Was taugt der Comstage Vermögensstrategie ETF?

 


Dazu gabs auch schon einige Artikel vom Wesir was er von möglichen "kastrierten" Produkten hält: Das Positionspapier des vzbv kann unter https: Wo Armut Alltag ist.

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Eine Änderung durch den ursprünglichen Ersteller mit Hilfe von Zusätzen oder Nachträgen ist grundsätzlich möglich, wenn bestimmte Formerfordernisse eingehalten werden: Als Testierer können Sie jederzeit ohne erneute Unterschrift offensichtliche Unrichtigkeiten beispielsweise Schreibfehler berichtigen oder Streichungen vornehmen. Bei einem gesonderten Schriftstück sollten Sie überdies Bezug auf das zu ändernde Testament nehmen. Kinder sind keine da. Der Ehemann ist verstorben, das an die Ehefrau verebte Vermögen beträgt ca.

Nun ist im Testament verfügt, dass nach dem Tod des Ehepartners, in diesem Falle der Ehefrau, das restliche Vermögen an die gesetzlichen Erben fallen soll. Kann die Ehefrau diese Bestimmung mit den gesetzlichen Erben in einem neuen Testament ändern? Haben Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament sogenannte wechselbezügliche Verfügungen getroffen, entsteht mit dem Ableben des erststerbenden Ehegatten eine Bindungswirkung, die der Längerlebende nicht durch ein neues Testament ändern kann, es sei denn, es wurde eine Abänderungsmöglichkeit ausdrücklich festgeschrieben.

Wechselbezüglich sind solche Verfügungen der Ehegatten, die mit Rücksicht auf die jeweils andere Verfügung getroffen wurden und die miteinander stehen und fallen sollen. Damit soll das Vertrauen des Erstversterbenden in die Beständigkeit der Verfügungen des anderen über den Tod hinaus geschützt werden. Auch gleichlautende Verfügungen beider Ehegatten sprechen stark für eine Wechselbezüglichkeit.

Ist danach hier die Einsetzung der gesetzlichen Erben im Schlusserbfall wechselbezüglich, kann die Ehefrau keine Abänderung der Schlusserben zu Lasten der Bedachten vornehmen. Auch zu Lebzeiten kann die Ehefrau dann in der Regel nicht wirksam unentgeltlich verfügen. Die benachteiligten Schlusserben hätten dann im Erbfall Herausgabeansprüche gegen die Beschenkten. Ich 52 , sein einziges Kind, verheiratet, zwei Kinder und wir leben in München.

Meine Eltern hatten ein sog. Kann ich das Haus Verkehrswert ca. Und wie hoch ist die Erbschaftssteuer bei Todesfall? Könnte Ihr Vater aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls seine Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen, könnten Sie nur dann rechtsverbindliche Erklärungen für ihn abgeben und Entscheidungen treffen, wenn Sie gerichtlich bestellter Betreuer wären oder er Sie wirksam bevollmächtigt hätte.

Sie sollten mit Ihrem Vater besprechen, ob er Ihnen eine sogenannte Vorsorgevollmacht erteilt. Damit könnte er selbstbestimmt regeln, wer im Ernstfall für ihn handlungsbevollmächtigt sein soll und für welche Angelegenheiten die Vollmacht gelten soll. Im Testament ist erwähnt, dass eine ledige Tochter vorhanden ist; diese ist aber nicht als Erbin eingesetzt.

Wie hoch ist der Pflichtteil für die Tochter? Innerhalb welcher Zeit ist der Pflichtteil zur Zahlung fällig? Welche Frist gilt für die Erbschaftssteuer? Kann diese bis zum Verkauf gestundet werden? Wird ein Abkömmling des Erblassers durch ein Testament von der Erbfolge ausgeschlossen, kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Als alleiniger Abkömmling des Erblassers wäre die Tochter nach dem gesetzlichen Erbrecht, also ohne Testament, Alleinerbin.

Lebensgefährten steht kein gesetzliches Erbrecht zu. Der Anspruch auf den Pflichtteil entsteht mit dem Erbfall, er könnte daher sofort von der Tochter verlangt werden. Dies ist aber hier vermutlich nicht der Fall. Möglicherweise muss die Erbin das Grundstück auch nicht verkaufen? Vielleicht kann sie die Pflichtteilszahlung auch mit einem Kredit finanzieren und das Grundstück als Sicherheit für die Bank einsetzen?

Die Erbschaftssteuer entsteht ebenfalls mit dem Todesfall und ist grundsätzlich innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Erbschaftsteuerbescheides zu zahlen. Das Finanzamt kann die Steuer auf Antrag stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte für den Schuldner darstellt.

Dafür müsste die Erbin Stundungszinsen zahlen. Zusätzlich wäre uns wichtig, wie hoch der Pflichtteil überhaupt wäre, wenn z. Oder gibt es die Möglichkeit die Pflichtteilforderung nach dem Erstversterbenden ganz zu umgehen, durch eine Änderung im Testament.

Dadurch, dass Sie sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt haben und die Kinder zu Schlusserben ich gehe davon aus, dass Sie dies meinen , werden beim Tod des Erstversterbenden dessen Abkömmlinge enterbt. Sofern Sie und Ihre Frau nicht mittels Ehevertrag einen anderen Güterstand vereinbart haben und somit im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, bedeutet das folgendes: Die Höhe dieses Geldanspruches bemisst sich nach dem Wert des Nachlasses ihrer Frau, also deren beiden Hälften an den Eigentumswohnungen und gegebenenfalls sonstigem Vermögen Ihrer Frau.

Ganz umgehen können Sie den Pflichtteil nur durch einen notariell von den Kindern zu erklärenden Pflichtteilsverzicht. Mit einer sogenannten Pflichtteilsstrafklausel können Sie in der Tat testamentarisch regeln, dass das Kind, das den Pflichtteil im ersten Erbfall fordert, im zweiten Erbfall von der Schlusserbfolge ausgeschlossen ist.

Unser Sohn war nicht verheiratet und hatte keine Kinder,ein Testament existiert auch nicht. Unser Sohn hatte eine Eigentumswohnung vermietet. Er wohnte bis zum Tod bei mir. Mit der Wohnung wollte er nichts zu tun haben,und er hat mir eine Vollmacht geschickt ohne notarrielle Bestätigung?

Gearbeitet hatte er auch noch nie,nur schwarz. Kann die Rechtsanwältin von mir Geld verlangen? Der Staat erbt nur Guthaben und keine Schulden sagte sie. Das bedeutet, Sie bildeten eine Miterbengemeinschaft und waren je hälftig auch an der Eigentumswohnung beteiligt. Eine Erbengemeinschaft ist grundsätzlich auf eine Auseinandersetzung, also auf eine Verteilung des Nachlasses unter den Erben ausgerichtet. Sofern sich im Nachlass aber eine Immobilie befindet, bedarf der Auseinandersetzungsvertrag der notariellen Beurkundung.

Dem Fiskus steht kein Ausschlagungsrecht zu. Die Erbenhaftung des Fiskus ist auf den vorhandenen Nachlass beschränkt, der Staat übernimmt also keine Schulden des Erblassers, die den Wert der Erbschaft übersteigen.

Da meine finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt sind und ich mir keinen Anwalt leisten kann, wüsste ich gern, ob es eine Art Prozesskostenhilfe oder sonstige Unterstützung für solche Fälle gibt.

Wenn Sie von Ihrer Mutter enterbt wurden, diese also vielleicht Ihren Vater als Alleinerben eingesetzt hat, können Sie von dem oder den Erben den Pflichtteil, also die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, fordern.

Wie Ihnen bereits bekannt, haben Sie dafür drei Jahre Zeit. Um den Anspruch geltend machen zu können, stehen Ihnen überdies Auskunftsansprüche gegen den Erben unter anderem über den Bestand des Nachlasses und ausgleichungspflichtige Zuwendungen zu.

Diese erhält jede Person, die die Kosten einer Prozessführung nicht vollständig aufbringen kann. Zunächst ist aber eigenes Einkommen und Vermögen einzusetzen. Sie übernimmt je nach einzusetzendem Einkommen voll oder teilweise den eigenen Beitrag zu den Gerichtskosten und den Kosten des eigenen Rechtsanwaltes. Wird der Prozess verloren, muss der Antragsteller aber die Kosten der gegnerischen Partei, also insbesondere deren Anwaltskosten bezahlen. In dem Antrag ist der Streit unter Angabe der Beweismittel darzustellen und eine Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie entsprechende Belege sind beizufügen.

Sie kann auch zusammen mit einer Klage beantragt werden. Wie kann ich mich etwas absichern, falls meinem Lebenspartner etwas passieren sollte? Mein Lebenspartner hat noch eine kranke gebrechliche Mutter, welche ihm schon sein Erbteil vom Haus überschrieben hat und einen Halbbruder.

Meine Angst besteht darin, dass ich irgendwann einfach vor die Tür gesetzt werden kann, wenn das Alkoholproblem überhand nimmt.

Genügt es eine Patietenverfügung zu gestalten, oder betrifft dies nur den medizinischen Aspekt? Gibt es irgendwelche Möglichkeiten? Eine Patientenverfügung ist die schriftliche Festlegung eines Menschen für den Fall, dass er z. Auch wenn eine Patientenverfügung grundsätzlich sinnvoll ist, hilft sie in Ihrer konkreten Situation aber nicht weiter. Solange Sie nicht verheiratet sind, haben Sie nach einer Trennung keine unterhaltsrechtlichen Ansprüche gegen Ihren Lebenspartner.

Sie sollten versuchen, mit Ihrem Partner über Ihre Situation zu reden und ihm klarzumachen, dass Sie eine gewisse finanzielle Absicherung erwarten. Dies könnte beispielsweise durch eine Ausgleichszahlung für Ihren Einsatz, der Einräumung eines Wohnrechtes oder auch durch die Übertragung eines Anteils am Haus geschehen. Auch möglich wäre ein notarieller Erbvertrag, mit dem Sie sich rechtlich bindend bereits zu Lebzeiten Ihres Lebenspartners eine erbrechtliche Teilhabe an seinem Vermögen bei seinem Tod sichern würden.

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil vom Meine Mutter meint, ihr stünde von dem Grundstück jedoch auch ein Pflichtteil zu. Aus Ihrer Frage geht nicht genau hervor, ob Ihre Mutter von Ihrem Vater enterbt wurde oder ob sie auch Miterbin ist, das Grundstück aber möglicherweise im Wege eines Vorausvermächtnisses oder einer Teilungsanordnung nur den Kindern zugewiesen wurde.

Dieser beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Sofern die Kinder und Ihre Mutter Miterben geworden sind, käme es darauf an, ob das Grundstück im Testament mittels Vorausvermächtnisses oder Teilungsanordnung an die Kinder zugewiesen wurde. Bei einer Teilungsanordnung käme eine Ausgleichspflicht der Kinder gegenüber der Mutter in Betracht, wenn die Kinder aufgrund des Wertes des Grundstücks mehr erhalten hätten, als ihnen nach ihren Erbquoten zustünde.

Bei einem Vorausvermächtnis soll der Erbe das Vermächtnis zusätzlich zu seiner Erbquote erhalten. Leider haben wir nichts Schriftliches fetsgehalten. Ab hat er mir monatliche Rückzahlungen geleistet. Doch jetzt kommt nichts mehr. Mich würde nun interessieren wie hoch man den Zinsesatz ansetzen muss. Mein Bruder meinte, einen Zinseszins gibt es zwischen Privatpersonen nicht. Ein Darlehensvertrag beeinhaltet in der Regel die Verpflichtung des Darlehensnehmers, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen.

Allerdings haben Sie keinen schriftlichen Vertrag geschlossen, was unter Privatpersonen zwar auch nicht Wirksamkeitsvoraussetzung ist, aber zur Rechtssicherheit und Beweisbarkeit der vereinbarten Darlehensbedingungen sehr nützlich gewesen wäre. Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Ihrem Bruder müssten Sie allerdings zunächst einmal den Abschluss des Darlehensvertrages und den von Ihnen behaupteten Inhalt beweisen.

Ihr Bruder könnte bspw. Gelänge Ihnen der Beweis eines Darlehensvertrages, müsste hingegen Ihr Bruder beweisen, dass entgegen dem gesetzlichen Regelbild ein unverzinsliches Darlehen vereinbart wurde. Gegebenenfalls könnte er auch Verjährung einwenden. Eine hat im Jahr Hat die erste Tochter immer noch einen Anspruch auf ihr Erbe und ihren Pflichtteil?

Dies wäre nur dann nicht der Fall, wenn sie einen notariellen Pflichtteilsverzicht unterzeichnet hätte. Sofern Sie dies bei der Zuwendung im Jahr gegenüber Ihrer ersten Tochter bestimmt haben, wird die Schenkung entweder bei der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft wenn Ihre Tochter Miterbin wird oder bei der Höhe des Pflichtteils wenn sie enterbt wird berücksichtigt.

Im ersten Fall muss sich Ihre Tochter den Vorempfang auf den Auseinandersetzungsanspruch am Nachlass anrechnen lassen. Übersteigt der Vorempfang den Wert ihres Erbteils, führt dies aber nicht zu einer Nachschusspflicht. Im zweiten Fall können die Erben die Zahlung eines von der ersten, enterbten Tochter geltend gemachten Pflichtteilsanspruchs um den Wert des Vorempfangs, der noch hinsichtlich des Kaufkraftschwunds bereinigt werden muss und dadurch grundsätzlich höher wird, kürzen.

Diese Nachkommen sind mein Bruder und ich. In dem Haus lebte zuletzt mein Vater 1. OG und mein Bruder mit Frau 2. Das EG ist vermietet. Ich wohne mit meiner Frau seit 39 Jahren ca. Mein Bruder wohnt seit seiner Heirat vor 31 Jahren mit seiner Frau völlig kostenlos dort. Dies hatten unsere Eltern so bestimmt, weil mein Bruder und seine Frau später die Pflege der alten Eltern übernehmen sollten.

Meine Mutter brauchte nur manchmal Hilfe im Haushalt, nahm aber keine Pflege in Anspruch, weil sie vor 5 Jahren sehr plötzlich starb. Mein Vater musste die letzten ca. Jetzt ist unser Vater gestorben. Als Vorerbe konnte Ihr Vater das Haus zunächst grundsätzlich nutzen wie er wollte, es also auch entgeltlich oder unentgeltlich anderen Personen zur Verfügung stellen. Zum anderen sind Sie die Erben Ihres Vaters.

