Geschichte Kanadas

 


Dabei spaltete sich das Land ökonomisch weiter aufgrund der gewaltigen Ölfunde. Die Fluggesellschaften hingegen steigerten sich im gleichen Zeitraum von Millionen auf über 3 Milliarden. Sein Körper war mit rotem Ocker aus Hämatit bestreut und mit einem flachen Stein abgedeckt. Um war mit rund Doch er starb, bevor er zu einer erneuten Suche nach dem Weg zum Pazifik aufbrechen konnte.

Inhaltsverzeichnis


Die Lebenserwartung betrug 77,6 Jahre Männer: Das Gebiet des heutigen Emirats Katar wies in früheren Jahrtausenden noch eine reichhaltige Vegetation auf und war bereits in der Steinzeit besiedelt. Klimaveränderungen führten zum Entstehen der heutigen Wüstenlandschaft und zu einer Abwanderung der Bevölkerung.

In den folgenden Jahrtausenden wurde Katar nur sporadisch besiedelt. Mit Ankunft des Islams verschwand es aber zwei Jahrhunderte später fast völlig von der arabischen Halbinsel. Aber auch in der Folgezeit hatte das Land wegen des fehlenden Wassers kaum eine Bedeutung. Von sporadischen Handelssiedlungen an der Küste abgesehen war das Land nur von Beduinen bewohnt.

Um zogen nomadisierende Beduinenstämme von ihren angestammten Weidegebieten im Inneren der arabischen Halbinsel in das Gebiet des heutigen Katar. Jahrhunderts fielen saudische Wahhabiten , Anhänger einer streng orthodoxen islamischen Sekte , auf der Halbinsel ein und eroberten zeitweilig al-Bid. Seit dieser Zeit bestehen enge Bindungen zu Saudi-Arabien. Erst das Eingreifen der britischen Ostindien-Kompanie , die ihre Handelswege nach Indien bedroht sah, bereitete der Seeräuberei ein Ende.

Das Vereinigte Königreich intervenierte und erzwang einen Frieden. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts versuchten die Osmanen ihre Ansprüche auf Katar verstärkt durchzusetzen. So wurden Teile des Landes besetzt. Im Jahr schritt das Vereinigte Königreich erneut ein, um den osmanischen Einfluss und den der Wahhabiten auszuschalten. Die ersten Erdölvorkommen wurden entdeckt, wodurch die Ölförderung bald das neue wirtschaftliche Standbein Katars wurde.

In der Folgezeit ging mit dem wachsenden Reichtum eine tiefgreifende Modernisierung in Staat und Wirtschaft vor sich. September Nationalfeiertag [15] seine Unabhängigkeit und lehnte damit, wie Bahrain, einen Anschluss an die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Gleichwohl kam ein Freundschaftsvertrag mit dem Vereinigten Königreich zustande.

Auch nahmen die Scheichs von Katar nun den Titel eines Emirs an. Die absolute Herrschaft der Dynastie blieb aber weiter bestehen. Die gegründete Qatar University in Doha folgt angelsächsischen Mustern: In sechs Colleges können Bachelor- und Mastergrade erworben werden. Eine Besonderheit ist, dass nebeneinander sowohl das westliche Rechtswesen als auch das islamische Recht wie unter anderem die Scharia sowie die historischen islamischen Studien betrieben werden können.

Laut Verfassung ist Katar ein Emirat , also eine absolute Monarchie. Der Emir ist zugleich Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der exekutiven und legislativen Gewalt; auch die Regierung ist ihm allein verantwortlich. Als Quelle der Staatsgewalt legt die Verfassung das Volk fest. Ein Parlament oder politische Parteien existieren nicht.

Laut Verfassung sollen zwei Drittel der Beratenden Versammlung vom Volk gewählt werden, die Wahlen wurden jedoch mehrmals verschoben und die Mandatszeit der bestehenden Versammlung vom Emir bis Ende Juni des Jahres [veraltet] verlängert.

Die Gründung der Education City und die Fortentwicklung der Qatar University in Kooperation mit verschiedenen internationalen Universitäten werden von Beobachtern teils als aussichtsreicher Weg gesehen.

Nach seiner Abdankung am Die Taliban aus Afghanistan haben am 3. Januar die Absicht bekundet, in Katar ein Büro einzurichten. Mit einer halben Milliarde US-Dollar sollen die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut und eine ganze Stadt errichtet werden. Katar ist das einzige Land, das im islamistisch beherrschten Norden Malis derzeit offiziell mit einer NGO permanent vertreten ist. Dem Land wird auch vorgeworfen, einer der wichtigsten Finanziers der Terrormiliz Islamischer Staat zu sein.

Katars Distanzierung von diesem Vorwurf wird allgemein für unglaubwürdig gehalten. Als Grund dafür nannten sie, Katar habe Terrorismus unterstützt. Diplomaten wurden zu einer Ausreise innerhalb von 48 Stunden aufgefordert, Bürgern Katars wurde dafür eine Frist von zwei Wochen eingeräumt. Bahrain verhängte ein Reiseverbot nach Katar. Mattis und der katarische Verteidigungsminister einen lange vorbereiteten Kaufvertrag über 36 FKampfjets.

Katar zahlt dafür zwölf Milliarden US-Dollar. Die Arbeits- und Lebenssituation von Arbeitsmigranten in Katar sind teilweise menschenunwürdig. In Doha fand die UN-Klimakonferenz statt. Die Streitkräfte Katars beteiligten sich bis zur Katar-Krise an der Militärintervention im Jemen seit mit ca. Die Gemeinden werden für statistische Zwecke weiter untergliedert in 98 Zonen Stand [53] und diese weiter in Blöcke.

