Erste Anzeichen – steigen die Zinsen bald wieder an?

 

Wenn der Preisanstieg nicht kommt, könnte sich der Beginn der Zinswende bis ins Jahr hinausschieben. Quelle: Börse Online Bankhaus Lampe KG – Da der Aufschwung aus unserer Sicht anhält, wird die Notenbank im September niedrigere Leitzinsen wohl auch nicht mehr in ihre Forward Guidance ausschließen.

Kann auch ein sicherer Hafen sein! Und welche Auswirkung hätte eine Zinsanhebung auf den Immobilienmarkt? Am Textende gibt's eine Zusammenfassung.

Steigen die Bauzinsen bald wieder?

Wird aber das Geld teurer, der Zins ist ja nichts anderes als der Kaufpreis fürs Geld, reicht bei vielen das Einkommen nicht mehr aus um den Kapitaldienst zu leisten! Das Haus geht dann über den.

Ob dies schon für eine Kehrtwende ausreicht, bleibt abzuwarten. Eine Folge der Zinsanhebung wäre, dass weniger Geldmittel in Immobilien investiert werden, da die Zinssteigerung die Renditen der Immobilien-Investoren schmälern würde.

Dadurch würden die Immobilienpreise langsamer steigen. Jedoch müssten die Zinsen für eine Immobilienfinanzierung auf drei Prozent angehoben werden, damit die Preise nicht mehr steigen. Eine Anhebung des Leitzinses ist aktuell jedoch unwahrscheinlich. Die EZB hat nämlich am Die neue Zinsspanne beträgt 1,5 bis 1,75 Prozent. Auch die Banken gehen in diesem Jahr von leicht steigenden Zinsen aus. Für Immobilienerwerber können bereits geringe Zinsunterschiede schon mehrere tausend Euro ausmachen.

Aus diesem Grund wird ein genauer Vergleich der Finanzierungsangebote empfohlen. Dennoch raten wir Hauskäufer und Hausbauer die Entscheidung von der kurzfristigen Betrachtung der Zinslage zu lösen. Wichtiger ist, dass die Finanzierung auch langfristig tragbar ist. Für eine möglichst lange Zinssicherheit eignet es sich eine lange Zinsbindung zu wählen. Auch ein Volltilger-Darlehen kommt in Frage. Noch hält die Europäische Zentralbank an ihrer Null-Zins-Politik fest, aber es gibt erste zaghafte Anzeichen, dass sich diese Politik vielleicht bald ändern könnte.

Schon im April dieses Jahres hat die EZB damit begonnen, den monatlichen Ankauf von Anleihen herunterzufahren, und das gilt als Zeichen dafür, dass die Zinsen bald wieder steigen könnten. Viele Ökonomen sind davon überzeugt, dass die EZB das Volumen ihrer Anleihenankäufe stark verringern wird, vorausgesetzt, die Inflation und das wirtschaftliche Wachstum lassen das auch zu.

Ein abruptes Ende des Anleihenprogramms wäre aber keine allzu gute Idee, dann das kann für gefährliche Turbulenzen auf dem Finanzmarkt sorgen. Experten gehen davon aus, dass der Anleihenankauf im März des nächsten Jahres deutlich zurückgefahren und der Leitzins moderat erhöht wird. Mit einem solchen moderaten Anstieg würden die Schrecken der Anleger vor negativen Zinsen langsam, aber sicher verblassen.

Die Banken werden die Zinsen nicht sofort erhöhen, aber die Anleger können mit einer höheren Verzinsung für ihre Sparguthaben rechnen. Für welche Anleger besteht Handlungsbedarf, wenn die Zinsen wieder ansteigen?

Alle, die in Anlagen mit einer langen Laufzeit investiert haben, oder bei denen Refinanzierungen anstehen, die schon länger laufen, die sollten zeitnah handeln. Alleine die Aussagen, dass es ein schnelles Ende des Ankaufsprogramms von Anleihen geben könnte, wird die Finanzmärkte überall auf der Welt deutlich volatiler machen. Zudem sind Kursschwankungen jederzeit möglich und die Aktienkurse könnten sich nach unten bewegen, wenn sich die Ereignisse zuspitzen.

Als Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank im Juni dieses Jahres andeutete, dass es mit der lockeren Geldpolitik eventuell bald ein Ende haben könnte, schoss der Euro sprunghaft nach oben und der Dax, der deutsche Aktienindex, sackte von seinem Höchststand um knapp Punkte nach unten. Private Anleger sollten Vorsorge treffen, um die Kurschwankungen zu kompensieren.

Finanzexperten raten, das Geld auf Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufzuteilen. Wichtig ist es auch, sich von der Hysterie der Märkte nicht anstecken zu lassen, es kommt auf das richtige Timing für den Markt an. Einfach zu verkaufen und dann zu hoffen, dass man in ein paar Tagen oder Wochen zu günstigen Konditionen wieder einsteigen kann, funktioniert in der Praxis leider nicht.