Steigende Zinsen? Kein Problem für Aktien!

 

Über Jahre sind die Zinsen gesunken. Nun wird über eine Zinswende spekuliert. Was steigende Zinsen für Tagesgeld, Baukredite, Anleihen und Lebensversicherungen bedeuten, wie Sparer und.

Die 15 merkwürdigsten Meldungen auf fondsprofess Zwei mögliche Erklärungen liegen auf der Hand:. View the discussion thread. Rund 1,5 Milliarden Euro des Geldvermögens liegen bei den Versicherungen.

Was steigende US-Zinsen für europäische Aktien bedeuten können

Was steigende Zinsen für Aktien bedeuten Das Zusammenspiel von Aktienkursen und Bondrenditen zählt zu den zentralen Elementen an den Finanzmärkten. Was die Vergangenheit lehrt.

Die Verzinsung des Floaters steigt und fällt also mit dem Zinsniveau an den Geldmärkten. An der Schweizer Börse sind diverse variable Zinsanleihen handelbar hier gehts zur Übersicht auf cash. Wertvermindungen von Bond-Portfolios, die durch einen Zinsanstieg verursacht werden, können mit Zins-Zertifikaten grösstenteils kompensiert werden. Zins-Warrants ermöglichen ebenfalls eine effiziente Absicherung gegen steigende Zinsen, jedoch ohne dabei auf den positiven Einfluss von Zinssenkungen zu verzichten.

Bei Investitionen in solche Hebelprodukte droht die Gefahr, den gesamten Kapitaleinsatz, beziehungsweise die Prämie, zu verlieren. Aus Mangel an Devisenreserven oder um die Devisenreserven zu schonen, haben bereits diverse Schwellenland-Zentralbanken die Leitzinsen angehoben, um sich gegen den weiteren Verfall der Währung zu stemmen. Ende Januar setzte die türkische Notenbank ein starkes Zeichen.

Sie hob den Leitzins von 4,5 auf 10 Prozent an. In der Zwischenzeit verteuerte sich die Lira gegenüber dem Franken um rund 7 Prozent. Auch die südafrikanische Notenbank hat mit einer Zinserhöhung auf den Zerfall des Rands reagiert. Von den hohen Zinsen sollten sich Anleger aber nicht blenden lassen.

Denn wie im Falle der Türkei basieren die Währungsverluste auch auf einem horrenden Handelsbilanzdefizit. Zudem wächst die Wirtschaft der Schwellenländer deutlich schwächer als in der Vergangenheit. Und solange die US-Notenbank am Tapering festhält, können Kapitalabflüsse zu neuer Währungsschwäche führen, die wiederum Zinsanhebungen nötig machen würden — ein Teufelskreis.

Währungsexperten raten daher, auf Schwellenland-Währungen mit gesunden Fundamentaldaten zu setzen. Weiter würden auch der Singapur- Dollar , der koreanische Won oder der mexikanische Peso Gewinnchancen bergen.

Anders gestaltet sich die Lage bei den Industrieländern. Wenig Aufwärtspotenzial wird dem Euro zugesprochen, weil im Markt die Erwartung vorherrscht, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen weiter senken dürfte. Dies wiederum dürfte dem Dollar Auftrieb geben. Als langfristig denkender, wertorientierter Investor fällt es uns natürlich nicht leicht, höhere Bewertungen zu akzeptieren.

Unweigerlich drängt sich ein Vergleich mit der Jahrtausendwende auf. Damals wurde teilweise das Vierzigfache der Gewinne bezahlt. Wenig später folgte ein Crash. Von solchen Bewertungen sind wir heute weit entfernt. Anders als vor der Jahrtausendwende gibt es heutzutage aber kaum noch Alternativen zu Aktien. Bundesanleihen boten zu jener Zeit fünf Prozent Rendite. Heute liegt die Rendite bekanntlich nahe null. Unter Aktienanlegern grassiert in diesem Umfeld die Angst vor der Zinswende.

Wenn man sich umhört, dann lautet die Argumentation wie folgt: Die Notenbanken hätten weltweit mit ihren Billionen-Euro schweren Anleihekaufprogrammen für zusätzliche Nachfrage nach Anleihen gesorgt und deren Kurse in die Höhe getrieben. Solche Behauptungen lassen sich relativ einfach widerlegen.

Die Phasen, in denen die Renditen spürbar zurückfielen, waren hingegen für die Entwicklung des Aktienmarktes nicht förderlich. Zinsen und Renditen steigen für gewöhnlich dann, wenn es das Wirtschaftswachstum zulässt. Und Wachstum erfreut auch den Aktienanleger, wenn die Gewinne der Unternehmen steigen.

Trübt sich hingegen das Makroumfeld ein, sinken in der Regel die Zinsen und Renditen — ebenso wie die Aktienkurse. In festverzinsliche Wertpapiere wurden im vergangenen Jahr nur Milliarden Euro investiert. Zwar gelten zum Beispiel Staatsanleihen aus Deutschland als besonders sicher, doch die Rendite bewegt sich oft sogar unter dem Inflationsniveau.

Staatsbonds aus den Euro-Krisenländern Spanien und Italien werfen hingegen recht hohe Zinsen ab, doch das Verlustrisiko ist dementsprechend hoch. Seit nimmt das angelegte Geld in festverzinsliche Finanzprodukte ab. Indexanleihen werden in Deutschland bisher allerdings nur selten vergeben. Emissionen solcher Anleihen erfolgen nur unter Genehmigung der Bundesbank. Rund Milliarden Euro liegen in Aktien.

In Relation zum Gesamtvermögen sind das gerade einmal fünf Prozent. Anfang der er-Jahre betrug der Aktienanteil noch 20 Prozent. Die Scheu, Geld in Aktien anzulegen, kann nicht mit den Renditen erklärt werden. Denn notierte der Dax noch bei 1. Keine andere Analagemöglichkeit bietet langfristig so hohe Renditen.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt aber, dass der Aktienanteil zyklischer Veränderung unterliegt. Je nach Börsengeschehen verändert sich der Anteil. Während knapp Milliarden Euro in Aktien investiert waren, verringerte sich das Volumen im darauffolgenden Jahr auf Milliarden Euro. Die Veränderung von auf hingegen war von Milliarden auf Milliarden Euro wieder eine positive.

Investmentfonds unterliegen den gleichen Schwankungen wie Aktien. Im vergangenen Jahr investierten die Deutschen rund Milliarden Euro in solche Fonds und damit knapp 25 Milliarden mehr als noch Doch bereits lagerten die Bundesbürger über Milliarden Euro in Investmentfonds.

Geldanlagen bei Versicherungen stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Rund 1,5 Milliarden Euro des Geldvermögens liegen bei den Versicherungen. Besonders beliebt sind Lebensversicherung, Pensionskassen und Versorgungswerke. Konkret werde sie bei weiterhin positiver Konjunktur zum Jahresende für weniger als die bisherigen 85 Milliarden Dollar pro Monat Anleihen aufkaufen.

Schon diese verhaltene Ankündigung reichte, um Anleger weltweit über eine Zinswende spekulieren zu lassen. Weil der Leitzins auf seinem bisherigen Rekordtief von 0,75 Prozent nicht genügend Durchschlagskraft hatte: Der Euroraum steckt weiterhin tief in der Rezession.

Zwar ist umstritten, ob der niedrigere Zins die Konjunktur spürbar antreiben kann. Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite.