Transnistrien

 


Teile der nationalistischen Frontul Popular forderten offen die Ausweisung zugewanderter Russen und anderer Minderheiten. Vorher waren nur die kleinen, aromatischen Walderdbeeren bekannt. Zweitens verlängerte sich die Kommandokette bis in die Hauptquartiere nach Paris und London. Ein Eintritt auf russischer Seite in den Krieg, wie es möglich schien oder auf westmächtlicher Seite, wie es seit erwartet wurde — hätte absehbar von vornherein einen europäischen Krieg und damit einen Ersten Weltkrieg gebracht. Das Elend und nicht mehr nur die heroische Seite des Krieges konnte dargestellt werden.

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Die Legion trat erst im Herbst in den Dienst ein. Auf dem asiatischen Kriegsschauplatz, auf den die westlichen Alliierten des Osmanischen Reiches nur einige wenige Militärberater entsandt hatten, kämpften die Russen erfolgreicher. November schlug General Iwane Andronikaschwili mit General Bebutow siegte an der Spitze eines Korps der kaukasischen Armee am 1. Der türkische Befehlshaber in Ostanatolien, Abdi Pascha, wurde daraufhin abgesetzt und vor ein Militärgericht gestellt.

Sein Nachfolger wurde Achmet Pascha. Juni war Andronikaschwili gegen Im Juli drang der russische General Wrangel ins türkische Armenien ein. Juli schlug er eine türkische Division bei Bajesid. August auf Fürst Bebutow. In einer fünfstündigen Schlacht konnten die Russen die türkische Armee zwar schlagen, waren aber aufgrund ihrer eigenen hohen Verluste nicht in der Lage, den Sieg auszunutzen und die wichtige Festung Kars einzunehmen.

Omar Pascha, der in den Donau-Fürstentümern so erfolgreich war, informierte daraufhin am Juli die Alliierten, dass er seine Truppen von der Krim nach Kleinasien verlegen würde. Die Alliierten waren gegen diese Entscheidung und stimmten dem Plan erst im September zu. Obwohl es sicherlich den Kriegsparteien und der Geschichtsschreibung nicht bewusst war, hielt die russische Armee nach dem Fall von Kars mehr Quadratmeilen feindlichen Terrains besetzt als umgekehrt die Seemächte.

Die Eroberung der Festung hat die russische Staatsführung geneigter für Friedenssondierungen gemacht. Dieser Sieg schien, den militärischen Ehrbegriffen der damaligen Zeit entsprechend, die Niederlage von Sewastopol wett zu machen. Für Napoleon und die französische Öffentlichkeit bedeuteten die Ereignisse auf diesem Kriegsschauplatz wenig, da seine Sicherung stillschweigend den Briten überlassen worden war.

Für die französische Seite war ihre seit der Schlacht von Waterloo diskreditierte Ehre durch die Eroberung der in der Schwarzmeerregion beherrschenden Malachov-Bastion Sewastopol wiederhergestellt.

Damit war ein wichtiges Friedenshindernis ausgeräumt. Denken in Kategorien militärischer Ehre und Schmach, das mit der Wandlung des Kriegsbildes seine Wirkungskraft verloren hat, war im Krimkrieg — in den Formen wie er bis ausgetragen wurde — für das politische Kalkül bei allen Kriegsparteien beherrschend und ist für die Beurteilung der Ereignisse zu berücksichtigen.

Seine Generäle rieten aber von einem solchen Abenteuer ab. Auch die Stimmung in Frankreich war wegen der Dauer des Feldzuges und der hohen Verluste umgeschlagen. Zudem hatte Österreich mittlerweile gedroht vollumfänglich gegen das Zarenreich in den Krieg einzutreten und Russland war komplett in eine politisch isolierte Situation geraten. Darin wurde die Integrität und Unabhängigkeit des Osmanischen Reiches erklärt.

Die Schifffahrt auf der Donau wurde freigegeben, die Kommission der Donau-Uferstaaten gegründet und das Schwarze Meer zu einem neutralen Gebiet erklärt. Durch den Krimkrieg zerfiel endgültig das auf dem Wiener Kongress geschaffene politische System. Seine Krim-Niederlage offenbarte der Welt, wie rückständig Russland in vielen Bereichen tatsächlich war. Es änderte sich damit der Charakter der internationalen Diplomatie.

Diese hatte, allgemein gesagt, die Bewahrung des Friedens zum Ziel, und Bündnisse waren eher defensiven Charakters: Revolutionen und Hegemonien sollten verhindert werden. Nach dem Krieg hingegen wurden die Bündnisse offensiv und die Diplomatie diente der Kriegsvorbereitung. Allerdings sollte die Zeit vor dem Krimkrieg nicht zu positiv dargestellt werden, und mit dem Berliner Kongress kehrte das Konzert der Mächte wieder, wenn auch abgeschwächt.

In England war ein Vertrauensverlust in den britischen Adel eingetreten durch die Sorglosigkeit der adeligen Offiziere im Krimkrieg. Der Krimkrieg beendete die starke Rolle, die Russland nach den Koalitionskriegen in Europa gespielt hatte.

Russlands Niederlage legte offen, wie rückständig das Land in der Technik und in seiner ganzen Struktur war. Zum Beispiel hatte es viel in der Industrialisierung aufzuholen, etwa wegen der fortdauernden Leibeigenschaft der Kleinbauern, die bewirkte, dass Arbeitskräfte fehlten. So nahm Zar Alexander II.

Wesentlichste Bestandteile waren seit die Aufhebung der Leibeigenschaft und die Erneuerung der Militärorganisation. Eine Auswirkung war die Notwendigkeit, ein stehendes Berufsheer von hoher Friedenspräsenzstärke zu unterhalten, da nicht wie bei einer Wehrpflichtarmee auf ausgebildete Reservisten zurückgegriffen werden konnte.

Der neue Zar und seine Ratgeber erkannten auf Grund der militärischen Fehlschläge im Krimkrieg, dass die Leibeigenschaft der Landarbeiter Haupthindernis für die Schaffung eines den westlichen Armeen ebenbürtigen Heeres war.

Miljutin , der spätere Kriegsminister und Motor der russischen Heeresreform der er Jahre, hatte auf diesen Sachverhalt bereits in seiner Denkschrift vom Frühjahr sehr deutlich hingewiesen. Sein Plan sah die Einführung einer Wehrpflichtigenarmee vor. Das Rekrutierungsalter wurde daraufhin auf 20 festgesetzt, und den zumeist bäuerlichen Wehrpflichtigen wurde ein Nachholen der Schulbildung auf Grundschulniveau ermöglicht. Der Krimkrieg und die darauf folgenden Reformen waren für Russland sehr teuer.

Hinzu kam ein neues Gefühl, verwundbar zu sein. Schreckte die russische Regierung vor dem Krimkrieg noch weitgehend vor den hohen Kosten etwa eines umfangreichen Ausbaus des Eisenbahnnetzes zurück, erfolgte im Zarenreich nun eine Modernisierung, für welche der Bau der Transsibirischen Eisenbahn eines der Synonyme wurde. Das Projekt, Sibirien mit dem europäischen Russland durch einen Schienenstrang zu verbinden, reicht bis in diese Zeit zurück.

Die Niederlage der Zarenarmee auf eigenem Territorium, die nicht zuletzt eine Folge der gewaltigen logistischen Probleme während des Krimkrieges war, führte zu einer neuen Verkehrspolitik. Zunächst konzentrierten sich Ausbauüberlegungen jedoch auf das europäische Russland.