Sie sind somit Miterben an zwei verschiedenen Nachlässen, die gesondert zur verwalten und auseinander zu setzen sind. Die Gewährung freien Wohnens kann unter Umständen als eine ausgleichspflichtige Ausstattung anzusehen sein. Mein Mann hat vor seiner Scheidung einen notariellen Trennungsvertrag mit seiner Exfrau, die nur Hausfrau war, gemacht, demzufolge sie nicht nur das Haus und Unterhalt bekommt, sondern auch ihre Krankenversicherung privat von meinem Mann bezahlt wird.

Der Trennungsvertrag wurde bei der Scheidung übernommen. Für den Fall, dass mein Mann vor seiner Exfrau stirbt, muss ich dann ihre Krankenversicherung weiterbezahlen?

Das würde dazu führen, dass ich von meinem Gehalt bzw. Falls ja, was können wir tun, um das abzuwenden? Der Anspruch auf Unterhalt des geschiedenen Ehegatten ist grundsätzlich von den Erben des Unterhaltspflichtigen zu erfüllen. Das gilt auch, wenn der Erblasser und sein geschiedener Ehegatte eine sogenannte unselbständige Unterhaltsvereinbarung getroffen haben.

Dies ist anzunehmen, wenn die Vereinbarung nur eine gesetzliche Unterhaltspflicht ausgestaltet und konkretisiert. Nur wenn besondere Anhaltspunkte dafür sprechen, ist eine selbständige Unterhaltsvereinbarung anzunehmen, deren erbrechtlicher Übergang strittig ist. Vermutlich handelt es sich hier um eine unselbständige Unterhaltsvereinbarung, wenn, wie im Regelfall üblich, Grund, Höhe, Art und Dauer des von Ihrem Mann zu zahlenden Unterhalts geregelt wurde.

Da der geschiedene Ehegatte durch die Vererblichkeit des Unterhaltsanspruches aber nur in ähnlicher Weise wie bei Fortbestand der Ehe abgesichert sein soll, haften die Erben nicht über einen Betrag hinaus, der dem Pflichtteil entspricht, der dem geschiedenen Ehegatten bei Weiterbestehen der Ehe zugestanden hätte. Sofern die Zahlungsverpflichtung auf Sie und ggf. Die Mutter meines Exmannes ist sehr vermögend. Gesetzliche Erben erster Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers.

An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge sog. Sofern Ihre Schwiegermutter keine abweichende testamentarische oder erbvertragliche Regelung getroffen hat, würden die Schwester Ihres Exmannes die eine Hälfte und die an die Stelle Ihres Exmannes getretenen Kinder die andere Hälfte erben.

Diesen könnten sie gegen den oder die Erben geltend machen. Die drei Töchter meiner Frau aus erster Ehe sollen unser Vermögen erben. Nun ist uns nicht klar, ob denn, wenn ich der Letztverfügende wäre, meine angeheirateten Töchter, die noch ihre leiblichen Vater haben, in vollem Umfang erbberechtigt sind und mit welchen Freibeträgen sie rechnen können.

Neben Barvermögen ist ein Haus auf einem Erbbaugrundstück vorhanden. In dem von Ihnen angedachten sog. Sofern Sie selbst keine eigenen Kinder haben, gäbe es auch keine Pflichtteilsberechtigten, die Pflichtteilsansprüche gegenüber den Stieftöchtern haben könnten.

Sollte Ihre Frau vor Ihnen versterben, könnte bei einem einfachen Berliner Testament jede ihrer Töchter, die dann durch die Einsetzung von Ihnen zum Alleinerben enterbt wäre, Pflichtteilsansprüche gegen Sie geltend machen. Die Tochter verheiratet, 2 kleine Kinder möchte das Haus übernehmen und einziehen.

Der Sohn soll seinen Anteil in Form einer monatlichen Rate ausbezahlt werden das würde sich je nach Höhe rund 20 Jahre hinziehen. Wir sind unsicher, ob das wirklich fair ist und ob nicht irgendwo versteckte Risiken und mögliche Kosten für uns lauern. Ich kenne Ihre finanzielle Situation nicht, grundsätzlich gilt aber, dass Sie nur dann Vermögen wegschenken sollten, wenn Ihre eigene Versorgung gesichert ist.

Da Ihre Ausführungen hierzu nicht ganz eindeutig ist, kommen verschiedene Übertragungsvarianten in Betracht: Dann müsste Ihr Sohn mit seiner Schwester einen fairen Kaufpreis, der ggf.

Im Übrigen hätte jede Gestaltungsvariante steuerliche Auswirkungen, die durchdacht werden müssen. Ich habe gehört, dass Ehepartner vom Erbe des anderen ausgeschlossen sind.

Wir haben keinen Ehevertrag. Wenn ich einen Verwandten Schwester oder Neffe im Grundbuch eintragen lasse, ist der jenige dann automatisch Besitzer wenn ich sterbe und muss keine Steuern zahlen? Sie bringen hier vermutlich Erbrecht und Regelungen zur Berechnung des Zugewinnausgleiches bei Beendigung einer Ehe durch Tod oder Scheidung etwas durcheinander.

Davon zu unterscheiden ist der Zugewinnausgleich. Hier ist es so, dass geerbte Immobilien des einen Ehegatten nur in Höhe eines eventuellen Wertzuwachses Auswirkung auf den Zugewinnausgleichsanspruch des anderen Ehegatten haben. Die lebzeitige Übertragung wäre eine Schenkung, für die Schenkungsteuern anfielen. Dabei stünde Ihrem Verwandten ein Freibetrag von Wie erfolgt hier die Erbteilung bzw. Da die Erblasserin offensichtlich nicht testamentarisch geregelt hat, wer sie beerben soll, kommen die gesetzlichen Regelungen zur Erbfolge zur Anwendung.

Danach sollen neben dem Ehegatten grundsätzlich die nächsten Verwandten Erben werden. Wer dabei zum Zuge kommt, bestimmt sich durch die Zugehörigkeit des Verwandten zu einer sogenannten Ordnung.

Zur ersten Ordnung gehören die Abkömmlinge des Erblassers, zur zweiten seine Eltern und deren Abkömmlinge, also insbesondere Geschwister, Nichten und Neffen. Ein entfernterer Abkömmling tritt erst dann an die Stelle des näheren Abkömmlings, wenn dieser zum Zeitpunkt des Erbfalls weggefallen ist.

Die Cousins und der Neffe 2. Grades Sohn eines Cousins oder einer Cousine gehören der 3. Sofern der Neffe 2. Es gibt kein Testament. Grabrechtsinhaberin eines Urnengrabs ist eine der Schwestern. Dort wurde auch die verstorbene Schwester auf ihren Wunsch hin beigesetzt. Nun gibt es Unstimmigkeiten darüber, wer für die Kosten einer Grabsanierung und der künftigen Grabpflege ausfkommen muss?

Alle Erben oder nur die Schwester als Grabinhaberin? Ein Grabrecht gewährt dem Berechtigten die Befugnis, in der Grabstätte beigesetzt zu werden und gegebenfalls über die Beisetzung anderer in der Grabstätte zu bestimmen. Es wird in den Friedhofs- und Bestattungssatzungen der Gemeinden näher bestimmt. Der Inhaber des Grabrechts ist grundsätzlich auch für die Unterhaltung der Grabstätte verantwortlich. Wird eine Grabstätte vernachlässigt, kann die Gemeindeverwaltung die Grabstätte auf Kosten des Inhabers des Grabrechts in Ordnung bringen oder das Grabrecht entziehen.

Davon zu unterscheiden ist die Frage, für welche Kosten die Erben, die nicht Grabrechtsinhaber sind, aufkommen müssen. Die Kosten einer Beerdigung sind grundsätzlich von den Erben zu tragen. Dazu zählen neben den eigentlichen Kosten der Bestattung unter anderem auch die Kosten zur Herrichtung der Grabstätte, die Erstausstattung des Grabes mit Blumen und Kränzen, die Errichtung eines angemessenen Grabsteines sowie die Bestattungsgebühr der Friedhofsverwaltung und die Kosten zur Verlängerung der Beerdigungsfrist.

Nicht zu den von den Erben zu ersetzenden Beerdigungskosten zählen nach herrschender Meinung hingegen die Kosten für die Grabpflege, sofern dies nicht vom Erblasser per Auflage angeordnet oder zu Lebzeiten von ihm vereinbart wurde.

Jetzt möchte ich meinem Enkel geb. Es besteht überhaupt kein Verkaufs,-bzw. Es ist ein rein ideller. Mit welchen Kosten beim Notar müsste ich rechnen für solch einen Überlassungsvertrag. Oder wäre es evtl. Die Notargebühren sind in der Kostenordnung festgelegt. Erfolgt die Überlassung von Grundbesitz ohne jegliche Gegenleistung des Erwerbers, bestimmt sich der Geschäftswert grundsätzlich nach dem Verkehrswert des Grundstückes. Das ist der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr unter Berücksichtigung aller den Preis beeinflussenden Umstände erzielbar wäre.

Der Wert ist hier ein Ermessenswert, da er sich nicht mathematisch exakt errechnen lässt, sondern vielmehr unter Berücksichtigung der vorgegebenen Anhaltspunkte und unter Mitwirkung der Beteiligten vom Notar geschätzt wird. Für seine Tätigkeit bei der Beurkundung einer Grundstücksschenkung erhält der Notar eine doppelte Gebühr.

Bei einem Geschäftswert von Hinzu kommen gegebenenfalls noch eine halbe Vollzugsgebühr, Auslagen und die Mehrwertsteuer. Hinsichtlich der anfallenden Notargebühren ist es unerheblich, wem Sie das Grundstück schenken.

Schenkungsteuerlich hätte Ihr Sohn einen Freibetrag von Der Vater hat wieder geheiratet und mit seiner neuen Frau ein behindertes Kind, für das er eine Stiftung eingrichtet hat, die seine Frau verwaltet.

Wird ein Abkömmling des Erblassers durch eine Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, kann er von den Erben den Pflichtteil in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils verlangen. Dieser Pflichtteilsanspruch kann nur unter besonderen Bedingungen entfallen, für die hier kein Ansatzpunkt ersichtlich ist. Fraglich ist hier aber zunächst, ob Ihre Nichte überhaupt enterbt werden sollte, ihr Vater also beabsichtigt, ihr in seinem Todesfall nichts zu vermachen.

Möglicherweise hat er ja nur einen Teil seines Vermögens in eine Stiftung eingebracht. Wenn es tatsächlich im Erbfall so wäre, dass Ihre Nichte enterbt wurde, stünde ihr unter Umständen zusätzlich zu ihrem Pflichtteilsanspruch noch ein sogenannter Pflichtteilsergänzungsanspruch zu. Dies wäre der Fall, wenn der Vater der Stiftung zu Lebzeiten eine Zuwendung gemacht hätte, die als Schenkung zu betrachten ist. Dann könnte Ihre Nichte noch einen Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

Dieser Betrag verringert sich aber um jeweils ein Zehntel für jedes Jahr, das die Schenkung vor dem Erbfall zurückliegt. Sind im Erbfall bereits zehn Jahre seit der Schenkung vergangen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt.

Seine beiden Söhne sind als Nacherben eingesetzt. Muss mein Mann ein Testament verfassen bzw. Wie viel Erbschaftsteuer müssen die Söhne nach dem Tod meines Mannes zahlen? Bewohnt wird das Haus durch einen Sohn zur Miete und durch einen Fremdmieter. Vor- und Nacherben beerben beide, wenn auch zeitlich nacheinander, den Erblasser, hier also die Mutter Ihres Mannes.

Mit dem von Ihrer Schwiegermutter letztwillig vorgesehenen Ereignis, das hier vermutlich der Tod Ihres Mannes ist, tritt der Nacherbfall ein. Der Vorerbe hört auf, Erbe zu sein und die Erbschaft fällt den Nacherben an. Erbschaftsteuerlich wird der Nacherbe allerdings grundsätzlich so behandelt, als erbe er vom Vorerben. Darüber hinaus steht jedem Sohn ein persönlicher Freibetrag von Sofern danach noch ein steuerpflichtiger Erwerb übrig bleibt, ist dieser bis Und welche monatlichen wiederkehrenden Leistungen würden sich bei meinem Lebensalter von 65 Jahren errechnen?

Diese Leserrubrik kann eine umfassende steuer- rechtliche Beratung zu einer komplexen Gestaltung wie der von Ihnen geplanten Anteilseinbringung in eine Stiftung nicht ersetzen. Dennoch einige Gedanken dazu: Handelt es sich bei der Stiftung um eine gemeinnützige Stiftung, ist diese von den meisten Steuern befreit.

Bei der Errichtung oder späteren Zustiftung fällt dann keine Erbschaft- oder Schenkungsteuer an. Wer eine gemeinnützige Stiftung errichtet und mit Kapital ausstattet, kann einen Betrag von 1 Mio. Euro als Sonderausgaben bei seiner Einkommensteuer geltend machen.

Eine gemeinnützige Stiftung darf bis zu einem Drittel Ihrer Vermögenserträge für den angemessenen Unterhalt des Stifters verwenden, der Empfänger muss diese Leistungen aber auch versteuern. Bei der lebzeitigen Übertragung von Vermögen auf eine nicht gemeinnützige Stiftung fällt hingegen grundsätzlich Schenkungsteuer an. Der Wert der Zuwendung bestimmt sich nach dem neuen Erbschaftsteuerrecht grundsätzlich nach deren Verkehrswert, der grundsätzlich nicht mehr nach dem Stuttgarter Verfahren ermittelt wird.

Möglicherweise kommt für die Übertragung der GmbH-Anteile auch die Steuerbefreiung von begünstigtem Betriebsvermögen in Betracht, wozu diverse Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Ihrem Sohn stünde überdies ein persönlicher Freibetrag von Bis zu diesem Wert bliebe die Schenkung der Anteile an ihn steuerfrei. Wie können wir dennoch diesen Verkehrswert ermitteln?

Sollte innerhalb von 10 Jahren nach dem Erbe der Flächennutzungsplan dahingehend geändert werden, dass es sich um baureifes Land handelt, ist dann damit zu rechnen, dass Spekulations- oder andere Steuer nachzuzahlen ist?

