Zinsswap-Bilanzierung: Wann der Tausch bilanziert werden muss

 

Die Motivation für diesen Beitrag ergibt sich zum einen daraus, daß einige Elemente der herrschenden Lehre und der üblicherweise herangezogenen Beispiele erläuterungsbedürftig, teilweise sogar korrekturbedürftig sind.

Eine Auszahlung der aufgelaufenen Zinsen erfolgt auf der Tagesgeldseite nicht täglich, sondern meist einmal pro Jahr in Form eines gemittelten Zinssatzes. Für die Ermittlung dient ein gemittelter Zinssatz. Während der Laufzeit eines Swaps kann jederzeit diese Bewertungstechnik genutzt werden, um seinen Wert zu bestimmen. Er dient lediglich nur als Basis für die Berechnung der jeweiligen Zinsbelastungen und bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert.

Beitrags-Navigation

Inhaltsverzeichnis 1) Definition Swap 2) Formen des Swap 3) Zinsswap ) Motive für Zinsswap ) Beispiele für Zinsswap 4) Währungsswap ) Motive für Währungsswap.

Für die Ermittlung des Wertes eines Zinsswaps müssen die Zinszahlungen der festen und der variablen Seite entsprechend diskontiert werden. Zuerst werden die gegen- seitig auszutauschenden Zahlungsverpflichtungen näher erläutert. Die variablen Zinszahlungen sind an einen Index gekoppelt.

Dieser Zinssatz-Index wird frei am Markt als arithmetisches Mittel aus den Eingaben von 16 verschiedenen erstklassigen Referenzbanken ermittelt. Er dient für Swaps als Referenzzinssatz. Die Verzinsung ist während der Laufzeit in definierten Zeitabständen i. Die Zinszahlungen der fixen Seite eines Swaps werden durch den Swap- satz bestimmt. Der Swapsatz gibt den Satz an, der im Austausch gegen die variablen Zinszahlungen während der Laufzeit des Swaps jährlich zu be- zahlen, bzw.

Damit die beiden Parteien das Geschäft überhaupt eingehen, muss der Swap beim Vertragsabschluss einen Wert von null aufweisen. Da der variable Zinssatz an einen marktgerechten Zinsindex gekoppelt ist, wird der Swapsatz so bestimmt, dass der Wert des Swaps null ist. Um die Differenz der Barwerte ermitteln zu können, müssen die Zahlungs- verpflichtungen der festen und variablen Seite mit einem risikoadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Somit wird angenommen, dass das mit den Cashflows aus einem Derivativ assoziierte Risiko dem mit einem Kredit am Interbanken- markt assoziierten Risiko entspricht.

Die Zahlungen der fixen Seite sind durch den Swapsatz determiniert und seit dem Vertragsabschluss zu jedem Bewertungszeitpunkt bekannt, sodass sich der Barwert der fixen Seite unmittelbar als Summe der mit dem aktuellen LIBOR diskontierten Zahlungen ergibt. Als Forward Rates werden Zinssätze für künftige Perioden bezeichnet.

Diese lassen sich aus der gegenwärtigen Zinsstruktur ableiten. Im Gegensatz dazu, reagiert der Barwert der fixen Seite des Swaps jederzeit sensitiv auf jede Änderung des Marktzinssatzes und ist mit seiner Volatilität der einzig preisbestimmende Faktor.

Die Barwertentwicklung eines Zinsswaps bei Änderung des Diskontierungssatzes sieht wie folgt aus:. Durch die Veränderung profitiert nur der Festzinszahler. Der Markt für Zinsswaps hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die Attraktivität dieser Finanzinstrumente lässt sich mit den Motiven zum Abschluss dieser Kontrakte und ihren Einsatzmöglichkeiten erklären. Risikosteuerung, Arbitrage und Spekulation.

Es ist allerdings langfristig nicht möglich, Arbitragegewinne zu erzielen. Die Attraktivität der Zinsswaps ist somit nicht hauptsächlich durch das Spekulationsmotiv begründet.

Spekulation und Arbitrage spielen jedoch nur eine nachgeordnete Rolle im Verhältnis zu den Motiven der Risikosteuerung. Die Ausschaltung des Marktrisikos gelingt durch entsprechendes Risikomanagement. Mit Hilfe eines Zinsswaps kann eine Risikosteuerung erreicht werden, indem eine entsprechende Gegenposition gebildet wird, die die Risiken vollständig kompensiert. Zinsswaps haben als Zinsmanagement-Instrumente vielfältige Einsatz- bereiche. Diese können sinnvoll zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt werden.

In Abhängigkeit davon, wo in der Bilanz Zinsempfind- lichkeit entsteht, können Zinsswaps sowohl auf der Aktivseite Asset-Swap als auch auf der Passivseite Liability-Swap eingesetzt werden.