Aber es wurden schnell Stimmen laut, die eine Anbindung Sibiriens an das aufkeimende europaseitige russische Schienennetz forderten. Dieser Umstand führte auf russischer Seite zu gewaltigen logistischen Problemen während der militärischen Auseinandersetzung.

Er behauptete, dass sein Vorgänger und Vater nur aus Gram über die österreichische Treulosigkeit kurz vor Kriegsende gestorben sei. Im Friedensvertrag wurde formuliert, jeden Akt und jedes Ereignis, das die Integrität des Osmanischen Reiches in Frage stellt, als Frage europäischen Interesses zu sehen. Den Donaufürstentümern Moldau und Walachei wurde die Aufrechterhaltung ihrer alten Privilegien und Immunitäten zugesichert und diese unter die Garantie der Vertragsmächte gestellt.

Abgesehen von der kurzen Beteiligung der Osmanen an der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen war es der erste europäische Konflikt, in den das Reich einbezogen war. Zugleich löste der Krieg aber eine islamische Abwehrhaltung gegen den Westen aus, welche sich bis heute fortschreibt. Dennoch kam es zu diplomatischen Rückschritten und im Laufe der Revolution von geriet Frankreich in eine gewisse Isolation.

Davon abgesehen blieb der Status quo bestehen, während Frankreich in der Vergangenheit versucht hatte, sich auf Konstantinopels Kosten zu profilieren. Der Krimkrieg zeigte, dass es erhebliche Missstände im britischen Militär gab.

Dadurch verlor die Regierung Aberdeen erheblich an Ansehen. Im Februar wurde sie zum Rücktritt gezwungen, und Palmerston übernahm die Bildung eines neuen Kabinetts. Jahrhundert aus ideologischen und weltmachtpolitischen Gründen angespannt.

In der Mittelklasse kam es zu einem neuen Gefühl des Selbstbewusstseins im Zusammenhang von Ideen wie professioneller Fähigkeit und dem Leistungsprinzip. Die Mittelklasse erkannte sich in einer Florence Nightingale wieder, die zur Nationalheldin aufstieg. Die Königin stiftete das Victoria-Kreuz , mit dem erstmals Nichtoffiziere ausgezeichnet werden konnten. Das Königreich Sardinien sah sich durch seine Beteiligung am Krimkrieg aufgewertet.

Es konnte die italienische Frage auf die politische Agenda Frankreichs setzen, mit der Absicht, Italien zu vereinigen. Neben der Annäherung an Frankreich war es für Sardinien wichtig, dass Österreich diplomatisch geschwächt worden war. Österreich war seit die Vormacht im Deutschen Bund gewesen, diese Stellung geriet jetzt allmählich ins Wanken. Russland war von Österreich enttäuscht, aber ebenso die Westmächte, die sich unzureichend unterstützt fanden.

Der Aufwand für die Mobilisierung der Truppen, die zur Machtdemonstration gegenüber Russland entsandt wurden, brachte Österreich an den Rand des finanziellen Ruins. Dies führte zu nachhaltigen Einsparungen in der Armee. Heute lässt sich nicht mehr der auf Zeitgenossen zurückgehende Vorwurf aufrechterhalten, Österreich habe haltlos zwischen dem Bundesgenossen der Heiligen Allianz Russland und den Westmächten England und Frankreich hin- und her gewankt und dadurch seine spätere politische Isolierung unter den Mächten selbst verschuldet.

Juni , die besetzten Donaufürstentümer zu räumen; in der nachfolgenden Besetzung dieser Fürstentümer durch österreichische Truppen; in der Formulierung der Vier Punkte am 8. August , dem gemeinsamen Kriegszielprogramm der beiden Westmächte und Österreichs internationale Schutzerklärung für die Donaufürstentümer, Freiheit der Donauschifffahrt, Revision des Meerengenvertrags von , Verzicht Russlands auf sein Protektorat über die orthodoxen Christen im Osmanischen Reich ; im Allianzvertrag Österreichs mit den Westmächten vom 2.

Dezember — mit dessen Nichtannahme aber gerechnete wurde — die wiederum den Kriegseintritt Österreichs nach sich ziehen würde. Österreich wollte sich seine Kriegs- und Friedenspolitik von keiner Seite diktieren lassen.

Im Verlauf des Krimkriegs kam die Gelegenheit dazu und wurde von ihm genutzt. Stärker als die Angst vor einer Übermacht Russlands, lastete die Revolutionsfurcht auf der Staatsführung des Vielvölkerstaates. Dies zieht sich im Zusammenhang mit diesem Krieg wie ein roter Faden durch die österreichische Politik. Buol und sein Kaiser wussten, dass ein Kriegseintritt entweder auf russischer oder westmächtlicher Seite keine realistische Option war, ohne einen ausufernden Waffengang auszulösen.

Sie erkannten auch, dass keine vernünftige Möglichkeit bestand, sich durch eine Neutralitätserklärung ohne Machtverlust aus dem Konflikt herauszuhalten.

Es gab für beide nur die sehr beschränkte Option der Gegnerschaft zu Russland — ohne dessen militärischer Feind zu sein — und der Freundschaft mit den Westmächten — ohne deren militärischer Verbündeter zu sein.

Die Habsburger Monarchie folgte in ihrer Diplomatie einem Selbsterhaltungsantrieb. Die Grenzen Österreichs waren allgemein zu allen Nachbarn gefährdet. Österreich hat während des Krimkriegs eine konsequente Friedenspolitik geführt.

Österreich geriet aber in die immer verwickelter werdenden Lage, vom Standpunkt einer abwartenden bewaffneten Neutralität her von Russland allmählich abzurücken und sich durch vielfache Bindungen den Westmächten zu nähern. Die Drohung, in den Krieg mit einzutreten, hat Österreich Russland stets fühlen lassen, um es an den Verhandlungstisch zu zwingen. Ein Eintritt auf russischer Seite in den Krieg, wie es möglich schien oder auf westmächtlicher Seite, wie es seit erwartet wurde — hätte absehbar von vornherein einen europäischen Krieg und damit einen Ersten Weltkrieg gebracht.

Als Folge davon den erneuten offenen Ausbruch der Revolution gegen die Monarchie, von der sich das Habsburger Reich noch nicht erholt hatte und die ihre Existenz aufs Spiel gesetzt hätte.

Der für Österreich gelegte Köder — zunächst russischer —, dann französischerseits — sich in Richtung Süden oder Südosten auszudehnen, wurden als Absicht durchschaut, es in den Krieg hineinzuziehen. Expansionsabsichten im Hinblick auf die angrenzenden osmanischen Gebiete haben zwar in Österreich bestanden, wurden jedoch von der politischen Führung nicht geteilt.

Das Habsburger Reich hat durch seine effektiv verschleierte Diplomatie und auch nicht unerheblichen, offen militärischen Drohgebärden seinen Bestand noch für viele Jahrzehnte retten können. Nach 25 Jahren des Oberbefehls von Wellington war eine Stagnation in der Ausbildung der britischen Armee zu beobachten; dies wurde im Krimkrieg deutlich. Zudem wurden zum Beispiel noch immer Offizierspatente gegen Geld verkauft , es wurden veraltete Militär-Taktiken beibehalten und noch immer disziplinierte sie ihre Soldaten mit der Prügelstrafe.