Es gibt grundsätzlich mehrere Verfahren, den Verkehrswert einer Immobilie festzustellen. Im von Ihnen geschilderten Fall kommt wohl nur das sogenannte Sachwertverfahren, bei dem die Ermittlung des Grundbesitzwerts durch Addition des getrennt zu ermittelnden Bodenwerts und des Gebäudesachwertes erfolgt. Der Gebäudesachwert wird dabei anhand verschiedener Kriterien wie Gebäudeklasse, Baujahr und Ausstattungsstandard ermittelt.

Liegt zur Ermittlung des Bodenwerts kein Bodenrichtwert vor und kann ein solcher auch nicht ermittelt werden, weil Vergleichskaufpreise nicht vorliegen, z. Bauerwartungsland zu berücksichtigen ist.

Zur Ermittlung könnten Sie einen Sachverständigen hinzuziehen. Da der Verkehrswert grundsätzlich der Preis ist, der im Zeitpunkt der Ermittlung erzielt werden kann, würde sich der "wirkliche" Verkehrswert auch durch einen bestmöglichen Verkauf des Hauses zeigen.

In Ihrem Fall kommt eine "Spekulationssteuer" daher wohl nicht in Betracht. Wie sieht es aber mit Betrag zum Erwerb einer Immobilie oder anderen Sachwerten aus - insbesondere die gezahlten Schuldzinsen? Ist dies nicht ein "negativer" gemeinsamer Zugewinn, bzw. Erwerben Eheleute mittels Fremdkapital gemeinsam eine Immobilie, insbesondere um sie mit ihrer Familie zu bewohnen und übernimmt der allein verdienende Ehegatte die Zahlung der Zins- und Tilgungsraten, während der andere den Haushalt führt, so ist darin in der Regel keine möglicherweise auszugleichende Schenkung des einen an den anderen Ehegatten zu sehen.

Zins- und Tilgungszahlungen werden dann als sogenannte ehebezogene Zuwendungen im Falle der Scheidung der Ehe bei Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft grundsätzlich nur nach den Regeln über den Zugewinnausgleich ausgeglichen.

Dabei wird das jeweilige Anfangs- und Endvermögen der Ehegatten während der Zugewinngemeinschaft verglichen und derjenige Ehegatte, der den höheren Zugewinn erzielt hat, ist in Höhe der Hälfte der Differenz zum Zugewinn des anderen Ehegatten ausgleichspflichtig. Eine darüber hinausgehende Korrektur käme nur in extremen Ausnahmefällen in Betracht, wenn das güterrechtliche Ergebnis ohne Korrektur schlechthin unangemessen und untragbar wäre.

Wir leben von meiner Rente. Er hat aus 1. Ehe 2 erwachsene, vermögende Kinder. Wie kann man sie zur Hilfe für ihren Vater heranziehen?

Die Kinder sagen sie wüssten, dass, wenn ich auch 70 J. Müssten wir uns scheiden lassen was wir nicht wollen , oder genügt getrennt leben, ginge das auch in der jetzigen Wohnung? Im übrigen haben wir einen Ehevertrag, nach dem wir im Falle einer Scheidung auf gegenseitigen Unterhalt, auch in der Not, verzichtet haben. Sozialhilfe erhält unter anderem nicht, wer ausreichendes eigenes einzusetzendes Einkommen oder Vermögen hat oder wer die erforderliche Hilfe von anderen erhalten kann, weil er zum Beispiel Unterhaltsansprüche gegen andere hat.

Ehegatten gelten bezüglich des von ihnen einzusetzenden Einkommens und Vermögens als Bedarfsgemeinschaft. Es werden also die Vermögenswerte beider Ehegatten berücksichtigt. Ein Unterhaltsverzicht zwischen Eheleuten hinsichtlich des Unterhalts bei Getrenntleben ist nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches unwirksam. Für den Fall der Ehescheidung können Ehegatten zwar grundsätzlich Vereinbarungen bezüglich des nachehelichen Unterhalts treffen und prinzipiell auch auf Unterhalt für die Zukunft verzichten, was Sie ja in Ihrem Ehevertrag getan haben.

Dies käme in Ihrem Fall möglicherweise in Betracht, wenn Sie sich nur sozusagen pro forma scheiden lassen würden, um Ihre als Ehegatten bestehende gegenseitige Unterhaltspflicht auf andere abzuwälzen. Im Übrigen halte ich dies auch moralisch für bedenklich. Erst wenn die Mittel des Ehegatten erschöpft sind, haften die Kinder für den Unterhalt des bedürftigen Elternteils.

Ich habe bisher als einzige verzichtet und habe die Befürchtung, dass ich über den Tisch gezogen werde, es wird jeder einzeln zum Notar mit meinen Eltern gehen und keiner hat Akteneinsicht. Die Firma bekam mein Bruder und nochmal Darf der Notar mit dieser Aussage nur mich unterschreiben lassen oder muss er darauf bestehen, dass die anderen, wie besprochen, auch verzichten müssen? So werden beispielsweise spätere unerwartete Vermehrungen des Vermögens des Erblassers nicht mehr zugunsten des Verzichtenden berücksichtigt.

Der Verzichtende muss abwägen, ob er seine gesetzlichen Ansprüche für den zukünftigen Erbfall behält oder lieber gegen eine sofortige Gegenleistung auf künftige Ansprüche verzichtet. Da der Erbverzicht einen Vertrag zwischen Erblasser und Verzichtendem darstellt, ist er einseitig unwiderruflich. Der Notar beurkundet den Verzichtsvertrag zwischen Erblasser und Verzichtendem, wobei gleichzeitige Anwesenheit der Beteiligten nicht erforderlich ist.

Auf die Einhaltung interner Abreden der Famile des Erblassers muss er nicht bestehen. Sofern "Geschäftsgrundlage" Ihres Verzichtes war, dass Ihre Geschwister unter den von Ihnen beschriebenen Bedingungen auch einen Erbverzicht abgeben und dies nicht zutrifft, könnte möglicherweise eine Anfechtung Ihres Verzichts wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung für Sie in Betracht kommen.

Dazu bedürfte es aber einer eingehenderen Prüfung, zu der Sie gegebenenfalls anwaltliche Hilfe hinzuziehen sollten. Immerhin haben Sie doch bei Unterzeichnung des Verzichts gewusst, was Sie als Gegenleistung dafür erhalten. Eine einvernehmliche notarielle Aufhebung des Erbverzichts zwischen Ihnen und Ihren Eltern wäre natürlich ebenfalls möglich. Wird ein Abkömmling durch eine Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, kann er von den Erben seinen Pflichtteil - das ist ein Geldanspruch - verlangen.

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Zwischen ehelichen und unehelichen Kindern wird grundsätzlich nicht mehr unterschieden, wenn die Vaterschaft förmlich festgestellt ist. Dennoch würden Sie durch eine testamentarische Erbeinsetzung Ihrer Kinder und damit eine Enterbung der unehelichen Kinder erreichen, dass den unehelichen Kindern Ihres Sohnes nur die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils zukommt und, was ebenfalls sehr wichtig ist, vermeiden, dass diese eine streitträchtige Erbengemeinschaft mit Ihren Kindern bilden.

Der Saldo auf dem Bausparkonto entspricht derzeit in etwa dem Pflichtteil. Wird bei meinem Tod das Bausparkonto automatisch auf den Pflichtteil angerechnet, oder müssen wir die Anrechnung ausdrücklich im Testament festlegen? Durch ein Berliner Testament, bei dem sich die Ehegatten gegenseitig als Alleinerben und ihre Kinder erst als Schlusserben nach dem längerlebenden Ehegatten einsetzen, kommt es im ersten Erbfall zu einer Enterbung des Kindes.

Diesem steht dann grundsätzlich ein Pflichtteilsanspruch - das ist ein Geldanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils - gegen den noch verbliebenen Elternteil zu. Bei dem Bausparvertrag haben Sie vermutlich die Konstruktion eines sogenannten Vertrages zugunsten Dritter gewählt. Hierbei erwirbt der Begünstigte den Anspruch aus dem Bausparvertrag im Todesfall unmittelbar und nicht über den "Umweg" des Nachlasses.

Wenn keine Anrechnung des Bausparvertrages auf den Pflichtteil bestimmt ist, könnte Ihr Kind die Leistungen aus dem Bausparvertrag also zusätzlich zum vollen Pflichtteilsanspruch erlangen. Eine Anrechnungsbestimmung muss vor oder spätestens bei der Zuwendung getroffen werden, aus Beweissicherungsgründen am besten schriftlich.

Eine nachträgliche Anrechnungsbestimmung im Testament ist nicht möglich. Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihr Kind im ersten Todesfall Pflichtteilsansprüche geltend macht, könnten Sie auch an Pflichtteilsstrafklauseln im Testament denken.

Haben Sie auch bedacht, was passiert, wenn Ihre Frau und nicht Sie erst versterben? Sie ist bei ihrer Mutter aufgewachsen und hatte nie Kontakt zum Vater. Beide Elternteile leben noch.

Kann sie damit später, durch die Mieteinnahmen in der Lage, zu evtl. Unterhaltszahlungen für ihren leiblichen Vater herangezogen werden? Das Gesetz sieht nur wenige Ausnahmefälle vor, in denen eine Beschränkung oder ein Wegfall der Unterhaltsverpflichtung in Betracht kommt. So können beispielsweise grobe Vernachlässigungen der eigenen Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind zur Versagung von Unterhalt bei späterer eigener Bedürftigkeit führen.

Eine "eingeschlafene" oder nicht bestehende Beziehung zwischen Kind und Eltern reicht hingegen grundsätzlich nicht aus. Die Adoption eines Volljährigen ist nur möglich, wenn dies sittlich gerechtfertigt, was insbesondere dann der Fall ist, wenn zwischen Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis besteht, zumindest muss dies zu erwarten und die Absicht zu seiner Begründung auf beiden Seiten vorhanden sein.

Eine Adoption eines Erwachsenen aus rein wirtschaftlichen Motiven - wie beispielsweise der Ersparnis von Erbschaftsteuer - ist jedenfalls nicht möglich. Selbst wenn in Ihrem Fall das Familiengericht einer Adoption zustimmen würde, bliebe dadurch aber die Unterhaltspflicht gegenüber dem leiblichen Vater bestehen. Um der jungen Frau etwas vererben zu können, müssen Sie diese auch nicht adoptieren, es genügt ein Testament. Der Stiefsohn meines verstorbenen Mannes aus erster Ehe, hatte damals, um eine Immobile zu finanzieren, uns als Bürgen bei der Sparkasse angegeben.

Um diese Finanzierung schneller zu tilgen gaben wir ihm nochmals Geld - insgesamt Darauf haben wir uns Schuldscheine mit einem Zinssatz von 15 Prozent geben lassen. Meine Rente reicht nicht aus, um in ein Altersheim zu gehen und eigentlich wollte ich die Schuldscheine als Ausgleich nehmen.

Was kann ich tun? Seit ist der Offenbarungseid gesetzlich durch die eidesstattliche Versicherung ersetzt worden, wird aber landläufig noch so bezeichnet.

Betreibt ein Gläubiger gegen einen Schuldner die Zwangsvollstreckung und führt die Pfändung durch den Gerichtsvollzieher nicht zur vollständigen Befriedigung des Gläubigers oder verweigert der Schuldner dem Gerichtsvollzieher die Durchsuchung seiner Wohnung, kann der Gläubiger den Schuldner zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung zwingen lassen. Der Schuldner hat ein vollständiges Vermögensverzeichnis über sein gesamtes Vermögen vorzulegen und zu Protokoll an Eides statt zu versichern, dass er die Angaben darin nach bestem Wissen und Gewissen richtig und vollständig gemacht habe.

Die Abgabe der eidesstattliche Versicherung wird im sog. Schuldnerverzeichnis eingetragen und bei den Amtsgerichten für ihren jeweiligen Gerichtsbezirk geführt. Allein aus der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ergibt sich zwar noch nicht, dass Sie Ihr Geld nicht mehr wiedersehen, sie gibt aber Hinweise auf eine schlechte Bonität Ihres Stiefsohnes.

Je nachdem, was Sie hinsichtlich der Rückzahlungsmodalitäten über die Wenn er nicht dazu bereit ist, müssten Sie zur Durchsetzung Ihrer Forderung zunächst versuchen, mittels Mahnbescheid oder Gerichtsurteil einen Titel gegen ihn zu erlangen, aus dem Sie dann die Zwangsvollstreckung betreiben könnten. Ich bringe ein Einfamilienhaus mit in die Ehe, das zur Hälfte abbezahlt ist und das wir zu zweit bewohnen.

Wie stellt sich die Erbsituation dar, sollte ich sterben, bevor meien Kinder volljähriig sind? Und was ist danach. Ich auch die Tochter meiner jetzigen Frau erbberechtigt? Könnte ich bestimmte Verfügungen treffen, die Erbregelung in Hinblick auf meine Immobilie meine Ex-Frau wurde damals ausbezahlt?

Dies können Sie entweder selbst in einem von Ihnen handschriftlich verfassten oder in einem notariellen Testament verfügen. Beim notariellen Testament hat der Notar zu veranlassen, dass das Testament unverzüglich in besondere amtliche Verwahrung beim Amtsgericht gebracht wird. Wer es nach Ihrem Tod findet, ist verpflichtet, es beim Nachlassgericht abzuliefern. Wollen Sie sichergehen, dass Ihr privatschriftliches Testament auch gefunden wird und der Finder es nicht "verschwinden" lässt, können Sie es auch bei jedem Amtsgericht in Verwahrung geben.

Die Kosten der Hinterlegung bestimmen sich nach dem Nachlasswert. Sie können sich hinterlegte privatschriftliche Testamente jederzeit vom Verwahrungsgericht zurückgeben lassen.

Das Testament behält seine Gültigkeit. Im Gegensatz dazu wird ein notarielles Testament durch eine Rücknahme aus der Verwahrung unwirksam. Die Erbschaftsteuer bemisst sich nach dem Wert der Bereicherung des Erwerbers. Der Wert des Wohnrechts ihre Nichte bemisst sich dabei nach einem von ihrem Alter abhängigen Kapitalwert.

