Energieform in eine andere umgewandelt werden.

Der Begriff "Stromerzeugung" ist zwar gebräuchlich, aber genau genommen nicht richtig. Er bezeichnet lediglich die Umwandlung verschiedener Energieformen in elektrische Energie. Das Verhältnis der vor der Umwandlung vorhandenen Energie und der danach verfügbaren nutzbaren Energie Exergie wird als Wirkungsgrad bezeichnet.

Der technisch nicht nutzbare Anteil, der durch die Umwandlung "verloren" geht, wird als Anergie bezeichnet. Die konventionelle Stromgewinnung erfolgt zum Teil über eine Vielzahl verschiedener Energiearten. Der Rest geht in Form von technisch nicht nutzbarer Energie "verloren", z.

In einem Verbrennungsmotor sieht die ganze Sache noch schlechter aus. Bei dieser Betrachtung wird schnell klar, dass Alternativen zur konventionellen Stromgewinnung einen besseren Wirkungsgrad besitzen müssen. Sehr allgemein sind Energieträger Stoffe oder Systeme, die Energie beinhalten, aufnehmen und damit speichern können.

Holz, Biomasse, Rapsöl usw. Wind kann als Energieträger bezeichnet werden, da er kinetische Energie Bewegungsenergie beinhaltet. Auch ein Schwungrad kann kinetische Energie speichern und wieder abgeben. Ein Heizkesseln speichert thermische Energie Wärme. Radioaktive Elemente sind Energieträger, da durch den Ablauf physikalischer Prozesse Wärme erzeugt werden kann.

Sonnenlicht ist ein Energieträger, der Strahlungsenergie beinhaltet. Im engeren Sinn sind Energieträger aber Stoffe, die einfach in nutzbare Energie umgewandelt werden können. Da die Stromerzeugung meist über Umwege erfolgt siehe oben , fehlt bislang der ideale Energieträger zur Herstellung elektrischen Energie. An einen geeigneten alternativen Energieträger werden deshalb folgende Anforderungen gestellt:. Die Energiespeicherung erfolgt in Energieträgern.

Da es viele verschiedene Energieträger gibt, existieren auch viele verschiedene Möglichkeiten der Energiespeicherung. Abhängig von der Art der Energie chemisch, thermisch, mechanisch, elektrisch, kinetisch, Leider bereitet aber gerade die Speicherung des "wertvollen" elektrischen Stroms einige Probleme. Elektrische Energie kann direkt oder indirekt über die Umwandlung in eine geeignete andere Energieform bzw. Direkte Speicherung elektrischer Energie erfolgt zum Beispiel in einem Kondensator, indirekte Speicherung in Form von Wasser erfolgt zum Beispiel in einem Pumpspeicherkraftwerk.

Es gibt kein pauschal gutes oder schlechtes EESS. Je nach Anwendungsgebiet kann der eine oder andere Speicher Vorteile bieten. Für Langzeitspeicherung sollte die Selbstentladung gering sein, für Kurzzeitspeicher spielt eher die Geschwindigkeit der Lade- und Entladevorgänge eine entscheidende Rolle.

Einige Beispiele für elektrische Energiespeicher: In einem Kondensator wird elektrische Energie direkt, also ohne Umwandlung in eine andere Energieform gespeichert. Supercaps oder Ultracaps sind Hochleistungs-Doppelschichtkondensatoren mit ho-her Kapazität.

In einem Akkumulator wird elektrische Energie in Form von chemischer Energie ge-speichert. Je nach Typ laufen beim Laden und Entladen unterschiedliche chemische Reaktionen ab. Beispiel Li-Ion-Akku mit Ah: Bei Bedarf kann Wasser aus dem Speicher ent-nommen und über Generatoren in elektrische Energie umgewandelt werden. Abdampfungsverluste des Wassers im Speichersee Kapazität: Wasserstoff kann in einen Elektrolyseur aus elektrischer Energie hergestellt werden.

Die Speicherung erfolgt in Druckflaschen. Die Umwandlung der im Wasserstoff ge-speicherten chemischen Energie in elektrische Energie erfolgt in Brennstoffzellen. Dennoch hat jedes System spizische Vor- und Nachteile. Pumpspeicherkraftwerke haben einen hohen Wirkungsgrad, eine sehr hohe Leistung und Kapazität, sind aber stark von der geografischen Lage abhängig und natürlich nicht mobil.

Li-Ion-Akkus haben einen hohen Wirkungsgrad und eine hohe Speichdichte, aber auch eine hohe Selbstentladung. Für mobile Anwendungen wie elektronische Geräte mag die Speicherdichte von Akkus noch ausreichend sein. Für den Antrieb eines Elektrofahrzeuges kann jedoch kein elektrisches Energiespeichersystem mit einem herkömmlichen Benzin- oder Dieseltank mithalten.

Die anfängliche Euphorie der Elektrofahrzeuge hat deshalb stark nachgelassen. Auf der Suche nach geeigneten alternativen Energieträgern, die irgend wann einmal die zur Neige gehenden fossilen Energieträger ablösen könnten, sind schon sehr viele Möglichkeiten diskutiert worden. Die Energieträger Erdgas, Methanol und Wasserstoff werden den oben genannten Anforderungen vor allem in Hinblick auf Mobilität am ehesten gerecht.

Die chemische Energie geeigneter Brennstoffe kann in einer Brennstoffzelle direkt in elektrische Energie umgewandelt werden, ohne dabei im Wirkungsgrad durch den Carnot-Faktor s. Dadurch können sehr hohe Wirkungsgrade bei der Umwandlung von chemischer in elektrische oder thermische Energie erreicht werden. Ein weitere Vorteil der Brennstoffzelle ist die geringe Schadstoffemission.

Bei der herkömmlichen, auf Verbrennung basierenden Nutzung von chemischer Energie entstehen durch zum Teil sehr hohe Temperaturen viele Schadstoffe, die Mensch und Umwelt belasten s. Wasser und Kohlendioxid als Abfallprodukt. Bei allen Brennstoffzellen-Typen auch bei den Hochtemperatur-Brennstoffzelle ist die Temperatur so niedrig, dass keine nennenswerten Konzentrationen z.

Beide Wissenschaftler hatten in dieser Zeit intensiven Kontakt und arbeiteten gemeinsam an diesem Thema. Das Prinzip der Brennstoffzelle beruht auf dem umgekehrten Prozess der Elektolyse. Bei der Elektrolyse wird Wasser durch elektrischen Strom in seine beiden Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Bekannt ist diese chemische Reaktion der beiden Gase Wasserstoff und Sauerstoff auch unter dem Namen "Knallgasreaktion". In einem bestimmten Mischungsverhältnis reagieren beide Gase nach Zündung unter heftiger Explosion und mit lauten Knall.