Die wichtigsten Erwerbsquellen sind Erdgas Katar besitzt rund 13 Prozent der weltweit verfügbaren Gasvorkommen; lieferte es ein Drittel der gesamten Flüssiggasmenge weltweit [56] , Erdöl , petrochemische Produkte z. Die Inflation betrug in den Jahren bis durchschnittlich etwa 2,5 Prozent. Platz, mit 63 von maximal Punkten. Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für auf 1,9 Millionen geschätzt.

Katar ist bestrebt, die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft diversifiziert in internationalen Beteiligungen anzulegen. Anfang Juni wurden z. Solche Beteiligungen sind sehr erwünscht, weil diese Fonds in der Regel nicht beabsichtigen, auf die operative Geschäftstätigkeit einzuwirken, sondern lediglich eine langfristige Kapitalanlage suchen.

Die Landwirtschaft kann trotz ehrgeiziger Regierungsprojekte die Inlandsnachfrage nur zu einem geringen Prozentsatz decken. Die einst rein nomadische Viehwirtschaft wurde durch den Aufbau von Viehfarmen umstrukturiert. Der Fischfang wird weiter ausgebaut. Bis sollte ein Plan zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung erstellt werden, der zwischen und umgesetzt werden soll. Der Export von Nahrungsmitteln soll unterbunden werden. Der Perlenhandel war seit der Dilmunkultur v.

Nach brach die Hochkonjunktur des Perlenhandels im Golf durch das Aufkommen japanischer Zuchtperlen weitgehend zusammen. Dies führte zu einer schweren Wirtschaftskrise, die viele Katarer zur Auswanderung zwang. Als erstmals Öl am Jabal Dhukan gefunden wurde, bot sich Katar die Chance einer neuen Einnahmequelle, um die Verluste durch den zusammengebrochenen Perlenhandel auszugleichen. In der Folge kam es zu einem Ölboom. Katar wurde stark modernisiert und gleichsam aus dem Mittelalter direkt in die Neuzeit katapultiert, was mit einem gesellschaftlichen Umbruch einherging.

Gastarbeiter kamen vor allem aus Pakistan , Sri Lanka , Nepal sowie von den Philippinen ins Land, bis heute insgesamt etwa Die Bevölkerung wuchs dadurch gewaltig und mittlerweile übersteigt die Zahl der Ausländer im Land die der Einheimischen bei weitem. Katar war somit das erste kleine Erdölförderland am Golf, das über hundert Prozent seiner Vorkommen selbst verfügte. Unter dem Meeresgrund liegt das North Gas Field , das mit Katar hat sich in den letzten Jahren eine weltweit führende Rolle in der Gasverarbeitung erarbeitet.

Dabei gibt es zwei Betriebe, die im Gasgeschäft vertreten sind. Wegen steigender Nachfrage exportiert Katar zunehmend Flüssiggas. Zu den Industriebetrieben zählen ein Stahlwerk, eine Düngemittelfabrik, eine petrochemische Anlage, eine Getreidemühle und Meerwasserentsalzungsanlagen, deren wichtigste Standorte Mesaid und Ras Laffan sind.

Die Jahresproduktionsmenge beträgt derzeit Katar plant, eine eigene Solarzellenindustrie aufzubauen. USD, gefolgt von China mit 2,9 Mrd. USD, Deutschland mit 1,9 Mrd. USD und Japan mit 1,7 Mrd. Während sich die Importe von 28,5 Mrd. USD auf 31,9 Mrd. USD auf 57,3 Mrd. Der Hafen der Hauptstadt Doha wird hauptsächlich von Dhaus angelaufen, die auf den traditionellen Routen des Persischen Golfes, jedoch auch bis Südindien verkehren.

Ar-Ruwais an der Nordküste ist ein Fischereihafen. Der internationale Flughafen von Doha wird täglich von mehreren europäischen Hauptstädten aus angeflogen und beherbergt die Fluggesellschaft Qatar Airways. Der Tourismus ist volkswirtschaftlich bedeutungslos und wird von der Tourismusbehörde Katar verwaltet.

Diese Technik gestattete die Herstellung von Pemmikan , eine Konservierungstechnik, die wiederum das Überdauern von Mangelphasen erleichterte. Die heutigen Binnen-Salish lassen sich mit dieser Kultur eng in Verbindung bringen.

Als wichtigste kulturelle Veränderung gilt der Übergang von der Nichtsesshaftigkeit zu einer Halbsesshaftigkeit mit festen Winterdörfern und sommerlichen Wanderzyklen um v. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich an der Westküste, deren Kulturen sich mit den Küsten-Salish in Beziehung bringen lassen s.

Die Gesellschaftshierarchie prägte sich deutlicher aus, einige Gruppen hatten besseren Zugriff auf Ressourcen, Reichtum wurde angehäuft und der Handel nahm weiter zu. Gegen Ende der Epoche lassen sich erstmals Plankenhäuser nachweisen, wie sie Europäer erstmals Ende des Die Salish waren darüber hinaus bereits vor v. Zwischen und v. Zudem vermehrten sich in einigen Regionen die Anzeichen einer ortsfesten, agrarischen Produktionsweise. Diese neue Jagdwaffe kam aus Asien und wurde wahrscheinlich erstmals von Paläo-Eskimos eingesetzt.