Beiden steht ein Freibetrag von Mein Mann 80 meint, wenn er mich überlebt, dann könnte es durchaus sein, dass er geistig evtl. Ist es möglich, dass er für diesen Fall - er überlebt mich und ist geistig nicht mehr fit - vorausschauend ein Testament beim Nachlassgericht hinterlegt? Es kommt also zunächst dararuf an, was genau Sie und Ihr Mann im Erbvertrag geregelt haben, da sich danach bestimmt, inwieweit Sie jeweils weitere Regelungen in einem neuen Testament treffen können.

Grundsätzlich wären sogenannte wechselbezügliche Anordnungen nach dem Tod eines Ehegatten nicht mehr änderbar, es sei denn, dies wäre entsprechend geregelt worden. Das beträfe solche Regelungen, die in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis stehen, bei denen also der eine Ehegatte eine Anordnung mit Rücksicht auf die Verfügung des anderen Ehegatten getroffen hat.

Haben sich Ehegatten beispielsweise gegenseitig als Alleinerben und ihre Abkömmlinge als Schlusserben nach dem länger lebenden Ehegatten eingesetzt, kann der länger Lebende nicht mehr zu Lasten der Kinder letztwillig verfügen und einen neuen Lebensgefährten als Erben einsetzen, da die Einsetzung der Kinder wechselbezüglich war.

Sofern Sie in Ihrem Erbvertrag keine weiteren Regelungen getroffen haben und sich nur gegenseitig als Alleinerben eingesetzt haben, kann Ihr Mann schon jetzt ein wirksames Testament erstellen. Denn wenn Sie bei seinem Tod nicht mehr leben, können Sie durch seine testamentarischen Regelungen als im Erbvertrag Bedachte auch nicht beeinträchtigt sein. Stirbt er zuerst, gilt hingegen grundsätzlich die Regelung des Erbvertrages, wonach Sie Alleinerbin werden.

Erbvorschüsse aus vergangenen Jahren, die auf die zukünftige Erbschaft angerechnet werden sollten, werden meines Wissens neuerdings anders behandelt. Was kann man tun, um zwischen Erblasser und Erben die ursprüngliche beabsichtigte Wirkung, d. Meine Frau und ich wollen ein Testament so verfassen, dass unsere Kinder aus verschiedenen Ehen erst dann in den Genuss der jeweiligen Erbschaft kommen, wenn wir beide verstorben sind. Was muss man tun?

Die ursprünglich geplante Gesetzesänderung, dass die Anrechnung von lebzeitigen Schenkungen auf den Pflichtteil des Beschenkten oder die Ausgleichung von Schenkungen unter Abkömmlingen auch noch nachträglich im Testament getroffen werden kann, wurde überraschenderweise aber nicht umgesetzt.

Es ist daher weiterhin so, dass eine nachträgliche Anrechnungsbestimmung oder Ausgleichungsanordung im Testament nicht zulässig ist. Dies muss wie bisher also spätestens bei der Schenkung zwischen Schenker und Beschenktem vereinbart werden und sollte aus Beweissicherungszwecken schriftlich geschehen. Sie könnten ein sog. Bei der Formulierung eines Testamentes müssen die individuellen Gestaltungsziele der Erblasser berücksichtigt werden, so dass Formulierungsbeispiele den Rahmen dieser Rubrik sprengen würden.

So wäre zum Beispiel zu bedenken, dass die Kinder des Erstversterbenden nach dessen Tod Pflichtteilsansprüche geltend machen könnten und diese das mögliche Gestaltungsziel der Absicherung des überlebenden Ehegatten massiv gefährden könnten.

Auch sollte bedacht werden, inwieweit der längerlebende Ehegatte berechtigt sein soll, die Regelungen des gemeinschaftlichen Testaments abzuändern, wenn sich beispielsweise ein Kind später schlecht gegenüber ihm verhält oder er einen neuen Lebenspartner findet.

Weitere Gestaltungsfelder des Testaments könnten die Sicherung des Ausbildung- Unterhalts der Stiefkinder oder die Ausschaltung von Erbansprüchen des geschiedenen Ehegatten sein.

Genügt hierfür ein handschriftlicher Vermerk auf dem offiziellen Testament? Wo werden solche Verfügungen aufbewahrt? Und für wen würde wie viel Erbschaftsteuer anfallen? Diese Immobilie haben wir gemeinsam während unserer Ehe erworben. Jedoch aus steuerlichen, taktischen Gründen wurde das Anwesen nur auf den Namen meiner Frau im hiesigen Grundbuchamt eingetragen.

Der momentane Wert liegt zur Zeit bei ca Sofern es sich bei dem Haus im Wesentlichen um das gesamte Vermögen Ihrer Gattin handelt, wäre dies nach derzeitiger Rechtslage aus erbschaftsteuerlichen Gesichtspunkten unproblematisch, da schon die allgemeinen Freibeträge für Sie Problematischer wäre dann, dass Sie und Ihr Sohn dann eine Miterbengemeinschaft bilden würden, bei der jeder mit seiner Erbquote an dem Haus beteiligt ist.

Das gleiche würde auch gelten, wenn Sie und Ihr Sohn in einem Testament einfach nur je zur Hälfte als Erbe eingesetzt würden. Ihr Sohn könnte die Auseinandersetzung der Miterbengemeinschaft verlangen, was dazu führen würde, dass Sie ihn gegebenenfalls gegen Übertragung seines Anteils am Haus auszahlen müssten.

Wenn dies für Sie nicht möglich bzw. Um diese Situation zu vermeiden, sind verschiedene Ansätze denkbar, die im Einzelnen aber von Ihren Wünschen und Ihrer persönlichen und finanziellen Situation abhängen. Zu denken wäre hier beispielsweise an eine lebzeitige Übertragung des Familienheims oder eines Anteils daran an Sie. Überdies könnte Ihre Frau Ihnen auch ein lebenslanges Wohnrecht einräumen. Wir haben ein gemeinschaftliches Testament erstellt und uns gegenseitig als alleinige, vollkommen befreite Erben eingesetzt.

Bekanntlich fällt in diesem Fall zwei Mal Erbschaftssteuer auf das Vermögen des Erstversterbenden an. Muss eine gewisse Zeitspanne zwischen den beiden Sterbefällen liegen, damit das zweite Mal Steuer nicht anfällt? Sie haben Recht, dass bei der von Ihnen gewählten sog. Einheitslösung das Vermögen des Erstversterbenden in das Vermögen des Überlebenden übergeht und damit das Vermögen des Erstversterbenden zunächst beim überlebenden Ehegatten, dann bei dessen Erben noch einmal mit Erbschaftsteuer belastet wird, wenn die Freibeträge nicht ausreichen.

Wenn Ehegatten gleichzeitig sterben, überlebt kein Ehepartner den anderen, es fällt auch insofern keine "doppelte" Erbschaftsteuer an. Auch wenn Ehegatten beispielsweise aufgrund eines Unfalles kurz hintereinander sterben, erbt der längerlebende Ehegatte vom anderen und auf diesen Erwerb fällt grundsätzlich Erbschaftsteuer an.

Mit einer sogenannten Katastrophenklausel im Testament kann diese steuerliche Folge gegebenenfalls verhindert werden. Damit könnte man die Abkömmlinge der Ehegatten als Vorerben, den länger lebenden Ehepartner als Nacherben einsetzen, wobei der Nacherbfall nur eintritt, wenn der Ehepartner einen bestimmten Zeitraum überlebt. Der Bruder übernahm das Elternhaus mit Geschäft. Der Vater starb und als die Mutter ins Altersheim kam, wurde uns noch von der Bank versichert, dass sich das Testament in ihren Händen bzw.

Als dann die Mutter starb, wurde uns mitgeteilt, dass die Raiffeisenbank im Lauf der Jahre das Aufbewahren von Testamenten aufgegeben hatte und die Testamente zurückgegeben wurden. Post hätte aber an den Betreuer meiner Schwiegermutter, einen Rechtsanwalt, gehen müssen.

Was können wir tun? Das bedeutet, dass diese als Miterben gemeinschaftlich zu gleichen Teilen am Nachlassvermögen der Mutter beteiligt sind. Ich denke, dass Sie vermuten, dass die Mutter in ihrem Testament aber eine andere Regelung zugunsten Ihres Mannes getroffen hätte. Je nachdem, ob Ihr Schwager das Elternhaus mit Geschäft seinerzeit von den Eltern geschenkt bekam oder entgeltlich erworben hat und abhängig davon wie die Erbfolge beim Tod des Vaters ausgestaltet war, wäre eine testamentarische Regelung durch die Mutter möglicherweise "gerechter" gewesen.

Sofern Sie aber nicht wissen und auch nicht nachweisen können, ob und welche Regelung die Mutter tatsächlich getroffen hat, können Sie weder eine von der gesetzlichen Erbfolge abweichende Regelung gegenüber Ihrem Schwager beanspruchen, noch Ansprüche gegenüber der Bank oder dem Betreuer geltend machen. Denn Sie können ja keinen Schaden nachweisen, der Ihrem Mann möglicherweise durch das "Verschwinden" des Testamentes entstanden ist. Grundsätzlich ist daher zu empfehlen, ein handschriftliches Testament beim Amtsgericht zu hinterlegen, um sicherzustellen, dass es im Todesfall auch vorliegt und eröffnet wird.

Leider möchte er seinen Erbteil ausbezahlt bekommen. Wie hoch ist sein Anspruch wenn wir das Vermögen an den Älteren überschreiben? Unser Barvermögen beläuft sich auf Zunächst einmal gibt es keinen gesetzlichen Anspruch eines potenziellen Erbens auf eine Auszahlung seines Erbteils zu Lebzeiten des Erblassers.

Wenn Sie lebzeitig Vermögen wie bspw. Sie könnten - aber müssen nicht - im Übergabevertrag vereinbaren, dass der beschenkte Sohn an seinen Bruder eine Ausgleichszahlung leisten muss. Bevor Sie aber lebzeitig Vermögen wegschenken, sollten Sie noch einmal gut überlegen, ob das Ihnen verbleibende Vermögen für Altersvorsorge und eventuelle Pflegekosten wirklich noch ausreicht.

Die eigene Versorgung sollte immer im Vordergrund stehen. Je nach Art der Zuwendungen, die Sie Ihrem älteren Sohn gemacht haben und ob Sie bei der Zuwendung eine spätere Ausgleichung angeordnet haben oder nicht, könnte der jüngere Sohn möglicherweise noch Ausgleichung von seinem Bruder als Miterben fordern.

Wenn Sie Ihren jüngeren Sohn testamentarisch enterben würden, hätte er im ersten Erbfall nur einen Plichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Der Pflichtteil ist ein Geldanspruch, der von den Erben zu erfüllen ist. Sofern vor dem Erbfall eine Schenkung an den älteren Sohn erfolgte und diese dann noch keine zehn Jahre zurückliegt, würde diese Schenkung im Rahmen des sog.

Pflichtteilsergänzungsanspruches zeitanteilig den Pflichtteilsanspruch erhöhen. Meiner Tochter habe ich vor einigen Jahren ein Baugrundstück übertragen. Bei der Übergabe hat Sie für sich und ihre Abkömmlinge auf den Pflichtteilsanspruch verzichtet.

Mein Restvermögen möchte ich meinem 2. Kind und anderen Personen vererben. Nun meine Frage an Sie: Hat meine Tochter bei meinem Ableben noch einen gesetzlichen Erbanspruch? Nach dem deutschen Pflichtteilsrecht haben Abkömmlinge, Eltern und Ehegatten eines Erblassers einen Pflichtteilsanspruch, wenn sie durch ein Testament oder einen Erbvertrag von ihrem gesetzlichen Erbrecht ausgeschlossen, also enterbt werden. Dies gilt aber insbesondere dann nicht, wenn der Pflichtteilsberechtigte auf seinen Pflichtteil verzichtet hat.

Der Pflichtteilsverzicht bedarf der notariellen Beurkundung und wird vom Verzichtenden gegenüber dem künftigen Erblasser erklärt. Es steht Ihnen aber selbstverständlich frei, ihr dennoch etwas zu vererben. Die Frage des Erbens aufgrund eines Testaments beim Ableben eines von uns beiden sind grundsätzlich klar.

Doch ab welchem Betrag der Immobile muss Erbschaftssteuer geazhlt werden? Oder fällt gar keine an? Und besteht die Möglichkeit, den eigenen Eigentumsanteil zu Lebzeiten durch Schenkung an meine Schwester bzw.

Was hätte dies für Auswirkungen? Sie denken darüber nach, den jeweiligen Miteigentumsanteil zu Lebzeiten an Ihre Schwester bzw. Ihres Mannes oder - sofern noch vorhanden - eines Elternteiles oder weiterer Geschwister gemacht haben. Zur Erbschaft- und Schenkungsteuer: Ist dieser Wert nicht höher als Bei einem Wert bis Die gleichen Werte gelten auch, wenn Sie den Eigentumsanteil zu Lebzeiten verschenken. Allerdings sollten Sie in diesem Fall testamentarisch regeln, dass der Schenker nicht wieder Erbe des Beschenkten wird, da sonst zusätzlich noch Erbschaftsteuer auf den Wert der gesamten Immobilie anfiele, wenn der Beschenkte zuerst stirbt.

Wir haben eine gemeinsame Tochter. Wie verhält es sich im Erbfall, wenn einer von uns beiden stirbt? Wir haben kein Testament. Dieser gesetzliche Regelfall kann jedoch durch eine Regelung im Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden, wonach die Gesellschaft bei Tod eines Gesellschafters fortgesetzt wird sog.

Allerdings muss eine GbR aus mindestens zwei Gesellschaftern bestehen. Sie als Gesellschafter können aber im Gesellschaftsvertrag mit einer sog. Nachfolgeklausel die Vererblichkeit des Gesellschaftsanteils vereinbaren oder haben dies vielleicht bereits getan. Der Gesellschaftsanteil geht dann mit Tod des Gesellschafters auf die Erben über, Gesellschafter wird jeder Miterbe einzeln entsprechend seiner Miterbenquote.

Wer nachfolgeberechtigter Erbe ist, bestimmt sich, wenn kein Testament vorliegt, nach den gesetzlichen Regelungen zur Erbfolge. Das wären hier der überlebende Ehegatte und Ihre Tochter. Bestehen beim Tod eines Ehegatten-Gesellschafters keine gesellschaftsvertraglichen Nachfolgeregelungen, erfolgt wie gesagt die Auflösung der GbR, die dann abgewickelt wird. Die Erben und der verbliebene Gesellschafter werden Gesellschafter der Liquidationsgesellschaft mit einem Anspruch auf das Auseinandersetzungsguthaben.