Der Standard schreibt vor, dass unter einem Finanzinstrument ein Vertrag zu verstehen ist, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen zur Begründung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstrumentes führt.

Nach ihrem Wesen lassen sich die Finanzinstrumente in originäre und derivative Verträge unterteilen. Typische Beispiele für originäre Finanz- instrumente sind z. Im Allgemeinen ist ein Derivat ein Instrument, dessen Wert von der Wertveränderung eines oder mehrerer zugrundeliegender Basiswerte abhängt.

Die bekanntesten Basiswerte derivativer Finanzinstrumente stellen Zinssätze, Wechselkurse sowie Indizen dar. In Übereinstimmung mit IAS 39 liegt ein Derivat vor, wenn ein in den Anwendungsbereich fallendes Finanzinstrument alle drei nachfolgenden Merkmale aufweist: Neben den Grundformen gibt es eine Vielzahl sogenannter strukturierter bzw.

Die Erfassung von Vermögenswerten ist nach den internationalen Normen an die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums gekoppelt. Der in den internationalen Normen geregelte Risk and Reward Approach macht die Zurechnung und dadurch die Bilanzierung von Vermögenswerten von der Zurechnung der Risiken und Chancen abhängig. Finanzderivate werden in der Bilanz als finanzielle Vermögenswerte bzw. In Übereinstimmung mit IAS Alle 6 Monate wird demnach abgerechnet und die Zinsraten werden verglichen.

Wer höher liegt als das andere Unternehmen, muss die Zinsdifferenz zahlen. Nach dem ersten halben Jahr wird die erste Bilanz gezogen: Die Zinsen auf 1 Mio. Diesen Betrag muss Unternehmen A an Zinsen zahlen. Homag erneut mit bärenstarken Zahlen Der Holzbearbeitungsmaschinenbauer Homag wächst und wächst — und kaum einer nimmt Notiz davon. Hier erfahren Sie alles darüber: Dieser Betrag ist höher als das, was Unternehmen A zahlen muss.

Deshalb muss Unternehmen B nun die Differenz von 1. Das Zinsswap-Beispiel zeigt, wie die Differenz in den Zinsraten umgerechnet wird und welche Partei zahlen muss. Überwiesen wird dabei immer die Zinsdifferenz, abgerechnet wird zur jeweils kleinsten Zeiteinheit. Idealerweise wird der variable Zinssatz an den gleichen Referenzzinssatz wie das Bankdarlehen gekoppelt. Dann kann A mit der erhaltenen variablen Zinszahlung seine variablen Darlehenszinsen gegenüber der Bank bedienen.

Somit hat sich Unternehmen A gegen steigende Zinsen abgesichert — gleichzeitig hat es sich aber die Möglichkeit genommen, von fallenden Zinsen zu profitieren. Auch bei einem reinen Seitwärtstrend der Zinsen hätte sich Unternehmen A mit dem Abschluss des Zinsswaps im Regelfall schlechter gestellt — insoweit, als für das Tauschgeschäft Kosten anfallen oder eingepreist sind. Währungsreine Swaps sind Swaps, bei denen sich beide Seiten jeweils auf dieselbe Währung beziehen.

Die Standardform eines Swaps wird oft als Plain Vanilla sowohl plain als auch vanilla englisch für gewöhnlich bezeichnet. Gemeint ist der oben beschriebene Austausch von fixen und variablen Zinszahlungsströmen. Beiden Seiten des Swaps sind variable Zinssätze zugeordnet. Bei einem Abschluss eines solchen Swaps spekuliert man auf die Steigung der Zinskurve. Hierbei wird der Tagesgeldsatz gegen einen variablen oder festen Zinssatz getauscht.

Eine Auszahlung der aufgelaufenen Zinsen erfolgt auf der Tagesgeldseite nicht täglich, sondern meist einmal pro Jahr in Form eines gemittelten Zinssatzes. Die Berechnung des gemittelten Zinssatzes simuliert die tägliche Anlage zu dem aktuellen Zinssatz. Der Tagesgeldsatz kann für einen oder am Wochenende für 3 Tage gelten, an Feiertagen auch schon einmal länger. Bei einem Währungsswap cross currency swap sind die beiden Seiten des Swaps in unterschiedlichen Währungen notiert.

Bei einem Währungsswap ist es üblich, dass zu Beginn und Ende der Laufzeit auch die Nominale getauscht werden. Bei einem Quanto -Swap wird nur in einer Währung gezahlt, während die Zinssätze durch Indizes aus unterschiedlichen Währungen bestimmt werden. Für die Bewertung eines Zinsswaps wird der Barwert für jede der beiden Vertragsseiten separat bestimmt und zum Barwert des Zinsswaps saldiert. Dabei ist zu beachten, dass im Allgemeinen nur ein Zinssatz der variablen Seite bekannt ist: Jener, welcher bereits gefixt wurde.