Manche Dörfer waren wohl schon ganzjährig bewohnt. Auf diese Kultur gehen wohl die Irokesen zurück, aber auch einige der Algonkin -Gruppen. Dabei nahm die Bedeutung des Kürbisses nun erst deutlich zu, obwohl dieser bereits punktuell um v.

Die Onondaga-Feuersteine wurden bis v. Zudem breiteten sich die aus dem Ohiotal kommenden Burial Mounds aus, ausgedehnte Begräbnishügel, wie etwa der rund 60 m lange Otonabee Serpent Mound , der heute im Schnitt 1,70 m hoch ist.

Die einzigen bekannten menschlichen Überreste stammen aus zwei Grabhügeln im Norden von Minnesota , auf die möglicherweise die Stämme der nördlichen Algonkin-Kultur im südlichen Manitoba und im angrenzenden Ontario zurückgehen. Wahrscheinlich kam es aufgrund der Domestizierung von Wildreis zu einer herausgehobenen Schicht von Landbesitzern Psinomani-Kultur. Dabei scheinen die Prärien bis etwa v.

Hier kommen Mounds nur in Dakota vor. Fernhandel war weit verbreitet und reichte westwärts bis zum Pazifik. Offenbar gab es bereits heilige Plätze, an denen Schamanen metaphysische Mächte beschworen. Im Norden überwogen kleinere nomadische Gruppen, während sich im Süden ein Zyklus saisonaler Wanderungen durchgesetzt hatte, deren Mittelpunkt feste Dörfer waren.

Die späte Plateau-Kultur war landschaftsbedingt durch Kleinräumigkeit gekennzeichnet. Die ausgedehnten Lachszüge lieferten den überwiegenden Teil des Nährwerts. Der Zugriff auf Ressourcen hing am Ansehen, das zunehmend erblich wurde. Geschichte British Columbias , Salish. Die Küstenkultur wurde zwischen v. Eine Schicht führender Familien beherrschte den Handel sowie den Zugang zu Ressourcen und hatte die politische und spirituelle Macht.

Viele Funde lassen sich nun Einzelstämmen zuordnen, wie etwa den Tsimshian , die spätestens v. Auch hier tauchen erstmals Begräbnishügel auf. Erst um n. Die heutigen Küsten-Salish lassen sich auf die Marpole-Kultur zurückführen, reichen aber vermutlich erheblich weiter zurück.

Die Toten erhielten zwischen und n. In einigen Regionen herrschten Steinhaufengräbern cairns vor, wie etwa um Victoria. Um bis n. Diese von Kriegen und Raubzügen geprägte Phase erstreckte sich bis weit in die Zeit der europäischen Kolonisierung und endete erst mit der schweren Pockenepidemie von und der Unterdrückung regionaler Unabhängigkeitsinseln mittels moderner Kriegstechnik bis etwa Frühe Funde, wie am Anne Lake bei Whitehorse , reichen bis v.

Hier erschwerten das extreme Klima und starke vulkanische Aktivität die dauerhafte Ansiedlung. Mit den Athabasken verbinden sich Fundstellen im Entwässerungsgebiet des Mackenzie ab v. Jahrhunderts waren Skandinavier aus Island bzw.

Norwegen die ersten Europäer, die nachweislich den amerikanischen Kontinent erreichten. Der nächste namentlich bekannte Europäer, der nachweislich im heutigen Kanada landete, war am Cabot nahm Gefangene und erklärte das Land zum englischen Besitz.

Sie landeten in Labrador oder auf Neufundland, und nahmen mehrere Ureinwohner gefangen. Corte-Real kehrte nie zurück, doch erhob der portugiesische König eine Abgabe auf Fisch, der aus den Gewässern von Neufundland stammte.

Erste Siedlung in Neufrankreich war das gegründete Tadoussac. Die Siedlung musste zwar aufgegeben werden, blieb aber als Handelsposten bestehen. Wohl schon im Englische, baskische und französische Fischer gründeten kleinere Siedlungen an der Küste, in denen Stockfisch getrocknet und dadurch transportbereit gemacht wurde.

Jahrhundert sollen Basken um die Neufundlandbank tätig gewesen sein. Um gründeten sie eine Walfangstation in der Red Bay , die rund 70 Jahre bestand und zeitweise über Einwohner hatte.

Jacques Cartier 37 , der in der Chaleur-Bucht ankerte, wurde bereits von zahlreichen Mi'kmaq-Kanus umringt, deren Besatzung mit Biberpelzen winkte. Die Stämme der Ostküste führten bald wegen der Handelskontakte Krieg untereinander, zumal ein Teil ihrer Führungsschicht inzwischen vom Erfolg im Pelzhandel und von den auf diese Art erworbenen Waren abhing. Ein Fluss- und Wegenetz, auf dem Indianer Handel betrieben, existierte schon sehr lange. Susquehannock und Montagnais forderten Samuel de Champlain 39 bei der Landung bei Tadoussac zur Unterstützung gegen die Irokesen auf.

Diese Entscheidung, die trotz mehrerer Gelegenheiten nie revidiert wurde, brachte die Irokesen dauerhaft gegen die Franzosen auf, und führte sie auf die britische Seite. Sie waren jedoch zu Champlains Zeit verschwunden. Einer der wichtigsten Verbündeten der Franzosen blieben die Huronen, die Irokesen verbanden sich bald mit den Engländern, die ihrerseits die Niederländer verdrängten. Sie wurde ein Jahr später nach Port Royal verlegt. Bald folgten weitere befestigte Anlagen.