Bei einer Hausübergabe können und sollten Sie jedoch vor allem durch Rückforderungsvorbehalte in der Übergabevereinbarung sogenannte Störfallvorsorge betreiben. So können Sie sich bspw. Auch andere Rückforderungsvorbehalte sind denkbar, wie z.

Rückforderungsrechte können mittels einer Rückauflassungsvormerkung grundbuchrechtlich gesichert werden. Dafür hat er meine Nichte und meinen Sohn als Alleinerben eingesetzt. Zwei Monate später, im Jan. Ist diese sogenannte Schenkung dem Pflichtteil wieder zuzurechnen und ergibt sich daraus eine Aufteilung von Euro 7.

Sofern Sie keinen notariellen Pflichtteilsverzicht erklärt haben, steht Ihnen und Ihrem Bruder ein Pflichtteilsanspruch zu. Dieser beträgt, wenn sie beide nach gesetzlicher Erbfolge Alleinerben gewesen wären, je ein Viertel. Daneben kommt hier ein sogenannter Pflichtteilsergänzungsanspruch in Betracht.

Damit soll der Pflichtteilsberechtigte dagegen geschützt werden, dass der ordentliche Pflichtteil durch lebzeitige Schenkungen des Erblassers ausgehöhlt wird. Das Gesetz gewährt bei solchen Schenkungen dem Pflichtteilsberechtigten einen Anspruch gegen die Erben, hilfsweise gegen den Beschenkten. Dazu wird das Geschenk zunächst dem Nachlass hinzugerechnet und dann aus dem so ergänzten Nachlasswert der Pflichtteilsanspruch berechnet. Die durch die Erbrechtsreform eingeführte "pro-rata-Lösung", wonach länger zurückliegende Schenkungen nur anteilig berücksichtigt werden, gilt erst für Erbfälle nach dem Miterben haften für gemeinschaftliche Nachlassverbindlichkeiten als Gesamtschuldner.

Sie und Ihr Bruder als Pflichtteilsberechtigte könnten daher grundsätzlich sowohl lediglich gegenüber einem Miterben als auch gegenüber der Erbengemeinschaft bestehend aus Ihrem Sohn und Ihrer Nichte hinsichtlich des vollen Pflichtteilsanspruchs vorgehen. Untereinander haften die Erben aber grundsätzlich zu gleichen Anteilen. Bei Modellen ist die maximal mögliche Ladeleistung beim Wechselstrom-Laden fahrzeugseitig begrenzt und auch Schnellladeverfahren mit Gleichstrom wer- den nicht von allen Fahrzeugen unterstützt.

Nutzfahrzeuge Ebenso wie im Pkw und Zweiradbereich gilt auch für das Segment der Nutzfahrzeuge, dass reine Stromer und Hybrid-Fahrzeuge zunehmend das Angebot an Verbrennerfahrzeugen ergänzen und auch im Alltagsbetrieb genutzt werden. Aufgrund der Planbarkeit der feststehenden Routen bieten sich bei den Elektrobussen besondere Ladeverfahren an, um die not- wendigen Reichweiten im Fahrbetrieb ohne lange Standzeiten zu erreichen. Neben dem Laden auf dem Betriebshof können stecker- und kabellose Schnellladeverfahren mit einer Ladeleistung von mehreren Hundert Kilowatt in kurzen Intervallen an den End- Haltestellen eingesetzt wer- den.

Möglich ist dies zum einen kontaktlos mittels Induktionsladen oder aber durch das Ausfahren von im Bus angebrachten Stromabnehmern an den Haltestellen. Neben den ökologischen Vorteilen weisen Elektrobusse gegenüber Verbrennern deutliche Vorteile bei den Kraftstoff- und Wartungs- kosten auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Lösungen für den lokalen und regionalen Einsatz, wie sie beispielsweise bereits von Kurier-, Express- und Paketdiensten oder von Handwerkern genutzt werden.

Erste Modelle für die Langstrecke sind zwar bereits verfügbar, führen jedoch ein Nischen- dasein, da das hohe Fahrzeuggewicht und die benötigte Traktionsleistung von Sattelzugmaschinen starke Batteriebänke erfordern, um ausreichende Reichweiten zu garantieren. Der Vorteil ist eine Reduktion der lokalen Luftverschmutzung und ein deutlich niedriger Energieverbrauch durch den Einsatz von Elektromotoren.

Die Fahrzeuge, die dort zum Einsatz kommen, sind als Hybrid-Lkw kon- zipiert, damit die Fahrzeuge auch ohne Oberleitung den Fahrtbetrieb fortsetzen können. Investitions- und Betriebskosten Die anfänglichen Fixkosten bei der Fahrzeuganschaffung fallen bei der Elektromobilität höher aus als bei jeweils vergleichbaren Fahrzeugkonzepten, die beispielsweise auf klassische Verbrennungs- motoren oder wie beim Fahrrad auf Muskelantrieb setzen.

Noch- mals deutlich günstiger wird der Fahrbetrieb, wenn der Strom für das Fahrzeug aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, wo derzeit für Aufdachanlagen Stromgestehungskosten von rund 10 bis 12 Cent möglich sind. Das Zusammenwirken von hohen Fixkosten und niedrigen variablen Kosten führt dazu, dass ein sinnvoller Kostenvergleich der konkurrierenden Ansätze nur dann möglich ist, wenn die Gesamt- kosten des Betriebs ermittelt werden. Dabei zeigt sich, dass die verschiedenen Antriebsarten sich bei den Verläufen für die Gesamtkosten unterscheiden.

Grundsätzlich lässt sich daraus ableiten, dass mit steigender jährlicher Fahrleistung die Kostenvorteile der Elektromobilität zunehmen und die durchschnittlichen Kilometerkosten sinken. Reichweite und Verbrauch Die Reichweite eines strombetriebenen Fahrzeugs ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Batte- riekapazität in Kilowattstunden und dem Energieverbrauch des Fahrzeugs, der in verbrauchten Kilowattstunden je km erfasst wird. Somit steigt die Reichweite des Fahrzeugs mit zunehmen- der Batteriekapazität und sinkt mit zunehmendem Leistungsbedarf.

Ebenso wie bei Verbrennungsmotoren liegt der tatsächliche Ener- giebedarf auch bei Elektrofahrzeugen in der alltäglichen Fahrpraxis deutlich über diesen Werten, sodass bei den tatsächlich erzielbaren Reichweiten ein Abschlag vorgenommen werden muss. Zum einen nimmt im Winter temperaturbedingt die Kapazität und Leitfähigkeit des Batteriespeichers saisonal ab und erhöht sich erst wieder mit steigenden Tem- peraturen.

Des Weiteren kann beim Elektrofahrzeug nicht die Abwärme des Verbrennungsmotors zum Enteisen der Scheiben und zum Beheizen des Fahrzeuginnenraums genutzt werden, sodass die Batterie auch dafür Strom bereitstellen muss, was sich negativ auf die Reichweite auswirkt. Je nach Modell liegt der Leistungsbedarf für die Heizung bei bis zu 5 kW.

Der Einsatz einer Wärmepumpe im Fahrzeug oder das Vorheizen, solange das Fahrzeug noch an der Ladestation angeschlossen ist, können jedoch den Akku im Winter entlasten. In jedem Fall gilt, dass Käufer bei der Modellauswahl entsprechende Abschläge an den angegebenen Reichweiten vornehmen sollten, um sicherzustel- len, dass die im Alltagsbetrieb notwendigen Reichweiten ganzjährig erreicht werden.

Diese verfügen über eine hohe Energiedichte und sind auf eine hohe Zyklenzahl ausgelegt. Für die kommenden Jahre wird damit gerechnet, dass sich die Energiedichte zugunsten einer höheren Kapazität oder eines leichteren Akkus weiter steigern lässt und die Preise für die Stromspeicher weiter fallen werden.

Bei der aktuellen Batteriegeneration liegt das Gewicht der verbauten Speicher bei kg bei den Elektrofahrrädern und rund 10 kg bei den Elektrorollern. Ladezyklen Je nach Ladeverhalten, Nutzung und Aufbau des Akkumulators sind typischerweise zwi- schen und 2.

Wichtig ist, dass nicht jeder Ladevorgang einen Vollladezyklus darstellt, sondern darunter die vollständige Ladung eines leeren Akkus verstanden wird. Wird ein Fahrzeug mit einer Restladung von 50 Prozent zweimal geladen, entspricht dies einem vollständigen Ladezyklus.

Erst wenn die Leistung auf rund 40 Prozent absinkt, endet der Lebenszyklus der Batterien und sie werden dem Recyc- ling zugeführt, um die einzelnen Bestandteile in neuen Anwendungen nutzen zu können.

Neben einer Garantie auf mögliche Defekte sind damit auch Kapazitätsverluste abgesichert, sodass ein für den Nutzer kostenloser Batterietausch er- folgt, wenn die Kapazität einen Schwellenwert von meist 70 Prozent unterschreitet. Eini- ge Hersteller bieten auch Mietmodelle für die Batterieeinheit an. Ladebetriebsarten, Ladeleistung und Ladedauer Bei vielen Kleinfahrzeugen wie E-Bikes oder Elektrorollern lässt sich der Akku, der in der Regel nicht mehr als 10 kg wiegt, meist entnehmen, sodass dieser beispielsweise in der Wohnung oder im Büro an einer Haushaltssteckdose geladen oder gegen einen gelade- nen Zweitakku ersetzt werden kann.

Dementsprechend sind Plug-in Hybride und reine Stromer auf Zugang zum Stromnetz angewiesen, um ihre Batterien zu laden und ihren elektri- schen Antrieb nutzen zu können.

Mittlerweile haben sich vier sogenannte Ladebetriebsarten etabliert, die sich hinsichtlich Verfügbarkeit, Eignung für verschiedene Fahrzeugtypen sowie Ladeleistung und damit auch Ladedauer unterscheiden.

Während für die Ladebetriebsarten 1 und 2 auf die in Unternehmen und Privathäusern übliche Strominfrastruktur zugegriffen werden kann, setzen die Ladebetriebsarten 3 und 4 eine auf die Elektromobilität zweckgebunden aus- gerichtete Ladeinfrastruktur in Form von Wallboxen oder Ladesäulen voraus.

Die zur Ver- fügung stehende Ladeleistung bestimmt die Dauer des Ladevorgangs. In einem Stromkreis, wie er in Wohngebäuden mit Schuko-Steckdosen üblich ist, bedeutet dies: In der Praxis sind an einem Stromkreis jedoch oftmals auch weitere Verbraucher angeschlossen oder bei älteren Gebäuden die Stromstärke mit Sicherungen auf 10 A begrenzt, was die Ladeleistung auf 2,3 kW re- duziert. Laden von Elektrofahrzeugen Laden von Elektrofahrzeugen Spezielle Ladesysteme wie Wallboxen oder Ladesäulen sind an die Anforderungen der Elektromo- bilität angepasst und stellen deutlich höhere Ladeleistungen von bis zu 50 kW zur Verfügung.

Ein- zelne Anbieter decken auch Ladeleistungen von kW ab, was zu einer deutlichen Verkürzung der Ladezeiten führt. Neben der verfügbaren Ladeinfrastruktur ist die tatsächlich nutzbare Ladeleistung jedoch auch vom jeweiligen Fahrzeugmodell abhängig.

So können nicht alle Fahrzeugtypen an Gleichstrom-Ladesta- tionen beladen werden und auch bei der Ladung mit Wechselstrom begrenzen einige Hersteller die theoretisch mögliche Ladeleistung von 22 kW. Langsames Laden an der Haushalts-Steckdose Quelle: Voraussetzung dafür ist, dass der Hersteller diese Ladebetriebsart zulässt und ein FI-Schalter im Stromkreis vorhanden ist. Denn mit 3,7 kW ist die Leistungsabgabe einer Haushaltssteckdose begrenzt, vor allem wenn weitere Verbraucher den Stromkreis nutzen.

Die niedrige Ladeleistung wirkt sich entsprechend negativ auf die Ladedauer aus. Dies führt zudem dazu, dass die lokale Elektroinstallation über einen langen Zeitraum stark belastet wird und sich Kabel und Verteildosen erwärmen. Dies kann vor allem bei älteren Hausinstallationen problematisch sein und zu einem Kabelbrand führen.

Vor allem wenn die Ladebetriebsart 1 unterwegs genutzt wird, ist für den Fahrzeugführer nicht direkt ersichtlich, ob der Stromkreis, an dem das Fahrzeug geladen werden soll, tatsächlich über einen FI-Schalter verfügt. Auch bei der Ladebetriebsart 2 wird das vorhandene Hausnetz ohne vor- herige Anpassung genutzt. Da alle not- wendigen und empfehlenswerten Schutzeinrichtungen in die Wall- box integriert sind, empfehlen sich Wallboxen als dauerhafte Lösung im Pkw-Bereich.

So kann die Wallbox je nach Art des Ladestromkreises Wechsel- stromspannungen bis zu V ver- arbeiten und in der Ladebetriebs- art 3 mit bis zu 22 kW eine deutlich höhere Ladeleistung zur Verfügung stellen als Schuko-Steckdosen. Das Elektrofahrzeug wird über ein Kabel an dem Ladepunkt angeschlossen. Dabei sind sowohl Wallbox mit als auch ohne festes Kabel erhältlich. Die Wechselstromladesäulen stellen üblicherweise eine Ladeleistung von 11 oder 22 kW bereit. Ist das Modell mit mehreren Lade- punkten ausgestattet, können auch mehrere Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden.

Für Ladeein- richtungen, deren Nennleistung mehr als 12 kW beträgt, muss vor der Installation eine Zustimmung des Netzbetreibers eingeholt werden. Schnellladung mit Gleichstrom Quelle: GED Gesellschaft für Energiedienstleistung Ladebetriebsart 4 Die schnellste Möglichkeit, den Bat- teriespeicher aufzuladen, bieten derzeit Schnellladesäulen mit einer Ladeleistung von bis zu kW in der Ladebetriebsart 4, bei denen die Ladesäule Gleichstrom zur Verfü- gung stellt.

