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Zwar seien die Reallöhne in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen - da allerdings auch die Kapital- und Vermögenseinkommen gewachsen seien, sei die Einkommensungleichheit kaum zurückgegangen. Auf dieses Erbe greifen auch Luxusmarken gerne zu, um sich mit der Patina von Geschichte zu schmücken.

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Dies hat gravierende Folgen für die Gesundheitsbedingungen und damit auch auf das Wirtschaftswachstum. Für Anleger ist das eine doppelte Chance. Kein Elektroauto verkauft sich derzeit so gut wie Elon Musks Model 3. Das ist eine Premiere. Doch Samsungs Pläne gehen noch viel weiter. Fraglich ist, ob die Konkurrenten dieses Spiel mitmachen. Die Segway-Ninebot-Roller werden in China hergestellt und dann exportiert.

Manchmal ist das sinnvoll. Aber längst nicht immer. WELT stellt die wichtigsten und skurrilsten Erfindungen vor. Mit dem neuen Palm-Smartphone wird eine Pionier-Marke wiederbelebt. Vor allem weil das Gerät so klein ist, eignet es sich für bestimmte Situationen besonders. Wie unser Test zeigt, müssen Nutzer aber Abstriche machen. Mobilitäts-Start-ups haben es in Deutschland schwer. Denn das Personenbeförderungsgesetz zementiert das Privileg für Taxen. Doch es gibt Gesetzeslücken.

Das nutzen einige Unternehmen aus. Das Unternehmen Kochhaus liefert seine Rezeptboxen auch nach Hause. Im Test klappt der Bestellvorgang trotz kleiner Probleme. Allerdings ist bei den Zutaten noch Luft nach oben.

Digitale Nomaden zahlen zwischen und Euro für ein Zimmer. Mieter müssen aber erst ein Auswahlverfahren durchlaufen. Nachdem mehrere Konjunkturindikatoren nach unten weisen, geht die Angst vor einer Rezession um. Fachleute glauben aber nicht an eine Abwärtsspirale und halten sogar einen neuen Aufschwung für möglich.

Eine Gruppe dürfte besonders profitieren. Audi hat ein System entwickelt, das Passagiere auf den Rücksitzen in virtuelle Realitäten eintauchen lässt. Das britische Verkehrsministerium prüft derzeit, wie gut die Infrastruktur um den Hafen von Dover auf Staus ausgelegt ist. Doch mit dem Brexit-Ernstfall hat das nichts zu tun. Jetzt hat Matthias Berninger einen neuen Job: Als Politikchef von Bayer wirbt er auch für Glyphosat. VW konnte mehr Autos in der Volksrepublik verkaufen.

Umweltverband fordert Beteiligung der Öffentlichkeit und strengere Genehmigungsverfahren. Hamburg Airport weist Kritik zurück. Bis zu 18 Millionen Passagiere könnte Hamburg in diesem Jahr abfertigen. Schwere Fälle von Datenklau häufen sich gerade im Gastgewerbe. Millionen Verbraucher müssen fürchten, dass mit ihrer Identität Schindluder getrieben wird. Dennis Snower fürchtet um den sozialen Zusammenhalt in Deutschland und schlägt eine allgemeine Dienstpflicht vor.

Gleich vier Gefahren machen Facebook, Amazon und Google zu schaffen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt erneut: Die Standortbedingungen für Unternehmen hierzulande verschlechtern sich. Das befeuert die Forderungen nach Steuersenkungen. Doch andere Aufgaben sind weit dringlicher. So können Hersteller schneller auf Trends reagieren. Unter welchen Bedingungen die Mitarbeiter für teilweise drei Pfund pro Stunde schuften müssen, wird aber lieber verschwiegen.

Berliner Passagiere müssen sich am Morgen auf Flugausfälle einstellen. Aufgrund der Streiks von Sicherheitsmitarbeitern kommt es in Tegel und Schönefeld zu starken Einschränkungen.

Etwa 80 Flüge sind betroffen. Meinung Hacker-Angriff Nachlässigen Politikern ist nicht zu helfen. Nach dem Datenklau beanspruchen die ersten Politiker mehr Schutz für sich selbst. Doch diese Forderung ist absurd. Denn wer sogar die einfachsten Sicherheitsregeln vernachlässigt, dem ist nicht zu helfen.

Januar wird ein neues Präsidium gewählt. Vermutlich treten zwei frühere Exponenten der Kammerrebellen gegeneinander an. Bis zur nächsten Plenarwahl Anfang droht Stagnation. Der Flughafen wird weiter ausgebaut, zum Unmut vieler Bürger. Saugroboter können normale Staubsauger noch nicht ersetzen. Doch die Haushaltshelfer sind deutlich smarter geworden. Einige Kriterien helfen bei der Auswahl. Aber auch der Nutzer sollte etwas tun. Von Android zu iOS wechseln?

Darauf setzt die Finanzwirtschaft zu aller erst. Warum werden die Chancen eines Kanzlerkandidaten Steinbrück gering sein: Dass Steinbrück jetzt auf allen Kanälen präsentiert wird und dass er zum Beispiel beim ZDF-Politikbarometer die Nummer eins von zehn abgefragten Personen erreicht ein Link für viele ähnliche Meldungen , sagt über seine Wählerwirksamkeit als Kandidat im Jahre nahezu nichts:.