Der Tarrantinerkrieg war Ausdruck ihrer Rivalität im Pelzhandel. Dies hatte eine schwere Epidemie zur Folge, die vielleicht zwei Drittel der Indianer das Leben kostete. Champlain zog den Ottawa aufwärts, um Verbündete zu gewinnen. So gründete man die Gesellschaft der Assoziierten , auch Compagnie de la Nouvelle-France genannt, um Auswanderer zu ermutigen.

Doch die Zahl der Siedler blieb gering. Dabei wurde das feudalistische System Frankreichs auf die Kolonie übertragen, das Land in Grundherrschaften aufgeteilt. Auch die jesuitische Mission wurde so mit Lebensmitteln und Baumaterial versorgt. Zudem durften nur Katholiken in Neufrankreich leben. Die einheimischen Beothuk wurden in den Krieg hineingezogen und dabei ausgerottet.

Die Huronen zählten rund Sie nahmen zwar nicht an den Kriegen zwischen Huronen und Irokesen teil, doch bekriegten sie die von ihnen vertriebenen Algonkin, die zu dieser Zeit als Feuer-Nationen bezeichnet wurden. Bis vernichteten die Irokesen die Huronen. Eine der stärksten treibenden Kräfte war keineswegs die politische Dominanz oder die wirtschaftliche Ausbeutung des neuen Kontinents, sondern die Suche nach der Nordwestpassage , die den atlantischen mit dem pazifischen Ozean verbindet; das galt auch schon für Cartier.

Dadurch hoffte man, einen kurzen Weg nach Süd- und Ostasien zu finden und den Weltmächten Portugal und Spanien dort Konkurrenz machen zu können. Baffin und James kamen zu dem Schluss, dass keine Passage existierte. Nach der Freigabe des individuellen Handels mit den Indianern ab zogen zahlreiche junge Männer als Waldläufer 53 aus, die unter den Indianern lebten, während neue Forts entstanden.

An geeigneten Stellen beanspruchten Stämme wie die Kichesipirini bereits um ein Zwischenhandelsmonopol, andere verlegten ihre Wohnorte entsprechend. Auf diesen Rechten basierte die Machtstellung und das Ansehen ihrer Führungsgruppen.

Bereits ab hatten die Tionontati und Huronen die Biberbestände soweit dezimiert, dass sie sich nach anderen Jagdgebieten umsehen mussten. Deren Westexpansion wurde wiederum durch den beginnenden Krieg mit den Irokesen beendet.

Sie waren von Holländern mit Gewehren ausgestattet worden und neutralisierten sie die Franzosen durch einen Friedensschluss. Die Montagnais und einige Algonkingruppen zwangen sie, nach Osten auszuweichen, so dass die Huronen weitgehend isoliert waren. Jesuiten hatten eine erste Missionsstation im Hauptort errichtet, binnen weniger Jahre waren Stationen in allen anderen Dörfern gefolgt.

Als die Irokesen die Huronen vernichteten, flohen viele von ihnen zu den Tionontati, die die Irokesen gleichfalls angriffen. Die Irokesen nahmen die Überlebenden in ihre stark angewachsene Konföderation auf. Rund tausend Tionontati gelang jedoch die Flucht. Eine andere Gruppe floh wohl zur Illinois-Konföderation.

Die Seneca , der westlichste Irokesenstamm, verlangten ihre Auslieferung, was die Illinois jedoch ablehnten. Daraufhin attackierten die Seneca sie und zwangen sie zur Flucht in Gebiete westlich des Mississippi.

Frontenac 57 versuchte diesen Handel für Frankreich zu monopolisieren und Abgaben einzuziehen. Diese nutzten ihrerseits die Gelegenheit, Kontakte zu den Cree und den weiter nördlich lebenden Gruppen aufzunehmen. September besiegt hatten Fort York. Sie mussten es jedoch im Frieden von Utrecht zurückgeben.

Zwar scheiterte die Suche nach der Westgrenze des Kontinents, doch wurden Kontakte zu Indianern bis an den oberen Mississippi , kurzzeitig sogar bis nach Santa Fe im spanischen Gebiet, aufgenommen.

Zusammen mit seinen vier Söhnen und einem Neffen errichtete er eine Reihe von Forts und erreichte den Missouri. Doch er starb, bevor er zu einer erneuten Suche nach dem Weg zum Pazifik aufbrechen konnte. Der Interessengegensatz zwischen England und Frankreich wurde nicht nur durch konfessionelle Gegensätze, sondern vor allem durch die unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle verstärkt, die nach Amerika übertragen und dort weiterentwickelt wurden.

England hatte infolge der Glorreichen Revolution von das feudale Regiment entscheidend geschwächt und in den Neuengland -Kolonien wurde der Feudalismus formell abgeschafft.

Damit wurde Eigentum individualisiert, Freizügigkeit galt für alle, die keine Sklaven waren, Abgaben und Dienste verschwanden und Arbeit wurde zunehmend zur Ware. In den französischen Gebieten hingegen wurde der Feudalismus erst aufgehoben. Bis dahin herrschte unfreie Arbeit auf dem Land vor, dazu eine langsamere ökonomische Entwicklung, eine feudale Hierarchie mit starker Abhängigkeit von wenigen Familien, die ihren Mittelpunkt in Frankreich sahen.