Möglich wird dies durch die Kombination aus hoher Span- nung V und einer Stromstärke von A und mehr. Die Ladezeit für die vollständige Ladung eines Elektro-Pkw sinkt da- mit auf unter eine halbe Stunde, wenn Schnellladeverfahren bei dem Fahrzeugtyp zulässig sind. Aufgrund der hohen Kosten von rund Dennoch muss weiterhin zwischen vier verschiedenen Systemen unterschieden werden, was in erster Linie den Importfahrzeugen aus dem asiatischen und US-amerikanischen Raum geschuldet ist.

DCTI Typ 2-Stecker Im gesamten europäischen Raum hat sich mittlerweile der sogenannte Typ 2-Stecker an den La- desäulen und Wallboxen im privaten und öffentlichen Raum sowie fahrzeugseitig bei den euro- päischen Herstellern etabliert.

Er ermöglicht ein- bis dreiphasiges Laden bis zu 63 A und 43 kW Ladeleistung. Fahrzeugseitig wird der Typ 2-Stecker je nach Hersteller ein- oder dreiphasig genutzt, was sich auf die nutzbare Ladeleistung auswirkt. Da der Typ 2-Stecker mittlerweile von der Europä- ischen Kommission als Standard festgelegt wurde, ist sichergestellt, dass in der EU jede öffentliche Wechselstrom-Ladestation über einen Typ 2-Ladeanschluss verfügt.

Dazu wird der ebenfalls standardisierte Typ 2-Stecker mit einem Gleichstrom-Stecker in einer Einheit kombiniert und ermög- licht damit auch die Nutzung von Gleichstrom-Schnellladestationen. Über das Typ 1-Ladesystem können Fahr- zeuge mit Wechselstrom geladen werden. Da das System nur einphasiges Laden unterstützt, ist die maximale Ladeleistung auf 7,4 kW bei 32 A begrenzt.

Ladekabel Während an den Gleichstrom-Schnellladesäulen das Ladekabel für die Verbindung mit dem Fahr- zeug fest an der Ladestation angebracht ist, muss für das Laden an öffentlich zugänglichen Wech- selstrom-Ladestationen ein passendes Kabel im Fahrzeug mitgeführt werden. Unterschieden wird hier zwischen Mode 2- und Mode 3-Ladekabeln. In das Kabel ist eine Steuerung verbaut, welche die Kommuni- kation zwischen Fahrzeug und Ladeanschlusspunkt übernimmt.

Fahrzeugseitig weisen diese Ladekabel entweder einen Typ 2 oder einen Typ 1 Anschluss auf. Öffentliche Ladestationen In Deutschland waren im Dezember rund 4. Da die Ladesäulenverordnung keine lückenlose Meldung vorschreibt, sind die Zahlen nochmals höher.

So geht die Nationale Plattform Elektromobilität von rund Mehrere Internetportale und Apps für die mobile Nut- zung liefern anbieterübergreifende Informationen zu Standort, Anzahl der Ladepunkte und der angebotenen Ladeleistung. Laden von Elektrofahrzeugen Laden von Elektrofahrzeugen Durch die im Mai verabschiedete Ergänzung der Ladesäulenverordnung ist sichergestellt, dass der Nutzer einen spontanen Zugang für das punktuelle Laden an allen öffentlichen Ladesäulen erhält, ohne dafür über einen längerfristig angelegten Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter zu verfügen.

Entweder bie- tet der Anbieter die Nutzung seiner Ladestation unentgeltlich an oder ermöglicht eine Bar- oder Kartenzahlung vor Ort [Bundesgesetzblatt: Ergänzend zu dieser Mindestanforderung bieten mehrere Anbieter auch langfristig angelegte Ver- tragspakete für ihre Ladestationen an. Die Abrechnung erfolgt dabei entweder nach einem Zeit- tarif, bei dem jede Lademinute zu einem Festpreis abgerechnet wird, zum Teil wird hier zwischen Normal- und Schnellladen unterschieden.

Andere Anbieter rechnen hingegen die verbrauchten Ki- lowattstunden ab, bieten eine Flatrate an, die alle Ladevorgänge abdeckt, oder berechnen eine Pauschale für jeden Ladevorgang. Der Vorteil der Abrechnung nach Kilowattstunden liegt darin, dass nur der tatsächlich verbrauchte Strom berechnet wird. Die Fahrzeugtypen gehen unterschied- lich mit der angebotenen Ladeleistung um und sind zum Teil in ihrer Aufnahmefähigkeit begrenzt. Dementsprechend dauert es bei den einzelnen Fahrzeugtypen unterschiedlich lange, um die glei- che Strommenge zu laden.

Auf der anderen Seite besteht bei der ladezeitabhängigen Abrechnung ein monetärer Anreiz, den Stellplatz an der Ladesäule zeitnah für andere Nutzer freizugeben und damit die Chance, das Problem von Ladeparkern und den Missbrauch von Ladestationen als kosten- günstigen Stellplatz im urbanen Raum zu verhindern. Neben Direktverträgen mit einzelnen Ladesäulenanbietern haben sich mittlerweile auch mehrere netzübergreifende Abrechnungssysteme etabliert, bei denen die Angebote der einzelnen Anbieter gebündelt werden.

Ladeinfrastruktur und Elektromobilität in der Praxis — aus Verbrauchersicht 8 1 0 2 I. Ladeinfrastruktur und Elektromobilität in der Praxis — aus Verbrauchersicht 5.

Mieter Die Errichtung eines Ladepunktes stellt eine bauliche Veränderung der Immobilie dar, dementsprechend sind Mieter bei ihrem Vorhaben von der Zustimmung des Vermieters beziehungsweise der Hausverwaltung abhängig, die ihm diese auch verwehren dürfen. Liegt die Zustimmung vor, sollte im Vorfeld zwischen beiden Parteien geklärt werden, wie die Abrechnung des Stromverbrauchs für das Laden erfolgen soll.

Wenn baulich möglich, kann der zusätzliche Stromverbrauch über den vorhandenen Stromzähler abgerechnet werden, alternativ bietet sich der Einbau eines zusätzlichen Stromzählers an.

Zudem sollte eine Regelung darüber getroffen werden, wie bei Auszug des Mieters mit der installier- ten Ladestation zu verfahren ist. Grundsätzlich hat der Vermieter einen Anspruch darauf, dass der Mieter bei Auszug die Immobilie in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Nimmt er dieses Recht in Anspruch, müsste der Mieter nicht nur die Ladestation abbauen, sondern auch die verlegten Leitungen entfernen. Entsprechend sollte im Vorfeld schrift- lich eine Regelung für den Auszug getroffen werden. In der Praxis bieten sich neben dem vollständigen Rückbau zwei weitere Optionen: Zum einen kann der Mieter bei Auszug die Ladestation bei Auszug dem Vermieter oder einem möglichen Nachmieter gegen eine vereinbarte Abstandszahlung zur weiteren Nutzung überlassen.

Ist keine Folgenutzung der Ladestation geplant, lässt sich diese auch entfernen. Dabei bleibt die Verkabelung des Anschlusses jedoch erhalten und wird mit einer Blinddose verschlossen, sodass eine erneu- te Nutzung als Ladestation zu einem späteren Zeitpunkt weiterhin möglich ist.

Die Kosten für Ein- und Ausbau trägt in der Regel der Mieter, der Vermieter kann aber die Kosten übernehmen, wenn er sich davon eine Aufwertung der Immobilie verspricht. Deutlich schwieriger stellt sich die Situation jedoch bei Wohnungseigentümergemeinschaften WEG dar, wie sie beispielsweise bei Mehrfamilien- oder Reihenhäusern üblich und weit verbrei- tet sind. Die Errichtung einer Ladeinfrastruktur stellt in diesem Fall eine bauliche Änderung am Gemeinschaftseigentum dar, was die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft voraussetzt.

Dabei reicht derzeit die Ablehnung eines einzelnen Miteigentümers, um die Aufstellung einer Ladesäule oder das Anbringen einer Wallbox zu verhindern.

Gelingt es jedoch die Miteigentümer nicht nur vom eigenen Vorhaben zu überzeugen, sondern diese ebenfalls zu einer zukunftsorientierten Um- rüstung zu bewegen, lassen sich die Fixkosten für die Installation auf mehrere Eigentümer verteilen. Um die rechtlichen Hürden zu verringern, wurde vom Bundesrat ein Gesetzesentwurf eingebracht, der durch Änderungen im Wohnungseigentumsgesetz und im Bürgerlichen Gesetzbuch den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur vereinfachen soll, indem die Errichtung einer Ladestelle auch ohne Zustimmung der Eigentümergemeinschaft möglich ist.

Installation und Nutzung von privaten Ladestationen Liegen die gegebenenfalls benötigte Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemein- schaft vor, sollte in einem ersten Schritt die für den Standort, den im Fahrzeugtyp verbauten Lade- regler und das eigene Ladeverhalten geeignete Lademöglichkeit ausgewählt werden. Für die Mon- tage durch einen Fachbetrieb ist keine pauschale Aussage zu den Kosten möglich, da beispielsweise der Aufwand bei einer bereits mit einem Stromanschluss ausgestatteten Garage deutlich gerin- ger ist, als wenn zunächst Grabungsarbeiten erforderlich sind, um ein Kabel vom Sicherungskasten zum geplanten Standort der Ladestation zu verlegen.

Je nach Modell verfügen Ladestationen über Kommunikationsschnittstellen und können so kabelgebunden oder drahtlos mit Endgeräten verbunden und angesteuert werden. Dies ermöglicht beispielsweise die Steuerung des Ladevorgangs, das Abrufen des Ladezustandes oder des Stromverbrauchs über das Smartpho- ne.

Intelligente Ladestationen können auch genutzt werden, um den Ladevorgang zeitgesteuert durchzuführen, beispielsweise wenn der mit dem Energieversorger abgeschlossene Stromtarif Tari- fe für unterschiedliche Zeitfenster vorsieht.

Wird die Ladestation mit der Steuereinheit einer Photo- voltaikanlage verbunden, kann der Ladevorgang auch an die Erzeugungskurve der Solaranlage an- gepasst und in Abhängigkeit von der Lastkurve anderer im Netz betriebener Verbraucher gesteuert werden. Während in geschlossenen Räumen betriebene Ladestationen vor Fremdzugriff geschützt sind, soll- ten öffentlich zugängliche Ladestationen mit einer Autorisierungsmöglichkeit ausgestattet sein.

Für den Fahrzeugbetreiber bedeutet dies, dass Alternativen zum bisherigen Stromtarif gesucht werden sollten. Infrage kommen dafür beispielsweise Tag-Nacht-Tarife oder Tarife, bei denen das Verhältnis zwischen Grundpreis und kWh-Preis auf den erwarteten Jahresverbrauch ausgelegt sind. Ladeinfrastruktur und Elektromobilität in der Praxis — aus Verbrauchersicht Eine weitere Alternative stellt die Anschaffung eines zusätzlichen Stromzählers dar.

Der Vorteil ist, dass dadurch reduzierte Netzentgelte berechnet werden, was den Strombezug vergünstigt. Auf der anderen Seite kann der Netzbetreiber aber auch den Ladevorgang unterbrechen, wenn dies für die Netzentlastung notwendig ist. Aufgrund der Nachfragespitzen zur Mittagszeit und am frühen Abend ist in der Regel in diesen Zeiträumen mit Unterbrechungen zu rechnen.

Die Wirtschaftlichkeit dieses Vorgehen hängt davon ab, ob die Kosten für den zusätzlichen Strom- zähler unter den eingesparten Strombezugskosten liegen. Haftung und Sicherheit Ladestationen arbeiten mit hohen Stromstärken und sind daher mehrfach abgesichert, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Die elektronische Überwachung des Ladevorgangs sorgt dafür, dass bei Störungen der Ladevorgang automatisch unterbrochen wird.

So haftet der Installationsbetrieb auch für Schäden, die auf eine fehlerhafte Installation zurückzuführen sind. Verursacht das Elektrofahrzeug oder die Ladestati- on selbst einen Schaden, liegt die Haftung im Rahmen der Produkthaftung beim Hersteller.

Dennoch haftet im Schadensfall der Nutzer im Fall einer Fehlbedienung. Ladeinfrastruktur und Elektromobilität in der Praxis — aus Unternehmerperspektive 8 1 0 2 I. So waren Anfang rund 55 Prozent der insgesamt Zu den Treibern für diese Entwicklung zählt neben drohenden Fahrverboten für Verbren- ner und der Möglichkeit, die CO2-Bilanz von Fuhrpark und Unternehmen zu verbessern, mittlerweile auch die Wirtschaftlichkeit von Elektromobilität, die in vielen Anwendungs- szenarien bereits heute gegeben ist.

Auf der anderen Seite fragen zunehmend auch Mit- arbeiter, Kunden oder Lieferanten Ladepunkte nach, um Privatfahrzeuge oder Dienstwa- gen während der Standzeiten im Unternehmen laden zu können. Die Einführung von Elektromobilität bedeutet für Unternehmen in der Regel mehr als nur den Austausch von Verbrennern gegen reine Stromer oder Hybrid-Fahrzeuge, son- dern erfordert, dass das Zusammenspiel zwischen betriebsbedingten Fahrten, Fuhrpark, Fahrzeugpooling und Mitarbeitermobilität neu gedacht und die Akzeptanz unter den Mitarbeitern gewonnen werden muss.

Am Anfang steht in jedem Fall eine Analyse des bestehenden Fuhrparks und weiterer For- men der Mobilitätsnutzung, um Zusammensetzung, Funktion der Fahrzeuge, Nutzungs- verhalten und Auslastung zu ermitteln.

Dies erfolgt in der Regel in Form einer Fahrda- tenauswertung über einen festgelegten Zeitraum. Ergänzend sollten auch die Haltung und die Bedürfnisse von Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden in Bezug auf die Elektromobilität ermittelt werden.

Mobilitätsanforderungen in Betrieben und im unternehmerischen Umfeld Quelle: Eignung des Unternehmens für Elektromobilität Elektromobilität spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn die Fahrzeuge zum Transport von Waren und Personen lokal und regional vor allem im urbanen Raum eingesetzt werden.