Ihn jetzt populär zu machen und hochzujubeln und seinen Stern dann gezielt und rechtzeitig zum Wahltermin wieder sinken zu lassen, gehört mit zur Strategie. Das ist schon einmal, nämlich mit Rudolf Scharping, meisterhaft zelebriert worden. Er wurde im Herbst und Winter hoch geschrieben und hoch gesendet. So schnell, wie seine Popularität gestiegen war, so schnell war sie auch wieder zerronnen. Bei Steinbrück wird man im Laufe des Wahlkampfes dann alle jene Sünden zu Gunsten der Finanzwirtschaft und zulasten der Steuerzahler hervor holen.

Dann wird rechtzeitig vor dem Wahltermin die Interessenverflechtung mit der Finanzwirtschaft rückerinnert und bekannt gemacht. Dann wird auch die wirtschaftspolitische und finanzpolitische Unfähigkeit dieses Kanzlerkandidaten thematisiert werden. Dann wird man seinen schnoddrigen Ton nicht mehr bewundern, sondern darüber lästern.

Zweitens sagt die Popularität bei der Gesamtbevölkerung, also bei den Anhängern aller Parteien, reichlich wenig darüber aus, welchen Anteil ein solcher Kandidat dann für seine eigene Partei gewinnen kann.

Das ist jedoch entscheidend. Mit Steinbrück würde es ungefähr so laufen wie zwischen und mit Helmut Schmidt. Man würde in konservativen Kreisen sagen: Drittens gewinnt ein Kandidat einer so genannten Volkspartei, was die SPD immer noch sein will und auch sein muss, wenn sie den Kanzler stellen will, nur dann, wenn sie breit antritt. Das wird bei Steinbrück nicht der Fall sein. Diese Tatsache dürfte einer der Gründe dafür gewesen sein, dass Steinbrück als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen abgewählt wurde.

In Nordrhein-Westfalen müssen die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Ergebnis seit 50 Jahren hinnehmen. Die CDU erreicht 44,8 Prozent. Düsseldorf steht vor einem Regierungswechsel. Darauf können sich die Strategen der Finanzwirtschaft verlassen. Im Interesse der SPD liegt das nicht. Die SPD ist fremdbestimmt. Das wissen die Strategen der Finanzwirtschaft. Sie wissen, dass sie mit dieser Parteiführung ein leichtes Spiel haben. Wenn Steinbrück trotz alledem die Wahlen gewinnen und Bundeskanzler werden sollte, dann ist das auch nicht schlimm, dann kann sich die Finanzwirtschaft darauf verlassen, dass er ihre Interessen wahrnimmt.

Dass Steinbrück in der Vergangenheit die Interessen der Finanzwirtschaft vertreten hat, ist heute verdrängt und vergessen.

Die totale Manipulation ist möglich. Das beweist dieser Vorgang wieder einmal. Ein wichtiger Nebeneffekt für das konservative Lager: Das ist ein wichtiger Nebeneffekt. Nahezu jedem potentiellen Wähler und vor allem den Mitgliedern der Grünen wird man vermitteln können, dass Angela Merkel auch nicht schlimmer sei als Steinbrück. Das wird Grünen, die wie der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann schon jetzt den Weg zu Schwarz-Grün bereiten, das Geschäft erleichtern.

Dass die SPD Führung diesen Nebeneffekt nicht erkennt, spricht dafür, dass die SPD Führung nicht durchblickt oder das es dieser Führung egal ist, ob sie den Kanzler stellt, oder ob sie als Anhängsel oder überhaupt nicht regiert. Oder es spricht dafür, dass die analytische Kraft der Führungskreise der SPD so schwach und dürftig ist, dass man dort solche wichtigen Nebeneffekte nicht mehr erkennt.

Die Kanzlerkandidatur Steinbrück ist das Kunstprodukt einer hoch effizienten und finanziell gut ausgestatteten PR-Maschinerie. Sie sorgt dafür, dass Peer Steinbrück auf allen Kanälen propagiert wird. Umfragen dienen nicht nur der Erhebung des Meinungsbildes, sondern auch der Meinungsmache. Leider gibt es dafür keine umfassenden Belege sondern immer nur Indizien. So zum Beispiel die massive Begleitung des Bundestagswahlkampfs durch Anzeigenkampagnen der Versicherungswirtschaft und Banken.

So zum Beispiel die massiven Kampagnen über den demographischen Wandel und zu Gunsten der Privatisierung der Altersvorsorge, die der Finanzwirtschaft zugute kommt. So zum Beispiel die immer wiederkehrenden Behauptungen, die öffentlichen Banken seien die schlimmsten Versager. Das war sie nie und schon gar nicht, bevor die KfW von der Bundesregierung gezwungen wurde, bei dieser privaten Bank einzusteigen.

Sie lassen Steinbrück hochleben, sie fragen nicht kritisch nach zu seinen bisherigen Taten zu Gunsten der Finanzwirtschaft, sie erwähnen nicht sein Scheitern als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen und seine offenkundig mangelnde Attraktivität als Wahlkämpfer, sie beschreiben nicht seine wirtschaftspolitische Unfähigkeit, sie ergötzen sich an seiner relativ schnellen Sprache.

Dass die Medien so unkritisch sind, hat viel mit der wachsenden Abhängigkeit der meisten Medien von der werbetreibenden Wirtschaft zu tun. Das konnte man schon beim Wahlkampf beobachten, als die erwähnte Kampagne zu Gunsten der Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme lief.

Das kann man heute an der Dominanz der Finanzwirtschaft bei Fernsehspots und Anzeigen beobachten. Im Fall Steinbrück kann man leider auch beobachten, wie wenig resistent das so genannte gebildete Bürgertum gegen Propagandaaktionen ist.