Darüber hinaus stand die merkantilistische Wirtschaftspolitik einer selbstständigen Entwicklung Neufrankreichs ablehnend gegenüber. So unterstützte Richelieu ab zwar die Einrichtung einer Handelsgesellschaft, die die Kolonisierung und den Handel mit Pelzen vorantreiben sollte, aber nur, weil es diese in Frankreich nicht gab.

Dabei blieb die Zahl der französischen Siedler mangels Förderung gering, während England zwar ein wenig später, aber dann umso energischer auf Kolonisierung setzte. Nur während einer kurzen Phase unter dem Intendant Jean Talon bestand von bis eine starke staatliche Förderung. Nun kamen jährlich rund Neuankömmlinge, dazu zwischen und bis unverheiratete Frauen aus Frankreich.

So stieg die Bevölkerung durch zahlreiche in der Kolonie geborene Kinder zwischen und von Den überwiegenden Teil der Felle brachten die Indianer in den Handel. Die Irokesen überjagten allerdings die Biber im Hudson-Tal und drängten daher zur Jagd weiter nordwärts. Im folgenden Jahr gelang diesen ein Sieg über die Huronen, bei denen nicht nur zahlreiche Gegner, sondern auch eine Gruppe von Jesuiten umgebracht wurde.

Auch die Petun entgingen den Kriegszügen nicht und wurden vernichtet, die Neutralen Das Vakuum im Handel mit den Franzosen füllten bald die Ottawa.

Wenige Jahre nach der Vernichtung der Huronen und anderer Stämme begannen die Irokesen unter Führung der Mohawk und einer Stammeskoalition um die Mahican und Mohegan , die Franzosen direkt anzugreifen.

Montreal war nicht mehr sicher. Im Westen waren die Seneca führend. Die Neuankömmlinge lösten dort wiederum neue Konflikte aus. Zudem veränderten sie sowohl die Techniken der Kriegführung als auch die der Jagd, und verwandelten zahlreiche Stämme etwa ab für mehr als ein Jahrhundert in Reiternomaden. Bis unterstanden die französischen Gebiete der Handelsgesellschaft Compagnie de la Nouvelle-France Gesellschaft von Neufrankreich.

Diese war jedoch nicht in der Lage, für Schutz gegen die Irokesen zu sorgen. Eines der wichtigsten Tauschgüter, der Biberpelz, war die Ursache für die folgenden Auseinandersetzungen. Diese Pelze standen nur unter starken Schwankungen zur Verfügung. Frankreich versuchte, Montreal zum einzigen Handelszentrum für Pelze zu machen. Dies war jedoch für die Irokesen nicht tragbar, deren Führer inzwischen selbst vom Tauschhandel abhingen, denn sie gewannen Prestige durch das Verschenken begehrter Waren, die sie überwiegend gegen Pelze erhielten.

So griffen sie Montreal an, kam es zum Massaker von Lachine, bei dem 97 Franzosen getötet wurden. Insgesamt kam bei dem Krieg etwa jeder zehnte Franzose ums Leben, also rund bis Dadurch, dass die Engländer den Niederländern Neu-Amsterdam hatten abnehmen können, waren die Engländer in deren Rolle geschlüpft und versorgten seither die Irokesen mit Waffen.

Als der König-William-Krieg ausbrach bis , wurde damit eine Kette von Stellvertreterkriegen ausgelöst, die England und Frankreich mit Hilfe ihrer indianischen Verbündeten austrugen. Damit endete der letzte der so genannten Biberkriege , die seit anhielten. Die Männer kamen überwiegend aus Savoyen , Piemont und Ligurien. Im Herbst gelang es ihnen, fünf verlassene Dörfer niederzubrennen, doch waren es die Pocken, die die Irokesen zwangen, um Frieden zu ersuchen.

Frankreich setzte ein oberstes Verwaltungsgremium ein, das dem französischen Seefahrtsminister unterstand. Er versuchte möglichst viele der Soldaten im Lande anzusiedeln und unterstützte die Besiedlung. Bis wuchs die Bevölkerung um rund 9. Ehen zwischen französischen Kolonisten und Indianerinnen wurden ebenfalls gefördert. Sie bilden seit eine staatlich anerkannte ethnische Gruppe. Dennoch kehrten zahlreiche Franzosen nach Frankreich zurück. Zwischen und rechnet man mit Gegen den englischen Einfluss errichteten die Franzosen zahlreiche Forts, unter ihnen Fort Frontenac.

Alle Männer zwischen 16 und 65 mussten Militärdienst leisten. Zwar beruhigte sich die Lage für einige Zeit, doch begann abermals ein Krieg, den die Franzosen allerdings nun nach Art der Guerilla führten, die sie von den Irokesen kannten. Sie schufen damit eine Grundlage für ein Kolonialreich, das sich bis an den Golf von Mexiko erstreckte. Dieses Geld wurde im Sommer zusammen mit Handelswaren aus Frankreich geschickt. Doch um war das Vertrauen in diese Art der Geldpolitik endgültig erschöpft.

Der Handel reduzierte sich auf Tauschhandel. Dazu kam, dass die Bevölkerung begann, die wenigen Münzen zu horten und zu verstecken. Der Queen Anne's War von bis war, ähnlich wie schon früher, ein Stellvertreterkrieg, diesmal des Spanischen Erbfolgekrieges. Zwischen und gelang es Neufrankreich, seinen Handel trotz des Monopolverlustes und seiner prekären Infrastruktur - die Sankt-Lorenz-Mündung war nur so lange offen, wie Louisbourg , eine Festungsstadt mit mehreren tausend Einwohnern, standhielt - auszubauen.