In vielen unternehmerischen Bereichen, wie beispielsweise der Distributionslogistik von Bäckereien zur Filialbelieferung, stehen Streckenfüh- rung und Fahrtzeiten fest und weisen wiederkehrende Mobilitätsnutzungsintervalle auf, sodass der Reichweitenbedarf feststeht und Zeitfenster für Ladevorgänge prognostizierbar sind. Ausgehend von dieser Charakterisierung eignen sich Elektrofahrzeuge für den Güter- und Personentransport sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen exemplarisch für folgende Geschäftsfelder: Geschäftsfelder mit guten Rahmenbedingungen für den Einsatz von Elektromobilität Quelle: Ziel sollte in der Folge sein, die im Unternehmen erforderliche Mobilität ausgehend von einer Bedarfs- orientierung der Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner zu optimieren.

In vielen Fällen lassen sich Fuhrparkmanager in ihrer Investitionsentscheidung von den Kriterien Reichweite und anfängliche Investitionskosten leiten. Anders als private Nutzer besteht jedoch für Unternehmen die Möglichkeit, einen Teil der Mehrkosten zu vermeiden. So entfällt bei der gewerblichen Nutzung die aufgrund des höheren Anschaffungspreises höhere Mehrwertsteuerabgabe. Des Weiteren steigt mit den höheren Inves- titionskosten auch der Abschreibungsbetrag, was eine Senkung der Steuerlast bedeutet.

Die wich- tigste Stellschraube für einen ökonomischen Einsatz von Elektromobilität bilden jedoch die niedri- gen Betriebskosten von Elektrofahrzeugen, die typischerweise rund 50 Prozent unter denen eines vergleichbaren Verbrenners liegen.

Neben einer Überarbeitung der Einsatzpläne und einer Anpassung der Fahrzeugpoolnutzung an die Besonderheiten der Elektromobilität Einplanung von Standzeiten für Ladevorgänge , spielt dabei auch die Erweiterung der Nutzung eine Rolle. Zudem können Elektro-Dienstwagen auch zur privaten Nutzung freigegeben werden. Um die Einschränkungen bei Langstreckenfahrten und die daraus resultierende niedrigere Attraktivität von Stromern für den Arbeitnehmer auszugleichen, können Arbeitgeber neben dem Fahrzeug auch eine Guthabenkarte für andere ergänzende Mobi- litätsangebote überlassen.

Neben der Neuausrichtung der Poolzusammensetzung bietet es sich dabei an, auch externe Dienst- leister wie Carsharinganbieter oder den öffentlichen Nah- und Fernverkehr in den Mobilitätsmix einzubeziehen.

Zu den Herausforderungen und möglicherweise auch Einschränkungen zählen dabei die Personenbindung von Fahrzeugen und die funktionale Mobilität wie beispielsweise bei Monteuren. In jedem Fall unerlässlich ist eine umfassende Mitarbeiterschulung, die auf die Beson- derheiten der Elektromobilität eingeht.

Dazu zählen die Reichweiteneinschränkung und die Vorge- hensweise beim Laden des Fahrzeugs sowie im Fahrbetrieb der Umstieg auf ein Automatikgetriebe 8 1 0 2 I. Ergänzend ergeben sich aus dem Umstieg auch Anforderungen an die Überwachung, da entweder manuell oder durch eine IT-Einbindung sichergestellt werden muss, dass Ladestecker eingesteckt werden und der Ladevorgang korrekt verläuft. Nur so steht am nächs- ten Tag oder für die nächste Schicht auch ein einsatzbereites Fahrzeug zur Verfügung.

Typologisierung der Mobilitätsoptionen in Abhängigkeit von der Streckendistanz Quelle: Während beispielsweise der Handwerksbe- trieb die Batterien seiner Fahrzeuge über Nacht im Normalladeverfahren wieder füllt, können im Mehrschichtbetrieb schnellere Ladeverfahren genutzt werden, um zwischen den Schichten oder in Pausenzeiten zu laden. Typische Nutzer von Ladeinfrastruktur in Unternehmen Quelle: DCTI Externe Fahrzeuge Poolfahrzeuge Fahrzeuge von Kunden Nutzer von Ladepunkten Dienstwagen Fahrzeuge von Lieferanten Privatfahrzeuge von Mitarbeitern Aufgrund der niedrigeren Investitionskosten und den geringeren Anforderungen an die vorhan- dene Elektroinstallation bietet sich die Einrichtung von Wallboxen, welche die Ladebetriebsarten 1 und 2 sowie eventuell auch 3 unterstützen, überall dort an, wo längere Standzeiten der Fahrzeuge zu erwarten sind.

Dies betrifft zum einen Fahrzeuge aus dem Firmenpool, die über Nacht geladen werden können, entspricht aber auch den Ansprüchen von Pendlern, die neben längeren Standzei- ten am Wohnort auch die Standzeit während ihrer Arbeitszeit für Ladevorgänge nutzen wollen.

Aufgrund der höheren Investitionskosten und der Anforderungen an die Netzleistung wird die Installation von Schnellladesäulen nur in wenigen Fällen infrage kommen, beispielsweise wenn im Mehrschichtbetrieb die Batterieladung in einem kurzen Zeitraum erfolgen muss. Zudem erfordert die Gesetzgebung eine Auseinandersetzung mit dem Thema. Geplant ist, dass in Nicht-Wohngebäuden, die grundlegend saniert oder neu gebaut werden und die über mehr als zehn Pkw-Stellplätze verfügen, bis mindestens jeder fünfte Stellplatz über eine Anschlussdose verfügen muss, an der eine Ladestation angeschlossen werden kann.

Bei mehr als 20 Stellplätzen liegt dann die Frist bereits in [Lütkehus: Neben dem Eigenbetrieb der Ladeinfrastruktur können Unternehmen auch auf die Angebote von Drittanbietern zurückgreifen, die Betrieb, Wartung und Abrechnungsverfahren übernehmen.

Wird die Ladeinfrastruktur halböffentlich ausgerichtet, können Unternehmen zusätzliche Erlöse gene- rieren. So lassen sich Ladepunkte und Stellplätze externen Kunden in Zeiträumen zur Verfügung stellen, in denen das Unternehmen keinen Nutzungsbedarf aufweist.

In vielen Fällen stellen Unternehmen heute jedoch ihr Ladeangebot kostenlos für Mitarbeiter oder externe Nutzer zur Verfügung. Dem Erlösverzicht stehen positive Effekte auf die Mitarbeiterbindung und die Attraktivität für Kunden gegenüber. Soll Ladeinfrastruktur für das Unternehmen ein monetäres Erlösmodell bilden, stehen da- für mehrere Ansätze zur Verfügung: Übersicht und Bewertung verschiedener Modelle zur Abrechnung von Ladevorgängen Einzelabrechnung des einzelnen Ladevorgangs nach verbrauchten kWh Nur der tatsächliche Stromverbrauch wird abgerechnet.

Damit besteht kein Anreiz, den Ladeplatz nach Beendigung des Ladevorgangs zeitnah freizugeben. Die Folge kann eine geringere Nutzer- fluktuation sein. Einzelabrechnung des einzelnen Ladevorgangs nach Nutzungszeit der Ladestation Flatrate mit unbegrenzter Ladedauer und -häufigkeit Grundgebühr und Einzelabrechnung der Ladevorgänge Festpreis je Ladevorgang Quelle: Eine Grundgebühr verteuert den Ladevorgang vor allem für Nutzer, die das Angebot selten in Anspruch nehmen.

Betreiber können mit einer hohen Auslastung rechnen, da für Nutzer keine Zusatzkosten an- fallen, wenn diese die Ladestation in Anspruch nehmen. Es besteht kein Anreiz, den Ladeplatz nach dem Lade- vorgang freizugeben, da für längere Stand- zeiten keine weiteren Kosten für den Nutzer anfallen.

Für den Betreiber bedeutet dies einen geringen administra- tiven Aufwand, da auf Autorisierungs- verfahren ebenso wie auf eine Zeit- und Verbrauchserfassung verzichtet werden kann. Der Fixpreis führt dazu, dass Kurzzeitlader einen vergleichsweise hohen Preis für jede entnommene Kilowattstunde entrichten. Die Ladekosten über- nehmen die Funktion einer Parkgebühr. Damit besteht ein Anreiz, den Lade- platz nach Beenden des Ladevorgangs zeitnah wieder freizugeben.

Fahrzeuge, deren Laderegelung nur eine geringe Lade- leistung erlaubt, zahlen einen vergleichsweise hohen Preis für jede entnommene Kilo- wattstunde. Muss ein Fahrzeug länger am Ladepunkt abgestellt werden als es die Ladedauer eigentlich erfordert, verteuert dies den Ladevor- gang, da die zeit- abhängige Berech- nung die Funktion einer Parkgebühr beinhaltet.

Das kommerzielle Management kann dabei entweder durch den Betrieb selbst oder über einen ex- ternen Dienstleister durchgeführt werden, der beispielsweise die Verwaltung der Nutzungsrechte, das Monitoring und die Rechnungsstellung übernimmt. So lassen sich Firmenwagen an der privaten Ladestation zu Hause auf Fir- menkosten beladen oder auf Dienstreisen öffentliche Schnellladestationen nutzen, wobei in allen Fällen die Abrechnung in einem System erfolgt.

Möglich wird dies durch die im Alltag dauer- haft gewährleistete Visibilität der Fahrzeuge, der Ladeinfrastruktur sowie von Energieerzeugungs- anlagen, beispielsweise in Form von Solarcarports, die den Strom für elektromobile Anwendungen lokal und nachhaltig erzeugen.

Diese Sichtbarkeit ist sowohl im Fahrtbetrieb durch den geräuschlo- sen Antrieb und das in vielen Fällen besondere Design von Elektrofahrzeugen gewährleistet, aber auch bei Standzeiten, wenn die Verkabelung mit dem Ladepunkt sichtbar wird. Eine weitere Form, um die Ladeinfrastruktur öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, kann die Freigabe der Ladepunk- te für die Nutzung durch externe Kunden und Lieferanten darstellen.

Hersteller bieten zudem auch Ladesäulen an, die mit einem Display ausgestattet sind. Dieses lässt sich verwenden, um über das eigene Engagement im Bereich der Elektromobilität oder auch über Unternehmensangebote zu informieren. Aufgrund der vermiedenen CO2- und Feinstaubemissionen eignet sich Elektromobilität auch, um die Umweltziele von Unternehmen zu erreichen und dies über Nachhaltigkeitsberichte auch gegenüber der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Entscheidend für die Umweltbilanz von Elektrofahr- zeugen ist neben dem Energie- und Ressourcenaufwand bei der Herstellung von Fahrzeug und Batteriesystem aber der Strommix, der für die Ladevorgänge genutzt wird.

Neben der Auswahl eines Ökostromanbieters bietet vor allem die Einbindung einer Photovoltaikan- lage in die Ladeprozesse deutliche ökologische und ökonomische Vorteile. Zum einen ist die Solarstromerzeugung abgesehen von der Herstellung der Komponenten im Betrieb praktisch CO2-neutral, zum anderen sorgen die niedrigen Stromgestehungskosten dafür, dass die Kosten für das Laden deutlich niedriger ausfallen als beim Bezug von Ladestrom zu üblichen Tarifen.

Elektromobilität lässt sich dabei sowohl in bestehende Anlagen ein- binden, das Verbrauchs- und Ladeverhalten lässt sich aber bei Neuanlagen auch bereits in der Planungsphase berücksichtigen. Abhängig vom Standort der Anlage sorgt jedes installierte kW damit für einen jährlichen Stromertrag zwischen rund und 1.

Eine für ein Einfamilienhaus typische Anlage mit 7 kW würde damit jährlich rund 6. Dem steht ein typischer Verbrauch von rund 4. Mit einer solchen Anschlussleis- tung würde dann auch der Einsatz von Photovoltaikanlagen bei Schnellladeverfahren er- möglicht.

Voraussetzung für einen hohen Ertrag ist, dass der Standort der Photovoltaikanlage mög- lichst über den gesamten Tages- und Jahresverlauf frei von Schattenwurf ist und die Mo- dule mit einem Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad in Südausrichtung angebracht werden. Bei Flachdächern kann die Idealausrichtung auch durch eine Aufständerung der Module erfolgen. Photovoltaikanlagen und Elektromobilität Lässt der gewünschte Anlagenstandort dies nicht zu, sind auch andere Anlagenplanungen, bei- spielsweise in Ost-West-Ausrichtung möglich.

Stromerzeugung an Carport und Garage Neben der üblichen Aufdachanlage auf Wohn- oder Gewerbegebäuden können auch Garagen oder Carports mit Solarmodulen ausgestattet werden, um mit direkt am Abstellort des Fahrzeugs er- zeugtem Solarstrom die Batterien zu laden. Zum einen ist hier die Nachrüstung von bestehenden Carports mit einer Solaranlage möglich. Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass die Statik die zusätzliche Last aufnehmen kann. Zum anderen werden auch Carports angeboten, bei denen die Solaranlage bereits in die Konstruktion eingeplant ist.

Die Anlage wird dabei entweder auf das Dach montiert oder die Module übernehmen in den gebäudeintegrierten Varianten neben der Stromerzeugung auch die Wetterschutzfunktion des Daches. Je nach Standort, Ausrichtung und Modultyp sind damit in Deutschland jährliche Stromerträge von rund 4. Fallen der Stromertrag und der Ladevorgang nicht zeitlich zusammen, kann zusätzlich ein stationärer Stromspeicher in das System eingebunden werden, der die Fahrzeugbatterie zu einem späteren Zeitpunkt mit Solarstrom speist.

Bei den Kosten für einen Solarcarport mit Dop- pelstellplatz muss je nach Qualität und Ausführung mit rund Für ältere Anlagen, die nach dem Auslaufen der auf 20 Jahre befristeten EEG-Förderung weiterbetrieben werden sollen, sowie für nach und derzeit neu errichtete Photovoltaikanla- gen zahlt es sich für den Betreiber jedoch aus, einen möglichst hohen Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms anzustreben, da die vermiedenen Strombezugskosten deutlich über der EEG-Ver- gütung und den Stromgestehungskosten liegen.

Durch verschiedene Variablen wie die Unterscheidung zwischen Werkta- gen- und Wochenenden für Bürogebäude oder typischen Verbrauchszeiten bei Familien kann so eine gute Annäherung erzielt werden. Bei Unternehmen mit einer Stromabnahme von mehr als Neben der Frage nach dem zeitlichen Abgleich von Stromerzeugung und -verbrauch muss für die Einbindung von Elektrofahrzeugen auch der zusätzliche Stromverbrauch für elektromobile Anwendungen bei der Anlagenplanung berücksichtigt werden.