Der neue Oberbefehlshaber der britischen Armee — Henry Hardinge, 1. Viscount Hardinge — wurde von Prinz Albert aufgefordert, die Ausbildung der britischen Armee zu verbessern. Insgesamt führte der Krimkrieg zu erhöhten Militärausgaben bei allen Staaten. Österreich verschuldete sich durch die Rüstungen infolge des Krimkrieges derart, dass Sparprogramme zur Auflösung ganzer Einheiten führten, was letztlich unter anderem zu Niederlagen in späteren Kriegen beitragen sollte.

Russland durfte dort fortan keine Kriegsflotte und keine Festungen unterhalten. In den beiden Kriegen nur zwischen Russland und dem Osmanischen Reich, — und —, eroberten die Russen Edirne und marschierten direkt bis kurz vor Konstantinopel.

Erneut bestand die Perspektive einer russischen Eroberung der Meerengen, Russland hatte bereits praktisch den gesamten europäischen Teil des Osmanischen Reiches erobert. Die Briten entsandten ihre Flotte an den Bosporus und drohten Russland mit einem weiteren Krieg mit ihnen.

Zum ersten Mal wurden auf britischer Seite Infanterieeinheiten eingesetzt, die durchgehend Gewehre mit gezogenen Läufen einsetzten. Auf russischer Seite hingegen wurden noch glattläufige Musketen eingesetzt mit einer wirksamen Reichweite von etwa Metern.

In der Schlacht an der Alma offenbarte sich dieses. Sie brachten damit die überraschten russischen Kolonnen vielfach zum Stehen. Die neuen Waffentechniken führten beim Militär zu sozialen Umwälzungen. Der Krieg verortete sich wie bisher zu Land und Wasser, aber Soldaten und Technik verlagerten sich verstärkt unter die Erde.

Dieser Krieg wurde zudem besonders im Ostseeraum mit Seeminen der russischen Seite unter die Wasseroberfläche verlegt. Sprengkraft und Technik waren noch am Anfang der Entwicklung, doch es gab schon elektromagnetische Fernzündungen von Unterwasserminen.

Ein Luftkrieg wurde noch nicht geführt. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde den meisten Militärs nicht so recht klar, was mit der bereits vorhandenen taktischen Gefechtsfeld- Aufklärungstechnik mithilfe von Aufklärungsballonen bereits möglich gewesen wäre. Im klassischen Bewegungskrieg gab es für solch schwerfälliges Gerät ohnehin noch wenig Verwendung.

Erst im Verlauf des Weltkrieges wurden die Vorteile für den Stellungs- und Grabenkrieg umfänglich erkannt und verwirklicht, dass lag vor allem an der nicht vorhandenen Koordination und der geringen Sachkenntnis der oberen Kommandobehörden bzw.

Es wurden etwa Millionen Gewehr- und 50 Millionen Geschützschüsse abgegeben. Einerseits wurden bereits technische Innovationen militärisch genutzt, andererseits war dieser Krieg zum Beispiel teilweise noch von farbenprächtigen Truppenkollisionen geprägt. Zeitgenössische Gemälde, meist ohne viel dokumentarische Genauigkeit, lassen viel vom manchmal spektakelhaften und farbenfrohen Erscheinungsbild des Krieges erahnen.

Der Dampfantrieb ermöglichte eine höhere Geschwindigkeit und Unabhängigkeit vom Wind. Ebenfalls neu war die moderne Artillerie mit Explosiv granaten. Sie bauten deshalb hier die erste strategische Bahnstrecke in der Geschichte der Eisenbahn, um ihren Nachschub von Balaklawa zum Lager der britisch-französischen Belagerungsarmee vor Sewastopol zu transportieren.

Bereits nach sieben Wochen und noch vor dem Wintereinbruch war diese fertig. Der Krimkrieg war zugleich der historisch erste Graben- und Stellungskrieg.

Weiterhin stellte der Krimkrieg mit dem Todesritt von Balaklawa den Einsatz der klassischen Kavallerie-Attacke in Frage, da diese sich gegenüber den moderneren schneller, energiereicher, beziehungsweise genauer feuernden Waffen in Verbindung mit den sich verändernden Feldverschanzungen kaum noch durchzusetzen vermochte.

Die Kavallerie behielt aber bis zur später aufkommenden umfangreichen Motorisierung der Armeen eine wichtige Funktion. Auf russischer Seite bestanden schon vor dem Krieg mehrere optisch-mechanische Telegrafenlinien nach dem Chappe-System. Neben der Strecke Moskau — St. Petersburg — Warschau gab es auch eine Verbindung von Moskau nach Sewastopol auf die Krim, wodurch eine einfache Nachricht in etwa zwei Tagen übermittelt werden konnte.

Im Jahr begann Russland mit dem Bau von erheblich schnelleren elektromagnetischen Telegrafenlinien von Moskau aus wiederum nach St. Petersburg und Warschau und Richtung Süden nach Odessa und Sewastopol, die fertiggestellt wurden. Diese Linien erlaubten Russland, die Truppen- und Materialbewegungen zu koordinieren sowie schnellen Kontakt nach Berlin für die Bestellung von Kriegsgütern herzustellen.

Auf alliierter Seite wurde das schon von London über Paris nach Bukarest bestehende elektromagnetische Telegrafennetz nach Warna am Schwarzen Meer verlängert. Im April wurde das mit Kilometern Länge bis dahin längste Unterseekabel aus mit Guttapercha isoliertem Eisendraht von Warna nach Balaklawa auf der Krim in nur 18 Tagen verlegt. Auf der Krim wurden von den Franzosen und Briten erstmals Feldtelegrafen eingesetzt, wobei die Kabel mittels eines Wagens mit Pflug oder durch die Anlegung von Gräben in die Erde verlegt wurden.

Unterseekabel wie Feldtelegraf erwiesen sich jedoch als kurzlebig; die Linien der Feldtelegrafen zerbrachen oft, und auch das Unterseekabel brach im Dezember , kurz nach dem Fall Sewastopols, ohne dass es hätte repariert werden können. Die Bedeutung der damals neuen Kommunikationsmittel für den Kriegsverlauf ist nur wenig erforscht, zwei Aspekte auf Seiten der Alliierten werden jedoch herausgehoben: Zweitens verlängerte sich die Kommandokette bis in die Hauptquartiere nach Paris und London.

Dies wurde von den Befehlshabern im Feld als ambivalenter Fortschritt betrachtet. Sie glaubten, die Effizienz der Kriegsführung habe darunter gelitten, weil bei taktischen Entscheidungen, die bis dahin vor Ort getroffen worden waren, sich die weit vom Kriegsschauplatz entfernten Staatsoberhäupter einmischten. Der britische General Simpson soll gesagt haben: Auf Menschenleben kam es ab jetzt weniger denn je an, und schon wenige Jahre nach dem Krimgeschehen fielen im Amerikanischen Bürgerkrieg Erstmals konnten Kriegsberichterstatter , mittels der Telegrafie ohne Zeitverlust Berichte an Zeitungen senden, etwa über die berühmt-verklärte Attacke der Leichten Brigade.

Die Berichterstattung Russells war teilweise so genau, dass der Zar meinte, er brauche keine Spione, er habe die Times. Zusätzlich zu der bereits vorhandenen Zensur aller anderen Länder des militärisch ausgetragenen Konfliktes, galten in der alten Welt noch ungeschriebene, aber für das zeitungskonsumierende Bürgertum selbstverständliche Regeln des Takts, die ein visuelles Zurschaustellen von Kriegsopfern untersagten.