Im Gegenangriff vertrieben die Franzosen die Briten bis u. Zwar musste die Festung im Frieden von Aachen zurückgegeben werden, doch schon wurde die Ohio Company gegründet, die britische Kolonisten ins von Frankreich beanspruchte Ohio -Tal brachte. Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges standen rund Im folgenden Krieg gelangen den Franzosen zunächst einige Erfolge z.

Zögerliche Versuche, der bedrängten Kolonie aus Frankreich Hilfe zu schicken, wurden durch die britische Flotte unterbunden. Im Pariser Frieden vom Zwischen und wurden rund Er beendete die Austeilung von Geschenken an die Häuptlinge, wodurch er ihre durch Weiterverschenken gesicherte Position untergrub.

Den Kolonialmächten feindlich gesinnte Gruppen fürchteten, dass Amherst den Verkauf von Waffen beschränkte, um sie langfristig zu entwaffnen. Amherst sah sich bald dem Pontiac-Aufstand gegenüber, und er scheute sich nicht, über Pocken als Waffen zumindest zu korrespondieren.

Die britische Regierung grenzte mit der Königlichen Proklamation von indianische und britische Landansprüche gegeneinander ab. Der überwiegende Teil der französischen Führungsschicht ging nach Frankreich, viele Akadier wurden deportiert. Die Güter wurden zumeist eingezogen, der Kontakt zu Frankreich abgeschnitten.

Infolge des Indianeraufstands unter Pontiac änderte die Regierung ihre Politik gegenüber den Franzosen. Die französisch-katholische Mehrheit rund Das Land für die Loyalisten war jedoch keineswegs unbewohnt. Bis kamen nochmals fast 3.

Das Verfassungsgesetz von 73 richtete in Reaktion auf die konfessionelle und sprachliche Zweiteilung zwei Provinzen ein, das englisch geprägte Oberkanada und das französische Niederkanada mit jeweils selbstständigen Verwaltungen.

Der Ottawa bildete die Grenze zwischen beiden. Dabei war der Westen weniger stark von feudalstaatlichen Relikten geprägt. Dort keine clergy reserve vorgesehen, Land, das seit dem Unterhalt des anglikanischen Klerus' gedient hatte. Es wurde damit frei für industrielle Nutzung und bäuerliche Siedlung. Die seigneurie royale , die eingeführte Ordnung, bei der ein Lehnsherr vom König Land erhielt und dies gegen Dienste und Abgaben weiterverlieh, bestand jedoch fort. Die Mehrheit der irokesischen Stämme der Mohawk und Cayuga , die auf der Seite der Briten gekämpft hatten, verblieb in Kanada oder zog dorthin.

Ihre Gebiete bildeten einen weiteren Siedlungskern, doch machte die Zuwanderung aus Europa sie schnell zu einer kleinen Minderheit.

Die Krankheiten, allen voran Pocken , die den Indianern im Osten so schwer zu schaffen machten, eilten den Europäern voraus westwärts und trafen Stämme, die noch gar nicht mit Europäern in Berührung gekommen waren. Mit Handels- und Entdeckungsfahrten kamen ab den er-Jahren erste Spanier und Briten an die Pazifikküste, wo eine verheerende Pockenepidemie ausbrach, der bis weitere folgten.

Im Zusammenwirken mit Krankheiten wie Masern , Grippe und Tuberkulose richteten sie umfassende Schäden an 74 , von denen sich viele Stämme nie wieder erholten. Die nachfolgenden Europäer zog eher der gewinnträchtige Handel mit Pelzen, vor allem Fischotter , in das Gebiet zwischen Washington und Alaska , bei dem sich Handelsmonopole dreier Stämme der Nuu-chah-nulth unter Führung von Maquinna , Wikaninnish und Tatoochatticus Tatoosh 75 entwickelten.

Russen, die von Alaska her kamen, Amerikaner, Spanier und Briten konkurrierten um Einfluss, führten Kriege gegen die lokalen Machthaben, einigten sich aber darauf, keine Handelsniederlassungen mehr zu gründen. Innerhalb von drei Jahrzehnten erschöpften die zahlreichen Händler und die für sie überwiegend jagenden Indianer wichtige Pelztierbestände.

Sie übernahm nach der Verschmelzung mit der North West Company die kolonialstaatlichen Aufgaben und gründete erste dauerhafte Handelsstützpunkte. Sie schloss auch die ersten Verträge mit den Indianern, die sogenannten Douglas-Verträge.

Diese hatte Gouverneur James Douglas mit verschiedenen Gruppen geschlossen. Breitengrad als Grenze geeinigt hatten, nordwärts zurückziehen. Dabei brannten sie auch das Parlamentsgebäude nieder. Die Amerikaner konnten keines ihrer Kriegsziele erreichen, Washington , der Sitz der Regierung, wurde am August sogar niedergebrannt, die Library of Congress verbrannte dabei. Erst der Friede von Gent stellte den Status quo wieder her. Die vor den Amerikanern geflohenen, etwa 2. Eine zweite Gruppe hatte sich in Tyendinaga, benannt nach dem Mohawknamen Brants, angesiedelt, unweit von Kingston.

Jahrhundert wurde Holz zu einem wichtigen Exportgut. Das reichlich vorhandene Eichenholz war schwerer als Wasser und musste deshalb mit leichterem Kiefernholz zusammengebunden werden.