In der Praxis liegt die Überschneidung von Erzeugung und Verbrauch jedoch deutlich niedriger. Während bei Privathaushalten meist für den Eigenver- brauchsanteil ein Richtwert von rund 30 Prozent angenommen wird, kann die Überschneidung bei Unternehmen auch deutlich höher ausfallen.

Eine Möglichkeit, den Eigenverbrauchsanteil durch die zeitliche Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch zu steigern, bietet der Einsatz von stationären oder, wie im Fall von Elektrofahrzeugen, mobilen Batteriespeichern. Neben einem höheren Eigenverbrauch kann so abhängig von den Kos- ten für die Stromspeicherung auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage gesteigert werden. Photovoltaik im Betrieb mit stationären und mobilen Stromspeichern Elektrofahrzeuge weisen die Besonderheit auf, dass sie sowohl Stromspeicher als auch Stromver- braucher sind.

Damit können sie, ebenso wie in einer Photovoltaikanlage fest eingebundene sta- tionäre Speicher, Stromerzeugung und Stromverbrauch zeitlich entkoppeln. Anders als stationäre Stromspeicher stehen Elektrofahrzeuge jedoch nur während der Standzeiten für das Laden zur Ver- fügung. Dies wirkt sich dementsprechend auch auf die Ladezeiten aus. Eine Lösung kann hier die zusätzliche Einbindung eines stationären Speichers sein, der den tagsüber von der Solaranlage erzeugten Strom, beispielsweise bei einem Ladevorgang über Nacht, dem mobilen Speicher des Elektrofahrzeugs zur Verfügung stellt.

Die Cloud als Stromspeicher Für Besitzer von Solaranlagen besteht mittlerweile die Möglichkeit, sich den selbst erzeugten Strom auf einem virtuellen Speicher gutschreiben zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt selbst zu nutzen. Durch die Kooperation mit Ladesäulenbetreibern und ein entsprechendes Autorisierungs- verfahren, kann so der eigene Solarstrom auch unterwegs genutzt werden, um das eigene Elektro- fahrzeug aufzuladen.

Dafür entstehen Kosten in Form einer monatlichen Pauschale, die ein festes Stromkontingent beinhaltet. Zusatznutzen und Features von Stromspeichern Neben ihrer Kernaufgabe können bidirektional in den lokalen Stromkreis eingebundene Batte- riespeicher zusätzlichen Nutzen liefern, wenn sie vom Hersteller dafür ausgelegt sind. Fällt das öffentliche Stromnetz aus, ermöglichen Batteriespeicher privaten Haushalten und Unternehmen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Je nach Dauer der zu überbrückenden Versorgungslücke müssen dafür aber gegebenenfalls entsprechende Reserve- kapazitäten bereitgehalten werden, was zu höheren Investitionskosten führt als eine Auslegung der Speicherkapazitäten, die sich an der Eigenverbrauchsoptimierung ausrichtet.

Zudem verfügen nicht alle Batteriespeicher über eine Notstromfähigkeit. Ist diese nicht gegeben, lassen sich bei ei- nem Netzausfall weder Speicher noch Photovoltaikanlage betreiben, da beide mit dem öffentlichen Stromnetz synchronisiert werden.

Ziel ist es, damit die Strombezugskosten zu re- duzieren. Ist eine Photovoltaikanlage vorhanden, kann das Energiemanagementsystem die Ladevorgänge auch in Abhängigkeit von der Stromerzeugung der Anlage durchführen und so den Eigenverbrauchsan- teil steigern. Reicht der Strom aus der Photovoltaikanlage nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen, wird automatisch Netzstrom mit der maximal verfügbaren Ladeleistung genutzt.

Auch stationäre Stromspeicher las- sen sich in das System mit einbinden und können so überschüssigen Strom aus der Solaranlage oder günstigen Strom aus dem Netz aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt anderen Verbrauchern oder der mobilen Batterieeinheit im Elektrofahrzeug zur Verfügung stellen.

Durch entsprechende Schnittstellen stehen die Daten der einzelnen Systemkomponenten nicht nur für die Steuerung der Verbraucher, Strom- erzeuger und Speichereinheiten zur Verfügung, sondern können auch für Monitoringaufgaben genutzt werden. So lassen sich beispielsweise aktuelle Ladezustände der Fahrzeuge auslesen, die Funktionsfähigkeit des Wechselrichters prüfen und die aktuellen Erträge der Solaranlage einsehen.

Die Gegenüberstellung der einzelnen Daten im zeitlichen Verlauf lässt zudem Rückschlüsse auf das Optimierungspotenzial des Gesamtsystems zu. Eine zusätzliche Bedeutung bekommt das Energiemanagement für Betriebe mit hohem Stromver- brauch.

Liegt dieser nämlich bei mehr als Für diese sind die Netznutzungsentgelte für alle verbrauchten kWh von der absoluten Verbrauchsspitze eines Jahres abhängig. Durch den Einsatz von Energiemanagementsystemen kann der Strombezug von variablen Verbrauchern zeitlich so gesteuert werden, dass die Jahresleistungsspitze niedriger ausfällt. Dafür eignet sich auch die Steu- erung der Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen. Sind in einem Fahrzeugpool mehrere Stromer vorhanden, können diese durch dynamisches Lastma- nagement entweder zeitversetzt nacheinander oder aber mit aufgeteilter und begrenzter Leistung gleichzeitig geladen werden, um absolute Lastspitzen zu reduzieren.

Photovoltaikanlagen und Elektromobilität 7. Optional lässt sich das System noch um einen stationären Batteriespeicher ergänzen, der ebenso wie der mobile Speicher eines Elektrofahrzeugs eine zeitliche Verlagerung des Stromverbrauchs und einen höheren Eigen- verbrauch des erzeugten Stroms ermöglicht.

Noch vor wenigen Jahren war bei den Modul- und Systempreisen eine kontinuierliche Abwärtsbewegung zu beobachten. Mittlerweile hat sich das Preisniveau aber auf einem niedrigen Niveau weitestgehend stabilisiert. Alle Angaben stellen durchschnittliche Richtwerte dar, je nach Angebot und Qualität der im Angebot enthaltenen Komponenten können die Preise auch um rund 30 Prozent nach oben oder unten abweichen.

Ne- ben der Erstinvestition fallen auch beim Betrieb der Anlage weitere Kosten, beispielsweise für die Wartung oder Versicherung der Anlage an. Typischerweise betragen diese Kosten jährlich rund 1 Prozent der anfänglichen Investitionssumme. Eine Orientierung zur Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik bietet der Blick auf die Stromgestehungs- kosten bei dieser Technologie. Diese lassen sich ermitteln, in dem die Gesamtkosten für Anschaffung und Betrieb der Anlage auf die während der erwarteten Nutzungsdauer erzeugten Kilowattstun- den umgelegt werden.

Die Ursache dafür ist, dass die Ein- speisevergütung mittlerweile niedriger angesetzt ist als die Kosten, die beim Bezug von Strom aus dem öffentlichen Stromnetz anfallen und damit durch eine Steigerung des Eigenverbrauchs Strom- bezugskosten vermieden werden können. Je höher der Eigenverbrauchsanteil ausfällt, desto höher ist damit auch die Rendite einer Anlage.

Um den natürlichen Eigenverbrauchsanteil zu steigern, bietet sich neben der teilautomatisierten Programmierung von Verbrauchern wie Waschmaschinen oder Trocknern in privaten Haushalten auch der Einsatz von Heimautomatisierungslösungen an, die Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten miteinander vernetzen und unter Berücksichtigung der Nutzungsgewohnheiten der Bewohner so den Eigenverbrauchsanteil steigern können.

Gleiches gilt auch im unternehmerischen Bereich, wo sich der Eigenverbrauchsanteil und damit auch die Rendite durch den Einsatz von Energiemanagementsystemen steigern lassen, welche die Energienachfra- ge und den Einsatz von Geräten und Maschinen in Abhängigkeit von den betrieblichen Anforde- rungen und der Erzeugungskurve der Solaranlage steuern. Weitere Möglichkeiten, den Eigenver- brauchsanteil zu erhöhen, bietet der Einsatz von Batteriespeichern. Dies kann sowohl in Form von stationären Speichern erfolgen, aber auch die Elektromobilität bietet durch die mobilen Speicher Chancen auf einen höheren Eigenverbrauch.

Für die Amortisation und die Rendite einer Anlage spielt damit die individuelle Situation des Anla- genbetreibers eine entscheidende Rolle, weshalb allgemeine Aussagen nur schwer zu treffen sind. In der Regel kann für kleinere und mittlere Aufdachanlagen mit einer Rendite von rund sechs bis sieben Prozent auf das eingesetzte Kapital gerechnet werden, wobei die Amortisations- zeit derzeit zwischen rund 9 und 12 Jahren liegt.

In der Praxis fällt die Lebensdauer jedoch oftmals höher aus, sodass sich die Rendite weiter zugunsten des Betreibers verschiebt. Photovoltaikanlagen und Elektromobilität Stationäre Stromspeicher Bei den stationären Solarstromspeichern werden mit einem Marktanteil von rund 98 Prozent mitt- lerweile fast ausnahmslos Lithium-Ionen-Batterien als Speichermedium genutzt.

Die Gründe dafür, dass der Marktanteil für Blei-Batterien in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist, sind in erster Linie sinkende Preise für Lithium-Batterien sowie ein im Vergleich geringerer Platzbedarf und eine längere Lebensdauer.

Die Preise für Solarstromspeicher mit Lithium-Ionen-Batterien sind zwischen und um rund 45 Prozent gefallen. Laut dem aktuellen Speichermonitoring-Bericht beginnen die Preise für günstige Systeme bei rund 1. Die auf dem Markt angebotenen Speicher unterscheiden sich nicht nur beim Preis, sondern auch in Bezug auf den Wirkungsgrad und hinsichtlich weiterer Variablen wie Lebensdauer erwartete Vollzyklen , Entladetiefe und Nennkapazität.

Dieser Wert lässt sich leicht berechnen, indem die Summe aus Anschaffungs- und Betriebskosten durch den Wir- kungsgrad, die vom Hersteller angegebene Vollzyklenzahl, die Entladetiefe und die Nennkapazität geteilt wird. Wirtschaftlich sind Anschaffung und Betrieb eines Solarstromspeichers immer dann, wenn die Summe aus den Kosten je gespeicherter kWh für das Batteriesystem und den Stromgestehungskosten der Photovoltaikanlage niedriger ausfällt als der Strombezugspreis. Von bis lag der Anstieg der Strombezugspreise für Verbraucher im Schnitt bei 4,3 Prozent jährlich.

Elektromobilität und Photovoltaik im Privathaushalt Das Anlagendesign und das Zusammenspiel von Stromerzeugung, Stromverbrauch und dem Spei- chern von Strom in stationären und mobilen Speichern können in der Praxis abhängig vom Standort und den Bedürfnissen der Nutzer vielfältige Formen annehmen. Das Fahrzeug wird von einem Elternteil vor allem genutzt, um die tägliche Pendelstrecke zum Arbeitsort zurückzulegen, wo einer Halbtagsbeschäftigung nach- gegangen wird.

Nachmittags steht das Fahrzeug meist zuhause in der Garage, wo es bislang an einer Ladestation geladen wird, die an das Stromnetz angeschlossen ist. Auch das Elektrofahrzeug wird in das System eingebunden und soll vor allem nachmittags den Solarstrom aufnehmen. Dieser läuft über 10 Jahre, wobei die ersten beiden Jahre tilgungsfrei sind, und unterliegt einem Zinssatz von 2,5 Prozent.

An zusätzlichen War- tungskosten rechnet die Familie mit einem Prozent der anfänglichen Investitionssumme jährlich. Liegt die momentane Nachfrage unter dem Stromangebot der Solaranlage, wird zunächst der stationäre Speicher geladen, dann erst das Elektrofahrzeug. Die Einbindung des stationären Speichers sorgt dafür, dass über den Zeitraum von 20 Jahren Dies entspricht einer Fahrleistung von rund 3.

Damit deckt die Photovoltaikanlage rund ein Fünftel der jährlichen Fahrleistung von Insgesamt fallen über 20 Jahre Ausgaben von rund Photovoltaikanlagen und Elektromobilität Demgegenüber stehen Einnahmen von rund Elektromobilität und Photovoltaik in Unternehmen Im zweiten Beispiel hat sich eine Bonner Bäckerei mit Backstube dazu entschlossen, Erfahrungen mit dem Einsatz von Elektromobilität im eigenen Fahrzeugpool zu sammeln und im Jahr einen elektrischen Mittelklasse-Pkw angeschafft.

Aufgrund der guten Erfahrungen wurde kurz darauf ein zweiter identischer Stromer angeschafft. Anfang entscheidet sich der Betreiber, eine Solaran- lage zu installieren mit der die Strombezugskosten verringert und gleichzeitig die beiden Stromer geladen werden sollen. Durch zusätzliche Wartungskosten von ein Prozent der anfänglichen Investitionssumme fallen so über den Nutzungszeitraum von 20 Jahren Ausgaben von Demgegenüber stehen Einnahmen von Für die Beispielanlage ergeben sich dabei eine Amortisationszeit von 10 Jahren und eine Rendite für den Anlagenbetreiber von 5,11 Prozent.

Der kombinierte Einsatz von stationärem Speicher und den beiden mobilen Speichern der Fahrzeuge sorgt dafür, dass fast 70 Prozent des erzeugten Stroms im Unternehmen direkt verbraucht wird. Finanzierung und Förderung 8 1 0 2 I. Förderung der Elektromobilität Bei der Elektromobilität kann zwischen einer Förderung von Fahrzeugen, Ladeinfrastruk- tur und Pilotprojekten unterschieden werden.

Die Prä- mie kann sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen oder beispielsweise Vereinen online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Bafa beantragt werden. Neben dem Antrag muss dabei auch ein Kauf- oder Leasingvertrag übermittelt werden.

Für rein elektrische Fahrzeuge liegt die Prämie bei 4. Das Programm soll im Juni auslaufen oder bereits früher, wenn der Topf von 1,2 Mrd.