Zum ersten Mal wurden Fotoreportagen zu einem Krieg angefertigt. Das Elend und nicht mehr nur die heroische Seite des Krieges konnte dargestellt werden. Die Aufnahmen von Roger Fenton sind jedoch meist arrangierte Fotos, dies ist teilweise durch die damals langen Belichtungszeiten erklärbar.

Die Fotos sind meist Porträtdarstellungen. Bei den Abgebildeten handelte es sich überwiegend um Offiziere. Durch die britische Krone soll es ihm zudem strikt untersagt gewesen sein, Fotos von Verwundeten oder Toten zu machen.

Russell berichtete, dass die britischen Offiziere sich verhielten, als seien sie auf einer Picknick-Tour. Susan Sontag schreibt, es sei damit ein Porträt des Todes ohne die Toten geschaffen worden. Zudem gibt es eine erhaltene Fotoversion Fentons, auf der nur Kanonenkugeln im Graben neben dem Weg liegen. Bilder vom Krimfeldzug gaben der britischen Bevölkerung zumindest ein vages Gefühl für die Lebensbedingungen der Soldaten vor Ort. Der britischen Presse kam es nicht auf subjektive Eindrücke, sondern auf unparteiische, unanfechtbare Bilddokumente an.

Genau diese Reportagezeichnungen und nicht die Fotos Fentons waren es, welche die historisch neue Qualität in der bildlichen Berichterstattung kunst- und fiktionsfreier Tatsächlichkeit der britischen Bevölkerung suggerierten und der Kriegswirklichkeit zumindest etwas nahekamen.

Monate zuvor gab es noch reichlich, vor allem glorifizierende Darstellungen von Schlachtenepisoden dieses Krieges. Seine Arbeit wurde von James Robertson und Felice Beato fortgesetzt, deren 60 Platten unter anderem die französischen Schützengräben vor Sewastopol, die einschlagsicheren Unterstände der russischen Generäle und das unbeschreibliche Chaos nach Abzug der Russen zeigten. Für den interessierten Zeitungsleser zeigte sich im Verlauf des Krimkrieges, dass sich durch modernere, bebilderte, schnellere und umfangreichere Berichterstattung nicht zwangsläufig eine bessere ergab.

Bereits nach dem britischen Mitsieg in der Schlacht an der Alma am 2. Die vorschnelle Siegesmeldung zu dem später fast ein Jahr umkämpften und zentralen Kriegsschauplatz erfolgte aufgrund eines Gerüchtes.

Die Falschmeldung gelangte per Telegraf sofort auch weiter an die europäischen und amerikanischen Aktienbörsen und löste dort wirtschaftliche Turbulenzen aus. Die britischen Offiziere sahen sich jetzt zunehmendem öffentlichen Erfolgsdruck ausgesetzt, erschwerend für sie kam hinzu, dass The Times ihre kriegsfreundliche Berichterstattung kurz danach in eine kriegskritisierende änderte.

Obwohl er mittlerweile als veraltet gilt, wird er in der Presse weiterhin und auch mit abgewandelter Bedeutung verwendet. Grundsätzlich ist der ethnisch abwertende Begriff Ausdruck des damaligen Umganges mit Ethnien wie, in diesem Fall, den Tataren. Ihre Bedeutung für die russische Literatur liegt darin, dass sie die bislang üblichen heroisierenden Beschreibungen des Krieges durch eine realistische und detaillierte Schilderung des Kriegsalltags ersetzen.

Die Sevastopoler Erzählungen bilden zusammen mit Erzählungen wie Der Überfall , Holzschlag und dem Roman Die Kosaken einen einheitlichen Themenkreis, in welchem er die Eindrücke seiner Militärzeit literarisch verarbeitet. Kunsthistorisch gesehen fiel der Krimkrieg in eine Zeit massiver Ausweitung des Kunstkonsums, welche im späten Jahrhundert begann, und es gab vermehrt Nachfrage nach Unterhaltung. Maler kleiner Kabinettbilder für Einzelkunden verlegten sich auf die Herstellung von Riesenleinwänden wie Panoramen und Dioramen , die durch Schauspieleinlagen belebt wurden und gegen Eintritt stundenweise zu betrachten waren.

Monate bevor er wirklich eintrat, wurde der Fall von Sewastopol hier als permanentes Spektakel vorweggenommen. Authentizität wurde unter anderem dadurch herzustellen versucht, dass Kriminvaliden zur Verfügung standen sich — für ein Trinkgeld — allabendlich im Zoo von Surrey selbst zur Schau zu stellen. Die allgemeine Krimbegeisterung schlug sich auch im britischen Opernprogramm nieder.

In Paris nahm finanziell lukratives Schaustellen des Krieges eine geringere Rolle ein, obwohl gelegentlich nachempfundenes Kriegstheater hier kolossale Dimensionen annahm. Die Belagerung von Silistria in der Donau-Phase zu Feldzugbeginn wurde zum Beispiel auf dem dortigen Marsfeld einmal mithilfe einer eineinhalb Kilometer breiten Kulisse und ganzer Bataillone an Kombattanten inszeniert, die sich laut einem zeitgenössischen Pressekommentar: Ihr wurde dabei jeder vorgestellt und nicht nur nach seinen Kriegserlebnissen befragt sowie mit Worten aufgemuntert, sondern auch von Joseph Cundall fotografiert.

Einige wenige dieser Aufnahmen gelangten an die Presse und wurden mit Holzstichtechnik verbreitet. Diese bekunden das persönliche Interesse, das die Königin ihren Soldaten bis hin zum einfachsten Gefreiten entgegenbrachte. Das ganze erscheint als ein Ablenkungsmanöver zu der Fehlleistung ihrer Armee, auf Grund der zwei von drei Invaliden ihre Beine nicht durch russisches Feuer, sondern durch Erfrierungen vor Sewastopol verloren haben.

Auf den Fotos scheinen sie mit reichlich Decken und gut versorgt untergebracht zu sein, aber Details verdeutlichen ein künstliches Arrangement im Kasernenhof. In einer früheren Fotoserie hatte Cundall die Ungastlichkeit der Unterbringung gezeigt. Es dürfte zu den später beschönigenden Inszenierungen bei den Besuchen durch Beschwerden gekommen sein, welche die Königin gegen die mangelhafte Unterbringung der Veteranen bei der Krankenhausleitung eingereicht hatte.

Die Aufnahmen verdeutlichen aber keinerlei Familien-, sondern eine Standessichtweise der Herrscherin gegenüber ihren Untertanen. Die Autorität der Krone war immerhin ausreichend, dass ihre Ratschläge vom Kabinett beachtet und teilweise übernommen wurden. Sie vertrat ab der Zeit die Meinung, dass die Truppen dem Einfluss der Politiker so weit wie möglich entzogen bleiben müssten.

Andererseits durch den Oberbefehlshaber aber mit dem Souverän in direkter Verbindung zu stehen hätten. Krieg als Mittel der Politik war ihr allgemein unangenehm; wo sie ihn nicht verhindern konnte, drängte sie auf baldigen Frieden. Vor allem in einem Punkt unterschied sie sich von anderen damaligen Herrschern, der indem sie Mitleid und persönliche Anteilnahme für ihre Soldaten zeigte. Im kollektiven Gedächtnis hat der Krimkrieg kaum eine Spur hinterlassen, obwohl er nicht nur von Malerei und Graphik, sondern bereits durch das neue Medium der Fotografie und in Zeitungen und Illustrierten repräsentiert wurde.

Im Gegenzug zum Bild vom konventionellen Krieg des Jahrhunderts ist er als der Erste Medienkrieg bezeichnet worden. Die entstehenden modernen Bildmedien nutzten neue Drucktechniken Lithographie und Illustrationen auf der Grundlage von Fotografien, um das Kriegsgeschehen zeitnah abzubilden.

In der Geschichte des Journalismus sei der Krimkrieg der erste fotografisch dokumentierte Krieg. Im Gegensatz zur Modernitätsthese wird betont, dass die Bezeichnung als moderner Medienkrieg eine Rückprojektion sei. Die Fototechnik steckte in den Kinderschuhen, der Fotojournalismus entwickelte sich Jahre später, und die Öffentlichkeit der modernen Medienstruktur war noch nicht entwickelt.

Eine Medienlandschaft, die ein halbes Jahrhundert später für das kollektive Bild des Ersten Weltkriegs sorgte, gab es noch nicht. Die öffentliche Meinung der europäischen Gesellschaften war daher kaum beteiligt. Der Einsatz von Kameras habe nicht zur Geburtsstunde der modernen Kriegsberichterstattung geführt.

Die wenigen und schwer zu transportierenden Kameras waren für den Zweck der Reportage ungeeignet. Fotos wurden von den Fotografen für politische Auftraggeber gemacht.

Roger Fenton, der bekannteste der Fotografen auf der Krim, stellte Aufnahmen zu aufwendigen Alben zusammen, die er den Herrschern in Paris und London persönlich zeigen konnte und zu hohen Preisen an den Adel und wohlhabende Bürger verkaufte. Susan Sontag schreibt, dass die Fotografie den Krimkrieg als würdige Gruppe von Männern auf einem Ausflug dargestellt habe. Jahrhunderts und insbesondere am Pittoresken orientiert. Lange Zeit wurde dieser Krieg von der Wissenschaft vernachlässigt und der britischen Seite überlassen, welche diesen auf die Attacke der Leichten Brigade, Fehlleistungen der britischen Militärführer und die Schwester Nightingale verkürzten.

Dies beschreibt das logistische Chaos der Sewastopol-Schlacht. Paton veröffentlichte das Blatt jedoch nicht, weil er befürchtete, dass es als Angriff gegen den Oberbefehlshaber, der britischen Streitkräfte im Krimkrieg Lord Raglan, gerichtet angesehen werden könnte. Verbindung von Kirche und Krieg: Als harmlos getarnter russischer Riese, das kleine Piemont steht vor seiner Festung.

Über Tage eingeschlossen, war die Festung Sewastopol täglich schwerstem Artilleriebeschuss ausgesetzt. Im August trafen fast täglich, nach stundenlangem Beschuss der Stellungen mit Sprenggranaten schwerer Artillerie, auf einzelnen Verbandplätzen und mehr Verwundete ein. Im September wurden choleraverseuchte Truppen auf die Krim übergesetzt.

In Unterschätzung der auf der Krim zu erwartenden Kampfhandlungen verabsäumte das Oberkommando, dem Expeditionskorps die erforderlichen Ausrüstungen für den Aufbau von Verbandplätzen und Feldlazaretten mitzugeben. Die Belagerer Sewastopols mussten monatelang völlig unzureichend bekleidet, ernährt und untergebracht, bar sanitärhygienischer Einrichtungen in den feuchtkalten Schluchten der südwestlichen Krimküste hausen.

Bald wütete die Cholera, wenig später auch der Typhus und die Ruhr in den Lagern. Die Belagerer konnten keine Lazarette einrichten und mussten die Kranken auf schlecht ausgerüsteten Schiffen in die Lazarettbasis am Bosporus bringen.

Choleraerkrankungen waren in Europa vor dem Beginn des Der erbrachte endgültige Nachweis durch den Arzt John Snow , dass eine Choleraepidemie im Londoner Stadtteil Soho in Zusammenhang mit verunreinigtem Trinkwasser stand, gilt als Geburtsstunde der modernen Epidemiologie.

Trotz vieler neuer Erkenntnisse war die, sich bis ins Zeitalter der Griechen zurück zu verfolgende Miasmentheorie , mangels Wissens über Bakterien und Viren , noch bis circa weit verbreitet. Wie in fast allen Kriegen zuvor, starben mehr Soldaten infolge der angewandten Therapie oder an Seuchen als direkt durch Kampfhandlungen.

Die Statistik der britischen Streitkräfte besagt: Im Schnitt starben daran achtzig Prozent der Behandelten aller Armeen. Warum bei dieser geringen Überlebensrate trotzdem so viele derartigen Eingriffe gemacht wurden, erklärte Anton Christian von Hübbenet — der dort selbst Hunderte Male so verfuhr — damit, dass die Schmerzen für die Verwundeten unerträglich waren.

Im Militärlazarett oder -hospital starb fast jeder zweite Patient. Hinter dem Ruhm, den sich Florence Nightingale im Krimkrieg erwarb, ist die Tätigkeit der Ärzte jenes militärischen Konfliktes etwas in den Hintergrund geraten. Auch diese litten Not: Von den tätigen britischen Chirurgen fanden 52 den Tod, bei den französischen Alliierten waren es fast doppelt so viele. Nachdem sie von der britischen Regierung und Nightingales Pflegerinnen abgelehnt worden war, reiste sie auf eigene Kosten und trotz aller Vorurteile und Diskriminierungen, die ihr begegneten nach Balaklawa.

Im Wesentlichen bildete die Unterkunft jedoch die Basis für die Pflege erkrankter oder verwundeter Soldaten. Die Zustände, die Florence Nightingale dort vorfand, waren katastrophal. Die Verwundeten und Kranken lagen in schlecht belüfteten, rattenverseuchten Räumen nahezu ohne hygienische Einrichtungen. Ein wesentliches Arbeitsmittel waren für sie Fragebögen, daneben griff sie auf bereits vorhandenes Datenmaterial zurück.

Dazu zählten offizielle Regierungsberichte ebenso wie Stellungnahmen britischer Behörden. Im Dezember begann Pirogow , als Militärarzt zu arbeiten. Auch die Narkose wurde von ihm erstmals als Standardbehandlung bei Operationen im Feld eingesetzt. Als er bereits die von ihm durchgeführte rektale Anästhesie mit Ether beschrieb, war er seiner Zeit weit voraus.

Er schrieb, dass von russischen Ärzten ein Achtel dort starb, davon aber nur fünf an Kriegsverletzungen. Von den Hilfschirurgen sind während der Kriegszeit fast die Hälfte verstorben oder dienstunfähig geworden.

Die Wahrheit verschweigen, heisst das Uebel und die Wunden verbergen, ohne sie zu heilen. Die geheimen Verwüstungen dieses Schweigens sind aber um so gefährlicher, als sie alle zugleich aufbrechen und zwar wenn es zu spät ist, ihnen abzuhelfen! Es blieb bei Russische Historiker haben im Laufe der Zeit die Verluste deutlich nach unten korrigiert. Orlando Figes hält eine Schätzung des Kriegsministeriums für am genauesten, der zufolge in der Zeit des Krieges Die Russen erlitten von allen Kriegsteilnehmern die schwersten Verluste.

Rund ein Drittel der französischen und ein Fünftel der britischen Streitmacht kehrte nicht heim. Darüber hinaus gab es Verluste durch Massaker und organisierte ethnische Verfolgungen, welche die Kämpfe im Kaukasus, auf dem Balkan und der Krim begleiteten.

Hier kurte die Zarenfamilie und Russlands Adel in prächtigen Villen. Nach dem Krimkrieg emigrierten immer mehr Krimtataren in das Osmanische Reich, ab strömten dafür immer mehr russische und ukrainische Siedler ins Land. Dadurch sank der muslimische Bevölkerungsanteil auf der Krim. Die anglikanische Kirche errichtete in Istanbul die Krim-Gedenkkirche. Wegen ihrer massiven Bauweise in Ziegelstein und ihrer aus dem Festungsbau entlehnten architektonischen Elemente wurde für die Türme dieser Name gewählt.

Ein Sturm traf die Expeditionsflotte der Franzosen und Briten schwer. Aufgrund dieses Ereignisses wurden die ersten staatlichen Wetterdienste gegründet. Der Bürgermeister ist jedoch im Hinblick auf internationale Beziehungen nicht der Rechtsnachfolger von Königin Victoria , wodurch der Friedensvertrag genau genommen unwirksam ist. Damit dürfte die am 4. April verstorbene Maurische Landschildkröte die letzte Überlebende des Krimkriegs gewesen sein.

Der Name für Sturmhauben balaclava bzw. Später verbreiteten sich diese Begriffe in andere Sprachen. Wichtigste Schauplätze des Krimkrieges: Patient heroes , Brit. Karikatur, Bildtext B. Transport und Versorgung vor Ort bei französischen Ordens-Schwestern. Per Schiff zur Selimiye-Kaserne.

Jahrhundert Russische Geschichte Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons Wikisource. Diese Seite wurde zuletzt am 4. Januar um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Hier sind gute Nachrichten von zu Hause.

Wir bekommen eine Verdienstmedaille. Vielleicht haben wir eines Tages einen Mantel, um sie daran festzumachen! Non fare il gradasso, Nicola: Sei kein Tyrann, Nikolaus: Blick in die alten Geschichten und sieh, wie Goliath endete. Ai tempi nostri abbondano gli ebrei, ma scarseggiano i Daviddi.

In beiden genannten Bezirken gibt es zahlreiche mehrheitlich von Ukrainern bewohnte Dörfer. Das Zentrum der Bulgaren in Transnistrien bildet das Dorf Parcani , in dem eine bulgarische Bevölkerungsmehrheit lebt.

Die transnistrische Volkszählung ergab eine Zahl von Deutschen in Transnistrien. Es gab jedoch auch eine historische deutsche Minderheit in Transnistrien. Jahrhunderts gründeten deutsche Siedler aus Baden und dem Elsass drei Kolonien im heutigen Transnistrien: Die drei Dörfer liegen im Rajon Grigoriopol.

Bei der russischen Volkszählung aus dem Jahr gaben im Bezirk Tiraspol , zu dem die deutschen Siedlungen damals gehörten, Eine kleinere Zahl an Deutschen konnte jedoch bleiben oder kehrte später wieder zurück. Im Alltag ist Russisch die mit weitem Abstand verbreitetste Sprache und dominiert im öffentlichen Leben, im Mediensektor und der Politik deutlich. Als einzige der drei Amtssprachen wird Russisch auch fast durchgängig von allen Bevölkerungsgruppen gesprochen und verstanden; in ethnisch gemischten Gebieten dient es daher automatisch als Verkehrssprache.

Es gibt allerdings Schulen in allen drei Amtssprachen, und der staatliche Fernsehsender Perwy Pridnestrowski sendet auch Programme in ukrainischer und moldauischer Sprache. An transnistrischen Schulen muss neben Russisch mindestens eine weitere Amtssprache des Landes gelernt werden, also Moldauisch oder Ukrainisch. Auch offizielle Dokumente und Amtsgespräche können in allen drei Sprachen angefordert werden, wenngleich dies in der Praxis aber oft an mangelnden Sprachkenntnissen von Beamten scheitert.

Moldauisch ist, bis auf viele Fremdwörter aus dem Russischen, identisch mit der Rumänischen Sprache , wird aber mit kyrillischen Schriftzeichen geschrieben. Bis war Moldauisch der Name der Amtssprache in ganz Moldau und wurde auch dort mit kyrillischer Schrift geschrieben.

Transnistrien beharrt jedoch auf der Verwendung des kyrillischen Alphabets sowie der Bezeichnung Moldauisch. Deutlich wird die Dominanz des Russischen auch im Bildungssystem. Immer wieder in Konflikt mit den transnistrischen Autoritäten geraten die insgesamt sechs Schulen mit rumänischer, in lateinischer Schrift geschriebener Unterrichtssprache. Sie werden zum Teil vom moldauischen Bildungsministerium betrieben und finanziert, und ihr Lehrpersonal ist gegenüber Transnistrien meist kritisch eingestellt.

Nur rund ein Prozent der Schulen Transnistriens unterrichten auf Ukrainisch. Auch in anderen Bereichen ist Ukrainisch die Amtssprache Transnistriens mit der schwächsten Stellung. Diese schwache Stellung des Ukrainischen ist mit der Geschichte der Region begründet: Im Gegensatz zu den anderen beiden Amtssprachen erreichte Ukrainisch diesen Status erst seit , mit der De-facto-Unabhängigkeit Transnistriens.

Bis dahin verfügte die Sprache über keinerlei offiziellen Status, es gab keine ukrainischen Schulen oder Schilder mit ukrainischer Beschriftung. In ländlichen Gebieten gibt es viele hauptsächlich von Ukrainern bewohnte Dörfer, in denen Ukrainisch die Alltagssprache ist.

Verbreitet ist der Surschyk , eine Mischform aus Ukrainisch und Russisch. Viele Bewohner Transnistriens sind auch Atheisten. Die Baptisten in Transnistrien sind in 25 Ortsgemeinden mit rund Mitgliedern zusammengeschlossen. Sie bilden einen von neun Regionalverbänden in der Union der christlich-evangelischen Baptistenkirchen Moldovas und Transnistriens. Juden waren insbesondere in den Städten Bendery und Tiraspol stark vertreten, wo sie zeitweise mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachten.

Die Mehrheit der verbliebenen Juden wanderte nach dem Zerfall der Sowjetunion aus. Es gibt im Land noch vier aktive Synagogen. In einem Erlass der transnistrischen Regierung vom November wurde die Schreibweise von Land und Zentralbank in lateinischer Schrift festgelegt: Es handelt sich aber nur um die russischen Namen, die moldauischen Namen werden dabei ausgeschlossen.

Das Gebiet des heutigen Transnistriens wechselte in seiner Geschichte häufig den Besitzer, auch die Bevölkerungsstruktur veränderte sich immer wieder auf Grund der politischen Gegebenheiten. Jahrhundert kurzzeitig von den Mongolen beherrscht. Teile des heutigen Transnistriens gehörten ab dem Später wurde die Region westlich des Dnestr Teil des rumänisch geprägten Fürstentums Moldau , das mit dem Osmanischen Reich verbündet war.

Auch die Schwarzmeerdeutschen wanderten ab Anfang des Jahrhunderts zum Teil nach Transnistrien ein, es gab mehrere von Deutschen gegründete Dörfer. Das Gebiet östlich des Flusses Dnestr, also auch fast das gesamte Gebiet des heutigen Transnistriens, wurde hingegen Bestandteil der Ukrainischen Teilrepublik innerhalb der neugegründeten Sowjetunion.

Ihre Hauptstadt war bis Balta , danach Tiraspol. Die Einwanderung von Russen und Ukrainern in die Region setzte sich auch in der Sowjetunion fort, wodurch sich der Anteil der ethnischen Rumänen und Moldauer insbesondere in den Städten weiter verminderte.

In den zu Rumänien gehörenden Regionen westlich des Dnestr war das Gegenteil der Fall; dort sank der Anteil der russischen und ukrainischen Bevölkerung stark und es setzte eine staatliche Rumänisierungspolitik ein, zusätzlich kam es zum Zuzug zahlreicher rumänischer Siedler. Das seit zu Rumänien gehörende Bendery damals offiziell Tighina und dessen Umgebung ist historisch zwar ein Teil Bessarabiens ; hinsichtlich sprachlicher und ethnischer Zusammensetzung stach es aber bereits zur Zwischenkriegszeit hervor.

Trotz der Rumänisierungsbestrebungen blieb es eine mehrheitlich russischsprachige Stadt: Im Jahr annektierte die Sowjetunion das seit zu Rumänien gehörende Bessarabien. Anfang August wurde Transnistrien von deutschen und verbündeten rumänischen Truppen erobert, die sich am Krieg gegen die Sowjetunion beteiligten.

Es wurde als Provinz Transnistrien an Rumänien angeschlossen. Das damalige rumänische Besatzungsgebiet war deutlich ausgedehnter als das heutige Transnistrien und reichte weit in die Ukraine hinein.

Es befanden sich dort Lager, in die auch Juden aus anderen Teilen Rumäniens und der Ukraine deportiert wurden; insgesamt kamen dort zwischen Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das rumänische Besatzungsgebiet aufgelöst und die Grenzen von wiederhergestellt. Transnistrien gehörte als Teil der Moldauischen Sowjetrepublik nun wieder zur Sowjetunion.

Einen Sonderstatus für Transnistrien oder auch nur eine Verwaltungseinheit, die diesen Namen trug, gab es bis nicht. Transnistrien entwickelte sich während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion zu einem bedeutenden Industriestandort und war das wirtschaftliche Rückgrat Moldaus. Es setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein, das besonders die Städte betraf und eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhing.

In vielen, auch kleineren Städten verdoppelte sich die Einwohnerzahl innerhalb von kaum mehr als einem Jahrzehnt. Ein signifikanter Prozentsatz der dort lebenden Moldauer war im Zuge einer schon seit Ende des Jahrhunderts anhaltenden, schleichenden Russifizierung ebenfalls russischsprachig. Transnistrien unterschied sich also nicht nur hinsichtlich wirtschaftlicher und sozialer Faktoren vom Rest Moldaus, sondern insbesondere auch in Bezug auf ethnische und sprachliche Zusammensetzung seiner Bevölkerung.

Es gehörte zu den Regionen des Landes, die am stärksten politisch und kulturell durch die Sowjetunion geprägt wurden und in denen die Zustimmung zu deren Politik am höchsten war. Seit Mitte der er Jahre kam es, begünstigt durch die Perestroika -Politik Michail Gorbatschows , zu einem Anstieg nationalistischer Tendenzen in der gesamten Sowjetunion, die langsam, aber sicher immer stärkere Zerfallserscheinungen zeigte. In Moldau entstand eine an Rumänien angelehnte Nationalbewegung, die sich insbesondere gegen die Zugehörigkeit zur Sowjetunion und die als übermächtig empfundene und staatlich geförderte Stellung der Russischen Sprache richtete.

Sie wurde ursprünglich von jungen Intellektuellen und Reformern gegründet, die Demokratie, Selbstbestimmung und Perestroika forderten, [46] und zog anfangs sogar Angehörige der ethnischen Minderheiten, etwa Gagausen und Russen an.

In mehrheitlich russischsprachigen Gebieten fand sie nur sehr wenige Anhänger. Nach Wahlen in Moldau kam die Frontul Popular din Moldova an die Macht, die zu diesem Zeitpunkt ultranationalistische Positionen vertrat [49] [50] und sich insbesondere gegen russischsprachige Bevölkerungsgruppen, Gagausen und andere Minderheiten richtete. Schon wurde daraufhin in der Moldauischen Sowjetrepublik Russisch als Amtssprache abgeschafft und Moldauisch zur einzigen offiziellen Sprache erklärt.

Zudem wurde beschlossen, Moldauisch rumänisch zukünftig auf das lateinische Alphabet umzustellen. In der Folgezeit kam es immer häufiger zur Diskriminierung von Minderheiten in Moldau. Die Spannungen zwischen den Ethnien nahmen in ganz Moldau weiter dramatisch zu.

Teile der nationalistischen Frontul Popular forderten offen die Ausweisung zugewanderter Russen und anderer Minderheiten. Die Situation spitzte sich weiter zu, als ein pro-russischer Demonstrant von militanten moldauischen Nationalisten getötet wurde. Die russischsprachigen Bevölkerungsgruppen Russen, Ukrainer, russischsprachige Moldauer und andere sahen ihre Rechte durch die neue, nationalistische Politik Moldaus als massiv bedroht an.

In Gesamtmoldau war die russophone Bevölkerung zwar nur eine Minderheit, konzentrierte sich jedoch meist auf einige Zentren, in denen sie häufig die Mehrheit darstellte.

Die Stadtverwaltungen von Tiraspol , Bendery und Rybniza weigerten sich offen, das neue Sprachgesetz zu akzeptieren. Als dominierender Faktor für die ablehnende Haltung gegenüber der vermeintlichen Annäherung an Rumänien galt damals die Identifikation mit der Russischen Sprache und der Sowjetunion.

Zu diesem Zeitpunkt wurden erstmals die Grenzen des heutigen Transnistriens festgelegt, zunächst noch als Basis für eine geplante autonome Region. Der Fluss Dnestr sollte die Grenze Transnistriens zu Moldau bilden, jedoch wurden auch Gebiete westlich des Dnestr gefordert, in denen es meist eine russischsprachige Mehrheit gab.

Die Schaffung eines autonomen oder gar unabhängigen Transnistriens blieb jedoch zunächst nur eine von vielen Forderung politischer Aktivisten, die Wiedereinführung des Russischen als Amtssprache genoss innerhalb der pro-russischen Protestbewegung zunächst höhere Priorität.

Erst als sich der Zerfall der Sowjetunion endgültig abzeichnete, wurde die Abspaltung von Moldau eines ihrer Kernthemen. Bei Wahlen konnte Smirnow mit seiner Partei in Transnistrien einen deutlichen Sieg einfahren und zog auch in das moldauische Parlament ein. Zu seinen wichtigsten Forderungen gehörten die Wiedereinführung des Russischen als Amtssprache sowie ein Verbleib Moldaus innerhalb der Sowjetunion. Schrittweise übernahmen dort Aktivisten der Smirnow-Fraktion die Kontrolle, [61] während Moldau die Situation immer weiter entglitt.

Ende wurden in Dubossary bei einer Demonstration für die Unabhängigkeit Transnistriens drei jugendliche Demonstranten durch die moldauische Polizei getötet sowie 16 weitere verletzt. September erklärte Transnistrien als Transnistrische Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik die Unabhängigkeit von Moldau und verfolgte zunächst das Ziel, als eigenständige Sowjetrepublik innerhalb der Sowjetunion anerkannt zu werden.

Auch Gagausien versuchte sich angesichts der politischen Entwicklung von Moldau abzuspalten und bemühte sich ebenfalls um die Anerkennung als eigene Sowjetrepublik. Nach dem gescheiterten Augustputsch war der Zerfall der Sowjetunion nicht mehr aufzuhalten; Moldau erklärte noch im August als Republik Moldau seine endgültige Unabhängigkeit. Die moldauische Führung setzte offen ihre nationalistische Politik fort und versuchte, den Anschluss Moldaus an Rumänien auch in der Praxis umzusetzen.

Auch in Transnistrien, das den Putsch zur Erhaltung der Union unterstützt hatte, wurde die vollständige Unabhängigkeit ausgerufen; Ziel war nun der Aufbau eines eigenen Staates, jeglicher Verbleib bei Moldau wurde abgelehnt.

Smirnow wurde erster Präsident Transnistriens, Marakuza trat kurze Zeit später der Fraktion Smirnows bei und war bis Parlamentssprecher. Moldau akzeptierte die einseitige Abspaltung Transnistriens jedoch nicht und betrachtete Transnistrien weiterhin als Teil seines Territoriums.

Moldau begann mit dem Aufbau einer eigenen Armee und beabsichtigte die Region mit einem Militäreinsatz zurückzuerobern. Es erhielt unter anderem Waffen und Unterstützung von Rumänien. März begann die moldauische Offensive gegen Transnistrien. Auf moldauischer Seite kämpften zahlreiche rumänische Freiwillige, während Transnistrien Unterstützung von russischen und zum Teil ukrainischen Freiwilligen und Kosaken erhielt. Die Stärke der moldauischen Armee betrug Mitte bis zu Das Gebiet, das von Transnistrien kontrolliert oder beansprucht wurde, lag bis auf wenige Ausnahmen östlich des Dnestr und war daher relativ gut zu verteidigen.

Moldau begann seine Offensive in der Nähe der Bezirkshauptstadt Dubossary, wo sich auch einer der wichtigsten Flussübergänge befand. Zwar konnte Dubossary selbst nicht eingenommen werden, die moldauischen Truppen eroberten allerdings mehrere Vororte der Stadt, darunter Cocieri , sowie einige weitere Dörfer.

Nach diesen anfänglichen Fortschritten kam die moldauische Armee in diesem Gebiet wegen des starken transnistrischen Widerstands nicht mehr voran und erzielte dort bis zum Ende des Konflikts auch keine weiteren Erfolge mehr. Ebenso zeichnete sich, trotz anhaltender Kämpfe, an anderen Fronten eine Pattsituation ab. Als im Juni ein Waffenstillstand kurz vor dem Abschluss stand, begann die moldauische Armee am Juni unerwartet eine neue Offensive auf die Stadt Bendery.

Es lag aber, im Gegensatz zu fast allen anderen von Transnistrien kontrollierten Orten, am westlichen Ufer des Dnestr, sodass Moldau es von mehreren Seiten angreifen konnte. Es kam zu schweren Gefechten, in deren Folge die moldauische Armee Bendery einnehmen konnte. Laut der Menschenrechtsorganisation Memorial soll die moldauische Armee dabei auch auf Wohnhäuser geschossen haben, ebenso wie auf Zivilisten, die versuchten, verletzten transnistrischen Kämpfern zu helfen. Memorial nannte 77 Tote und Verletzte.

Wenig später gelang es transnistrischen Einheiten, Bendery wieder zurückzuerobern und bis zum Ende des Krieges zu halten. Danach gelang es keiner Seite mehr, signifikante Fortschritte zu erzielen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen endeten offiziell erst am Unter Vermittlung Russlands und dessen in Transnistrien stationierter Nach Angaben des Uppsala Conflict Data Program wurden während der bewaffneten Phase des Konflikts — insgesamt Menschen bei Kampfhandlungen getötet, die meisten von ihnen bei den Kämpfen zwischen Bender und Tiraspol [73].

Transnistrien konnte seine Ziele weitgehend erreichen, während Moldau durch den Konflikt endgültig die Kontrolle über die Region verlor. Der Grenzverlauf ist an einigen Punkten bisher nicht exakt geklärt, so dass es immer wieder zu Spannungen und gegenseitigen Provokationen kommt.

In Transnistrien dagegen wurde auf der Stationierung beharrt und die Zustimmung zu deren Präsenz wurde im Rahmen einer Volksabstimmung bestätigt. Moldau akzeptiert die Abspaltung Transnistriens nicht und bemüht sich um die Wiedereingliederung Transnistriens. Beide Seiten halten sich jedoch seit Ende des Konflikts an den Waffenstillstand und haben den Status quo weitgehend akzeptiert.

Zwischen Transnistrien und Moldau kommt es immer wieder zu Verhandlungen über eine endgültige Lösung des Konflikts, die bislang jedoch stets erfolglos verlaufen sind. Für die Bevölkerung ist das Leben seitdem zur Normalität zurückgekehrt. So wird etwa der Grenzverkehr zwischen Transnistrien und Moldau pragmatisch und unkompliziert gehandhabt. Seit der Beilegung des Konflikts ist Transnistrien eine autonom agierende sezessionistische Region, die sich als unabhängiger Staat betrachtet, aber international bislang von keinem anderen Staat anerkannt wurde und völkerrechtlich nach wie vor innerhalb der Grenzen der Republik Moldau liegt.

Seit ist Transnistrien Mitglied der Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten. Die transnistrische Regierung bemüht sich um eine internationale Anerkennung des Staates. In den Jahren nach dem bewaffneten Konflikt bemühte sich das Land, seine staatlichen Strukturen zu festigen. Eine eigene Währung, der transnistrische Rubel , wurde gedruckt, Transnistrien verteilte eigene Pässe, eine eigene Universität wurde gegründet und eine eigene Verwaltung und ein Regierungsapparat wurden aufgebaut.

Zuvor waren Gagausien umfangreiche Autonomierechte garantiert worden. Eine Lösung nach diesem Modell kam für Transnistrien jedoch nicht zustande, da sich beide Konfliktparteien nicht einigen konnten. In Transnistrien ist eine positive Beurteilung und Bewertung der sowjetischen Vergangenheit und des Kommunismus weit verbreitet.

Durch die Krise in der Ukraine , russische Manöver [83] und den Beitrittsantrag zur Russischen Föderation fand der Transnistrienkonflikt vorübergehend erneut in die Berichterstattung.

Juni den Vertrag mit Russland, der die Versorgung des russischen Anteils der multilateralen Friedenstruppe über ukrainische Häfen erlaubte. Juni erstmals einen Abzug der russischen Streitkräfte Gardearmee aus dem international nicht als Pridnestrowische Moldauische Republik anerkannten Transnistrien in der Republik Moldau.

März , dass die Regierung Transnistriens einen Beitrittsantrag zur Russischen Föderation gestellt habe. März starteten russische Truppen ein Manöver in Transnistrien. Während der Krimkrise im Jahr hatte am Russland wolle dort nicht militärisch eingreifen.

April hat sich der Oberste Rat von Transnistrien mit der Bitte an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewandt, die Unabhängigkeit Transnistriens anzuerkennen und einem Beitritt zu Russland zuzustimmen. Mit einer Anerkennung Transnistriens würde sich Russland jedoch den Einfluss auf ein wiedervereinigtes Moldau verbauen und eine Westorientierung Moldaus fördern.

Auch bei der Präsidentschaftswahl siegte deren Kandidat. Transnistrien wurde von bis von Präsident Igor Smirnow regiert, der in drei Präsidentschaftswahlen , und mit teils überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt wurde.