Auf dem Rückweg beförderten die Frachtschiffe bis zu Einwanderer preiswert nach Kanada, weil weder Salz noch Ziegel den Stauraum der westwärts fahrenden Schiffe ausfüllen konnten. Aristokratische Familien dominierten das von der Kolonialverwaltung eingesetzte Parlament, ebenso die Wirtschaft.

Mackenzie und Papineau organisierten die Rebellionen von in Ober- und Niederkanada, die jedoch rasch niedergeschlagen wurden. Dezember die Republik Kanada aus. Sie mussten jedoch am Januar in die USA fliehen. Generalgouverneur Lord Durham verfasste den Bericht über die Lage in Nordamerika , worin er eine verstärkte Selbstverwaltung und eine parlamentarische Regierungsform empfahl. Diese Vorschläge wurden mit dem Act of Union umgesetzt.

So wurden die Getreidegesetze Corn Laws liberalisiert. April in Flammen aufging Montreal Riots. Königin Victoria entschied , dass Ottawa, an der Grenze zwischen französischem und englischem Sprachgebiet gelegen, Hauptstadt des entstehenden Dominions Kanada werden sollte. Die Verlagerung der Hauptstadt war jedoch nicht nur ein Zugeständnis an die loyalen Kräfte in Kanada, oder ein Kompromissangebot an die beiden Sprachnationen des Landes, sondern sie hatte auch demographische Gründe.

Damit hatte der englischsprachige Westen den französischsprachigen Osten überflügelt. Sie kamen seit langem nach Kanada, denn dort war die Sklaverei abgeschafft worden. Die meisten lebten in Montreal. Zwar brachten die Loyalisten rund 2.

Ab begann man die Sklaverei in Oberkanada Schritt für Schritt abzuschaffen. Noch kamen jamaikanische Maroons nach Kanada, die Spaniern und Briten entflohen waren, bis wurden 2. Zeitweise kamen pro Jahr tausend Sklaven. Beide wurden vereinigt.

Dieser Austausch von Gütern und Kapital, dazu die entsprechenden Interessengruppen, wurde bis zur Weltwirtschaftskrise zum wichtigsten Integrationsfaktor für Kanada. Juli in Kraft trat. Es schuf das Dominion of Canada als Bundesstaat.

Das Parlament erklärte den 1. Ihnen schlossen sich einige Cree unter Häuptling Big Bear an. Die Aufständischen unter Louis Riel bildeten eine Übergangsregierung, deren Forderungen die Bundesregierung jedoch ablehnte.

In den dünn besiedelten Gebieten der Nordwest-Territorien schloss die Regierung einen Vertrag mit sieben Indianerstämmen, den ersten der elf so genannten Numbered Treaties. Darin wurden den ethnischen Gruppen Reservate reserves zugewiesen, um Land für die geplante Besiedlung mit Europäern, vor allem Briten, zu räumen.

Dabei ging man von dem Konstrukt aus, dass die britische Königin ihre Untertanen um die Einverständniserklärung bitte, das Land für Siedlung und Einwanderung zu öffnen. Innerhalb von sechs Jahren folgten weitere sechs Verträge, zu denen sich über Stämme bereitfanden, vor allem weil ihre Lebensgrundlage, die Büffel, praktisch ausgerottet war. Der zuständige Indianerkommissar Edgar Dewdney setzte das Druckmittel des Hungers ein, um die Stämme, die Widerstand leisteten, zum Einlenken zu zwingen.

Der Abschluss der übrigen Verträge zog sich bis hin; sämtliche Verträge sind bis heute gültig. Dort war es wegen Grenzunklarheiten zum Schweinekonflikt gekommen. Unter teils konservativen, teils liberalen Politikern erlebte Kanada einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Die private, aber staatlich geförderte Canadian Pacific Railway vollendete die transkontinentale Eisenbahnverbindung und stieg zum wichtigsten Unternehmen des Landes auf.

Entlang ihrer Trassen belebte sie Schifffahrt, Industrien und Siedlungen, förderte aber auch Insiderhandel und Korruption im Zusammenhang mit Grundstückskäufen. Auf dieser Basis entwickelten sich Interessen- und Zielkonflikte, die auf Jahrzehnte für die Boomregionen typisch waren. Die freie Vergabe von Land bedrohte zudem ihre Siedlungs- und Lebensweise. So fühlten sie sich übervorteilt und setzten sich zur Wehr. Louis Riel kehrte aus dem Exil zurück und führte die Nordwest-Rebellion an.

Der Aufstand brach jedoch nach schweren Gefechten zusammen und Riel wurde am November desselben Jahres wegen Hochverrats hingerichtet. Die dort noch herrschende Hudson's Bay Company, die ihr Hauptquartier aus Fort Vancouver nach Victoria auf Vancouver Island verlegt hatte, fürchtete bereits eine Übernahme der Regierungsgewalt durch die zahlreichen US-Amerikaner, die dort eintrafen.

Weitere Goldfunde lockten vor allem Männer aus Kalifornien an, aber auch aus Europa. Im Zuge des Klondike-Goldrauschs , der zeitweise über Gegenüber den Indianern schlug man eine Politik der Missionierung und Segregation ein.

Der Manitoba-Schulstreit drohte von bis erneut das Land entlang der Sprachen- und Konfessionsgrenze zu spalten. Diese Regelung konnte nie vollständig umgesetzt werden und wurde wieder aufgehoben. Seine Truppen kämpften bei Ypern , an der Somme , bei Passchendaele diese Schlacht forderte allein Die Schlacht von Vimy , bei der die vier kanadischen Divisionen im Alleingang eine deutsche Festung eroberten, gilt als eines der identitätsstiftenden Ereignisse der Nation.

Die Soldaten waren Freiwillige, jedoch wurden Deserteure, im Gegensatz zur australischen Armee, sowohl in der britischen als auch in der kanadischen Armee hingerichtet. Ein Jahr vor Beginn des Krieges kam es zu einer extremen Dürre.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, stieg der Export steil an. Nun wurde massiv für eine Ausweitung des Agrarlandes und für Investitionen in Landmaschinen gesorgt.

Er beschäftigte Finanzminister Thomas White wehrte sich gegen Steuererhöhungen, doch erhob die Regierung eine Steuer auf Geschäftsgewinne, eine Einkommenssteuer. Sie wurde nicht wieder abgeschafft. Die Kosten für Bildung, Gesundheit, Wohlfahrt lasteten zunehmend auf den Provinzen, während die Einnahmen der Bundesregierung zuflossen. Dennoch stieg der Schuldenberg von Millionen auf 2,46 Milliarden Pfund. Die Einführung der Steuer auf Geschäftsgewinne hing damit zusammen, dass Kriegsgewinnler die gewaltig angewachsene Kriegsindustrie vor allem Torontos, wo enorme Gewinne gemacht wurden, in Misskredit gebracht.

Dies führte schon zur Einrichtung einer War Purchasing Commission , einer Kriegseinkäufekommission, , doch das unzuverlässige Gewehr wurde erst ab November ausgewechselt, nachdem man den Kriegsminister zum Rückzug gezwungen hatte. Dieser Minister war Sam Hughes, der seine Verwendung besonders betrieben hatte.

Er hatte sich auch noch an einem nicht kriegstauglichen Schild bereichert hatte, den sein persönlicher Sekretär hatte patentieren lassen. Darüber hinaus hatte er als Methodist englischsprachige Männer zur Rekrutierung von französischsprachigen Katholiken eingesetzt, was diese als Provokation auffassen mussten.

Zudem wurde nun Weizen aus Alberta billiger über Vancouver transportiert als über den Osten. Vancouvers Einwohnerzahl stieg von Im ganzen Land prägten dabei Rationierung und Preiskontrollen den Alltag, erhebliche Summen konnten inzwischen für Kriegsanleihen in Kanada selbst aufgebracht werden.

Während des Krieges konnten die Kanadierinnen das Frauenwahlrecht durchsetzen, das auf Provinz- und auf Bundesebene eingeführt wurde. Den Indianern blieb dieses Recht allerdings bis vorenthalten, den Inuit sogar bis Analog zu den englischen Suffragetten setzten sie sich für das Frauenwahlrecht ein, ab unter dem Namen Canadian Suffrage Association landesweit. Parallel dazu entstand ab in Winnipeg die Woman's Christian Temperance Union , die zu ihren ursprünglichen Zielen der Prohibition das Wahlrecht hinzunahm.

Im Januar setzte Manitoba das Frauenwahlrecht durch. Nachdem andere Provinzen gefolgt waren, erging auf Bundesebene zunächst der Wartime Elections Act von , der das Wahlrecht für Frauen in der Armee und für Ehefrauen von Soldaten vorsah.

Lange Zeit galt der Krieg, die Abwesenheit der Männer, als Hauptursache für das zunehmende Selbstbewusstsein der kanadischen Frauen, doch wurde lange der Einfluss der Indianerinnen, vor allem der Irokesinnen auf die Städterinnen des Ostens unterschätzt.

Sie stellt einen gekreuzigten kanadischen Soldaten an einer Scheunentür dar. Das Werk wurde bis nicht ausgestellt. Heimkehrer aus dem Krieg schleppten die Spanische Grippe , die weltweit 25 bis 50 Millionen Opfer forderte, auch nach Kanada ein. Die Pandemie griff so schnell um sich, dass allein in Montreal am In Kanada starben mindestens Die Berichte der Missionsstationen, die Pete Davies in seinem Buch Catching Cold zitiert, zeigen jedoch, dass die Indigenen noch stärker von der Grippewelle betroffen waren: Er musste feststellen, dass von den Einwohnern 96 an der Grippe litten.

Viele waren so stark erkrankt, dass sie nicht mehr in der Lage waren, sich um Nahrung oder um das Feuer zu kümmern. Bis Ende November waren in der Siedlung 26 Inuit verstorben.

In der Siedlung Okak hatten gar nur 59 von Einwohnern überlebt. In der Siedlung Hebron überlebte nur jeder Dritte der Inuit.

Selbst wer die Krankheit überlebte, war der Gefahr ausgesetzt, zu verhungern oder zu erfrieren. Die Zahl der in der Landwirtschaft Tätigen ging zurück. Zugleich verstädterte das Land zunehmend. Seit war ihre Existenz mit dem Trade Unions Act gesichert. Um war mit rund Als engster Handelspartner der Vereinigten Staaten litt Kanada besonders stark unter der Weltwirtschaftskrise.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage musste das Konjunkturprogramm jedoch zurückgefahren werden. Die Weltwirtschaftskrise veränderte das politische System.

In den er-Jahren entstand der kanadische Sozialstaat , der von Politikern aller Parteien weiterentwickelt wurde. In Kanada gingen Ende die Exporte zurück, erst folgten die Importe.